Eklat um Superstar

Ronaldo hat die Faxen dicke und reist vom Nationalteam ab

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Cristiano Ronaldo ist dann mal weg. (Foto: IMAGO/HMB-Media)
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30.09.2026 | 21:16 Uhr
Der Personalstreit im portugiesischen Nationalteam eskaliert. Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo reist ab. Ob es das endgültige Ende in der Nationalmannschaft bedeutet, ist noch offen.

Eklat in der portugiesischen Nationalmannschaft: Cristiano Ronaldo hat Fakten geschaffen und ist von dem Trainingscamp der Selecao abgereist. "Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen", teilte Ronaldo in den sozialen Medien mit.

"Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe", so Ronaldo weiter. Nun sei es an der Zeit, "Portugal und all meine Teamkollegen ohne Ausnahme viel Glück zu wünschen". Angaben dazu, ob die Abreise gleichbedeutend mit einem Rücktritt aus der Nationalmannschaft ist, machte Ronaldo keine. Trainer Jorge Jesus hatte dem 41-Jährige zuletzt keine Startelf-Garantie gegeben. Im Nations-League-Spiel gegen Norwegen (2:1) am Sonntag kam der Europameister von 2016 nicht zum Einsatz.

Schon in den vergangenen Tagen war die Personalie Ronaldo das dominierende Thema rund um die Selecao gewesen. Trainer Jesus versuchte die Wogen zu glätten. Noch kurz vor der Abreise erklärte er: "Ich spreche jeden Tag, jede Minute mit Cristiano Ronaldo". Es klang nach versöhnlichen Worten.

"Es gab keinerlei Zwischenfall", bekräftigte Jesus noch am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem kommenden Spiel gegen Dänemark. "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt." Außerdem sagte Jesus, Ronaldo habe sich nicht geweigert zu trainieren. Der Routinier habe vielmehr seine Kooperation signalisiert: "Cristiano hat mir gesagt: Wenn du willst, dass ich spiele, spiele ich. Wenn du willst, dass ich auf der Bank sitze, mache ich das. Wenn du mich auf der Tribüne willst, mache ich das."

Sogar der Verbandschef Pedro Proenca war eigens angereist, um auf einem Krisengipfel zu schlichten - offenbar erfolglos.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc