Fußball

Glanzlos, ereignislos, torlos Tristes Hoffenheim sichert EL-Gruppensieg

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Hübsch, aber der Fallrückzieher von Munas Dabbur bringt nichts ein.

(Foto: REUTERS)

Für die TSG Hoffenheim geht es in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad nur noch um wenig. Genauso ergeht es dem Gegner. Beide Teams nutzen ihre komfortable Lage aus. Trainer Sebastian Hoeneß probiert es ohne zahlreiche Stammspieler. Entsprechend endet die Partie als Nullnummer.

Die TSG Hoffenheim hat mit einer tristen Nullnummer den Gruppensieg perfekt gemacht und darf sich schon jetzt auf die Europa-League-Fortsetzung 2021 freuen. Dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß reichte ein 0:0 bei Roter Stern Belgrad, um nach vier Siegen zum Start Platz eins vor den Serben abzusichern. Belgrad ist durch das Remis vor coronabedingt leeren Rängen ebenfalls für die Zwischenrunde, die im Februar des nächsten Jahres beginnt, qualifiziert. "Das ist etwas Historisches", sagte TSG-Kapitän und Torhüter Oliver Baumann: "Wir sind alle froh, dass wir es geschafft haben."

Das abschließende Gruppenspiel gegen KAA Gent am kommenden Donnerstag kann Coach Hoeneß damit zur Schonung seiner Spieler in turbulenten Wochen nutzen. Bis Weihnachten stehen neben dem europäischen Wettbewerb noch vier Bundesliga-Spiele und eine Pokalbegegnung auf dem Programm.

Spektakel nur vor Anpfiff

Das größte Spektakel der Startphase lieferten die Fans der Gastgeber, die vor dem Anpfiff außerhalb des Stadions ein buntes und lautes Feuerwerk in den Himmel der serbischen Hauptstadt schickten. Auf dem Rasen passten sich beide Klubs zunächst dem bescheidenen Wetter bei drei Grad und Regen an: Fehlpässe prägten die ersten 20 Minuten, Belgrad agierte angesichts der Ausgangslage erstaunlich defensiv und abwartend.

Hoffenheims Hoeneß setzt in Bundesliga und Europa League seit Wochen auf unterschiedliche Besetzungen. Im Vergleich zum 1:1 in Mainz am vergangenen Sonntag brachte er diesmal neun Neue in die Startelf. Der 18 Jahre junge Marco John feierte sein Debüt und spielte ordentlich.

Auch ohne den WM-Zweiten Andrej Kramaric und weitere Stammspieler setzte Hoffenheim offensiv die größeren Impulse. Vor allen Stürmer Munas Dabbur kam immer wieder zum Abschlüssen, ein spektakulärer Fallrückzieher (17.) ging aber deutlich über das Tor. Als Dabbur später (37.) die Führung auf dem Fuß hatte, reagierte der heimische Keeper Milan Borjan hervorragend und entschärfte den wuchtigen Abschluss zur Ecke.

Zur Pause musste Dabbur überraschend raus, für ihn kam Kramaric. An den Spielanteilen änderte sich nicht viel. Die TSG kombinierte und erspielte sich Abschlüsse, Belgrad wartete ab und fiel maßgeblich durch taktische Fouls und Härte im Mittelfeld auf. Robert Skov (78.) prüfte mit links noch einmal den starken Borjan, der sich aber erneut auszeichnete.

Quelle: ntv.de, ara/dpa