Nach Eklat in Nationalteam

Ronaldos Mutter kritisiert Landsleute: "Sie schätzen Cristiano nicht"

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Maria Dolores dos Santos Aveiro ist von ihren Landsleuten enttäuscht. (Foto: picture alliance / M.i.S.)
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09.10.2026 | 11:23 Uhr
Der Zwist zwischen Cristiano Ronaldo und Portugals Nationalmannschaft findet kein Ende. Nun meldet sich die Mutter des Weltstars zu Wort und kritisiert ihre Landsleute.

Cristiano Ronaldos unrühmlicher Abgang aus der Nationalmannschaft Portugals während der vergangenen Länderspielpause schlägt weiter hohe Willen. Jetzt meldet sich Ronaldos Mutter zu Wort und findet klare Worte für die aus ihrer Sicht mangelnde Wertschätzung im Land ihrem Sohn gegenüber.

Maria Dolores dos Santos Aveiro sagte der portugiesischen Zeitschrift "TV 7 Dias": "Sie würdigen ihn nicht so, wie sie es sollten. Sie schätzen Cristiano nicht. Das ist eben der Portugiese, den wir haben." Auch räumte die 71-Jährige ein, emotional von der ganzen Geschichte mitgenommen zu sein: "Ich bin traurig, das ist normal. Es war ein Schock. Mein Sohn hätte durch die große Tür gehen können, und so ist er durch die kleine Tür gegangen. Aber das macht nichts, Gott wird sich darum kümmern."

Dos Santos Aveiro erzählte zudem von einem Telefonat, das sie mit ihrem Sohn kurz nach dessen Abgang geführt hatte: "Er sagte zu mir: 'Mama, mach dir keine Sorgen. Ich werde die Wahrheit sagen, wenn wir alle zusammen sind.' Und ich antwortete: 'Okay, mein Sohn, dreh die Sache wieder herum.' Und das war es. Ich sagte ihm, er solle ruhig bleiben, aber nun ja, sein Kopf hat ihn dazu gebracht, das zu tun. Wir werden sehen. Ich habe ihm meine ganze Unterstützung gegeben, es hat nichts gebracht. Aber das macht nichts. Er hat Portugal so viel gegeben, deshalb ist er immer da. Er war schon immer der Held Portugals."

Jorge Jesus lässt "Entschuldigung" kalt

Ronaldo war überraschend während der Nations League Ende September aus dem Camp der portugiesischen Nationalmannschaft abgereist. Anschließend wurde viel diskutiert und Ronaldo postete eine "Entschuldigung" auf Instagram, die eher einer Machtprobe glich und die noch mehr Öl ins Feuer goss. Nationaltrainer Jorge Jesus reagierte gelassen: "Ich war in Leiria und habe das Spiel der U21-Nationalmannschaft gesehen. Jetzt werde ich das Statement lesen, ich habe nichts zu sagen."

Wie es weitergeht, ist unklar. Doch eine Zukunft Ronaldos in der Nationalmannschaft Portugals scheint in der derzeitigen Konstellation kaum noch möglich.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl