Schreck für den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen: Im heimischen Weserstadion sind am frühen Nachmittag an einer Tribüne seitlich der Ostkurve Betonstützen zerbrochen, in der Folge stürzte ein Teil des Oberrangs teilweise ein. Wie der Verein mitteilte, sei im Rahmen von Umbaumaßnahmen am VIP-Bereich, bei dem Fensterscheiben ausgetauscht wurden, ein Schaden an tragenden Säule entstanden.
"Wir analysieren aktuell die Situation und den entstandenen Schaden und hoffen, dass wir die Tribüne schnellstmöglich wieder herrichten können", teilte Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Bremer Weserstadion GmbH mit. Personen seien bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden gekommen, für die weiteren Tribünenteile bestehe keine Einsturzgefahr, verkündete der Verein.
"Noch intensiveres Stadionerlebnis"
Der Block 53, der nun teilweise eingestürzt ist, befindet sich in der südöstlichen Ecke des Stadions, schräg oberhalb des VIP-Bereichs "Haake-Beck-Fankurve", der in der Sommerpause umgestaltet wird.
"In der Haake-Beck-Fankurve sorgt zudem die hinter die Sitze verlegte Verglasung künftig für ein noch intensiveres Stadionerlebnis und einen freien Blick auf das Spielfeld", so der Verein. Von dem Zwischenfall sind rund 1000 Sitzplätze betroffen. Die Gesamtkapazität der Arena beträgt rund 42.000 Plätze.
Am 15. August will der Bundesligist seine Anhänger zum "Tach der Fans" ins Weserstadion einladen. An diesem Tag ist auch ein Testspiel gegen den französischen Traditionsklub AJ Auxerre geplant. Eine Woche später will Fünftligist SV Hemelingen in der ersten DFB-Pokalrunde Hannover 96 in der nun angeschlagenen Arena empfangen.
Werders erstes Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison steht erst im September an. Ob und in welchem Ausmaß diese Pläne nun beeinflusst werden, ist noch nicht bekannt.



