Fußball

Portugal hat großen Quali-Druck Ronaldo kämpft gegen die Demütigung

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Er muss es mal wieder für Portugal richten: Cristiano Ronaldo.

(Foto: REUTERS)

Europas Topnationen befinden sich in der EM-Qualifikation auf Kurs - mit einer Ausnahme. Titelverteidiger Portugal ist beim Rennen um die Tickets überraschend schlecht gestartet. Die Hoffnungen ruhen nun wie so oft auf den Schultern von Superstar Cristiano Ronaldo.

Der Galaktische soll es wieder richten. Nach dem Fehlstart in die EM-Qualifikation setzt der noch sieglose Titelverteidiger Portugal beim Spiel in Serbien vor allem auf die Fußball-Künste von Cristiano Ronaldo. Mit seinem Kronprinzen João Félix soll der 34-Jährige von Juventus Turin den Europameister nach zwei Heim-Unentschieden zum Auftakt wieder auf Kurs Europameisterschaft 2020 bringen. Mit nur zwei Zählern aus zwei Spielen belegt das Team von Trainer Fernando Santos in der Gruppe B derzeit nur den vierten Platz hinter der Ukraine (10/4), Außenseiter Luxemburg (4/4) und Serbien (4/3).

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Für Portugals früheren Mittelfeldregisseur Deco ist dies allerdings (noch) kein Anlass zur Sorge. "Dieses Team hat den besten Spieler der Welt und eine fantastische Generation", sagt der Ex-Profi, der einst unter anderen für den FC Barcelona und den FC Chelsea spielte. In Belgrad darf sich CR7 an diesem Samstag (20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) mit dem Nations-League-Sieger jedoch keinen weiteren Patzer leisten.

158 Länderspiele hat Ronaldo für Portugal bisher bestritten. 88 Tore erzielte er im Auswahl-Trikot - eine einmalige Bilanz. Kein Wunder, dass er in seiner Heimat geliebt und verehrt wird. Auch in Turin, wohin Ronaldo im Vorjahr für 116 Millionen Euro von Real Madrid wechselte, liegen ihm die Tifosi zu Füßen. "Juventus hat einen der größten Spieler der Geschichte eingestellt. Einen Spieler, der den Fußball anders lebt als die anderen, mit beispiellosem Engagement und Professionalität", lobt Deco.

"Vielleicht kann ich meine Karriere im nächsten Jahr beenden"

Ein Scheitern in der Qualifikation käme für Ronaldo einer Demütigung gleich - und könnte möglicherweise seine Karriereplanung beeinflussen. Zuletzt hatte der Superstar, der bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres dem Niederländer Virgil van Dijk vom FC Liverpool den Vortritt lassen musste, im Interview des portugiesischen Senders TV1 erstmals öffentlich über einen möglichen Rücktritt gesprochen. "Vielleicht kann ich meine Karriere im nächsten Jahr beenden", sagte Ronaldo. Allerdings relativierte der Vater von vier Kindern im selben Gespräch, er könne sich auch vorstellen, "bis 40, 41" Fußball zu spielen.

Coach Fernando Santos glaubt ganz fest daran, dass der Topstürmer trotz seines fortgeschrittenen Alters noch einige Jahre auf höchstem Niveau spielen wird. "Er ist fit und trainiert immer am Limit", sagte der Nationaltrainer über den Musterprofi, der einer ganzen Fußballer-Generation in seinem Land als Vorbild dient. Diesem Image will Ronaldo in Serbien sportlich gerecht werden.

Quelle: n-tv.de, Eric Dobias, dpa

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