Fußball

Würzburg geht in 3. Liga hochLok Leipzig gelingt unrühmliches Triple in Aufstiegsrelegation

01.06.2026, 20:43 Uhr
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Mindestens ein weiteres Jahr Regionalliga Nordost gibt es für Lok Leipzig. (Foto: picture alliance / Fotostand)

Verl, Havelse und jetzt Würzburg: Bereits zum dritten Mal scheitert der 1. FC Lokomotive Leipzig in der Relegation zur 3. Liga. Auch die zweite Partie gegen den Vertreter der Regionalliga Bayern geht verloren. Der Sieger hat jetzt eine vielversprechende Spielzeit vor Augen.

Die Würzburger Kickers haben nach vier Jahren die Rückkehr in den deutschen Profifußball geschafft und die Relegation gegen Lok Leipzig gewonnen. Die Franken von Trainer Michael Schiele gewannen am Abend vor heimischem Publikum mit 2:1 (1:0) und schafften nach dem 1:0-Sieg in Leipzig in der Vorwoche den Aufstieg in die 3. Liga.

Für die Sachsen ist das Scheitern ein besonders bitteres, denn es ist nicht das erste Mal. Bereits 2020 und vor einem Jahr war der legitime Nachfolger des ersten deutschen Fußball-Meisters VfB Leipzig in seiner Regionalliga-Staffel Meister geworden, um im Anschluss die Relegation gegen Verl und Havelse zu verlieren. Das Modell mit nur vier Aufsteigern aus fünf Regionalligen ist in höchstem Maße umstritten.

Würzburg hingegen darf sich nach den Toren von Top-Stürmer Jermain Nischalke (30. Minute) und Cherif Cisse (72.) auf eine Rückkehr in Liga drei und attraktive Gegner wie Hansa Rostock oder Fortuna Düsseldorf freuen.

Würzburg profitiert von Aufstiegsverzicht

Die Kickers hatten die Regionalliga Bayern zwar nur auf Platz zwei beendet, profitierten aber von einem Aufstiegsverzicht des 1. FC Nürnberg II. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Leipzigs Djamal Ziane (71.) verpuffte quasi mit dem Gegenangriff, der Würzburg vor 10.717 Zuschauern erneut die Führung brachte.

Trainer Schiele hatte den Verein zwischen 2017 und 2020 schon einmal betreut und die Würzburger damals sogar in die 2. Bundesliga geführt. In diesem Frühjahr kehrte er an den Dallenberg zurück - und schaffte direkt wieder den Aufstieg. Leipzig war mit rund 2000 Fans angereist und brachte damit mehr Gästeanhänger nach Würzburg als alle bayerischen Regionalligisten in der abgelaufenen Saison gemeinsam.

Mit Blick auf die dritte Regionalliga-Meisterschaft ohne automatischen Aufstieg entrollten die Lok-Fans schon vor dem Anpfiff ein Transparent, auf dem geschrieben stand: "Die Würfel längst gefallen - doch kämpft bis zum Schluss". Leipzig hielt im Rückspiel ordentlich mit und erspielte sich vereinzelt Chancen, doch zur großen Wende kam es nicht mehr. In der Nachspielzeit ging ein Ball von der Lattenunterkante noch fast über die Torlinie. Der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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