Schlimmste Angst wird wahr

Neuer BVB-Liebling Konstantelias reißt sich das Kreuzband

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Giannis Konstantelias wird lange ausfallen. (Foto: IMAGO/Laci Perenyi)
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30.08.2026 | 17:57 Uhr
Giannis Konstantelias beeindruckt in seinem ersten Bundesliga-Auftritt für Borussia Dortmund, der Grieche trifft sogar sofort. Doch dann folgt der Schock: Der Neuzugang muss verletzt ausgewechselt werden. Nun bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen.

Die schlimmsten Befürchtungen von Borussia Dortmund haben sich bestätigt: Wie der Fußball-Bundesligist am Sonntag verkündete, hat sich Neuzugang Giannis Konstantelias beim Ligaauftakt des BVB gegen den Hamburger SV (2:0) das Kreuzband im linken Knie gerissen.

Damit wird der Grieche, den Borussia Dortmund in der Sommerpause für kolportierte 26 Millionen Euro von PAOK Saloniki in die Bundesliga geholt hat, in diesem Jahr nicht mehr für die Schwarz-Gelben auflaufen können.

"Diese Nachricht trifft uns sehr, denn Giannis hat in sehr kurzer Zeit schon gezeigt, warum wir in ihm einen tollen Spieler für Borussia Dortmund sehen", sagte BVB-Geschäftsführer Lars Ricken in der Mitteilung des BVB. "Jetzt gilt sein und unser Fokus jedoch erst einmal seiner Genesung. Dabei hat Giannis unsere volle Unterstützung."

Schock nach der Halbzeit

Kurz nach der Halbzeit war Konstantelias bei einem Duell mit Hamburgs Bakery Jatta ohne Einwirkung des Gegenspielers im Rasen hängen geblieben und verdrehte sich bei der Aktion unglücklich das Knie.

Sofort zeigte der 23-Jährige an, dass er sich verletzt hat und eine Behandlung braucht. Nach bangen Minuten konnte Konstantelias den Platz zwar selbstständig verlassen, Entwarnung gab es aber nicht: Der Grieche musste unter Standing Ovations von den Rängen raus.

Schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff hatten sie beim BVB das Schlimmste befürchtet: "Wir haben durchaus die Sorge vor einer schweren Diagnose", sagte Sportdirektor Ole Book bei Sky. Auf die Frage, ob ein Kreuzbandriss im Raum stehe, meinte Book: "Die Sorge davor ist bestimmt da."

"Sieg teuer bezahlt"

Trainer Niko Kovac bestätigt die Sorge: "Es sieht so aus, dass der Doktor das getestet hat und er hat kein gutes Gefühl", sagte der 54-Jährige und kündigte eine MRT-Untersuchung am Tag nach dem 2:0 gegen den Hamburger SV an. "Wir haben diesen Sieg schon sehr teuer bezahlt, wenn es ein Kreuzbandriss sein sollte", sagte Kovac.

Er habe den 23-jährigen Neuzugang erstmal gefragt, was passiert ist, Konstantelias habe "selbst ein Knacken gehört", sagte Kovac: "Nach dem Spiel in der Kabine habe ich ihn natürlich getröstet. Er ist sehr geknickt. Seine Familie ist heute angereist, extra zum Spiel. Das, was die Fans heute von ihm gesehen haben, verspricht vieles. Und deswegen sind wir heute sicherlich, sollte sich das bestätigen, sehr traurig. Aber trotzdem werden wir ihm helfen. Ich hoffe, dass er dann möglichst noch stärker wiederkommt."

Konstantelias hatte wenige Minuten vor seinem folgenschweren Unfall vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion das 2:0 erzielt (45.+1) und im Duo mit Landsmann Konstantinos Karetsas, der die Führung von Serhou Guirassy (9.) auflegte, mit seinen Dribblings begeistert. Für den 18-jährigen Karetsas bezahlte der BVB im Sommer sogar rund 30 Millionen Euro an KRC Genk.

"Andere Dimension"

"Das sind schon zwei Jungs, die uns hier eine andere Dimension bringen können und auch bringen werden. Das haben sie heute schon gezeigt", schwärmte Kovac nach dem Auftaktsieg über seine beiden Neuzugänge.

Der BVB könnte noch mit einer Nachverpflichtung auf den monatelangen Ausfall von Konstantelias reagieren. Das hatte Kovac noch am Samstagabend angedeutet: "Wir müssen uns Gedanken machen", sagte der unglückliche Trainer. "Wir müssen schon schauen, was wäre noch möglich. Ob wir was machen, wissen wir nicht. Aber zumindest werden wir überlegen. Das ist mal klar."

Verwendete Quellen: ntv.de, ter