Fußball

Nach rassistischem Aussetzer Rauball will Konsequenzen für Tönnies

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Ausgelacht? Clemens Tönnies schlägt Gegenwind ins Gesicht.

(Foto: imago images / RHR-Foto)

Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, äußert sich auf einer Veranstaltung rassistisch und erntet dafür Applaus. Ligapräsident Reinhard Rauball ist geschockt - und spricht sich für Konsequenzen aus.

Ligapräsident Reinhard Rauball hat Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nach dessen umstrittenen Aussagen über Afrikaner kritisiert. "Ich war sehr überrascht, dass ihm das so passiert ist, und das kann man nicht durchgehen lassen, kommentarlos", sagte Rauball nach dem Fußball-Supercup am Samstagabend in Dortmund der Deutschen Presse-Agentur.

Tönnies hatte nach einem Bericht der Zeitung "Neue Westfälische" beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte Tönnies. Für diese Aussagen hatte er sich später entschuldigt.

"Völlig deplatzierter Spruch"

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Reinhard Rauball ist bestürzt von den Aussagen des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden.

(Foto: imago images / DeFodi)

"Was mich noch mehr als dieser völlig deplatzierte Spruch betroffen gemacht hat, ist, dass dort für diese Sätze auch noch Beifall geklatscht worden ist. Das ist etwas, was man in keinster Weise akzeptieren kann und was auch mit den Werten des Fußballs, so wie er in den Vereinen und wie er beim DFB und bei der DFL gelebt wird, überhaupt nicht in Einklang ist", sagte Rauball, der auch Präsident von Ligakonkurrent und Revierrivale Borussia Dortmund ist.

Ob sich die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes mit dem Vorfall beschäftigen wird, ließ DFB-Interimspräsident Rauball offen. Dies müsse das unabhängige Gremium selbst entscheiden. Auch in "seinem" Verein droht dem Fleischproduzenten ein unangenehmer Termin: In der kommenden Woche will der Ehrenrat von Schalke 04 zu Beratungen zusammenkommen.

Tönnies hatte sich nach seiner rassistischen Entgleisung reumütig gezeigt. "Ich bin über mich selbst bestürzt, dass mir so etwas passieren konnte. Da hilft kein drum herum reden, da hilft auch keine Verschlimmbesserung, es war schlicht töricht." Der 63-Jährige beteuerte in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", er werde das "wieder gut machen".

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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