Fußball

Geheimes Video des Gegners U21-Trainer Kuntz verzichtet auf Spionage

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"Er will nur und ausschließlich mit fairen Mitteln kämpfen": Stefan Kuntz.

(Foto: dpa)

Die Uefa macht einen Fehler, das ist die Chance für Stefan Kuntz. Der Trainer der deutschen U21-Fußballer hätte sich vor dem Start in die Europameisterschaft in Italien die Startelf des Gegners aus Dänemark ansehen können. Doch er verzichtet offenbar darauf und gibt den generösen Sportsmann.

Stefan Kuntz hat sich vor dem Auftaktspiel bei der U21-EM offenbar für den Fair-Play-Preis empfohlen. Der Trainer der deutschen Juniorenfußballer hätte nach einem Fehler der Uefa offenbar Zugriff auf ein Video des geheimen Abschlusstrainings des Gegners aus Dänemark gehabt, verzichtete aber darauf, sich die Bilder anzusehen. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Demnach veröffentlichte die Europäische Fußball-Union das Video versehentlich auf einer Webseite, die für alle anderen Nationen und deren Scouts zugänglich ist. Die Dänen hatten am Sonntag ab 11 Uhr im Stadion in Udine trainiert. In der nur für 15 Minuten öffentlichen Übungseinheit dürfte auch die Startelf zu erkennen gewesen sein, die die Dänen mutmaßlich gerne für sich behalten würden. Laut "Bild"-Zeitung verbot Kuntz jedem in seinem Team, sich das Video herunterzuladen.

Einen Mitarbeiter aus dem deutschen Funktionsteam zitierte die Zeitung mit den Worten: "Das war für ihn sofort klar - er will nur und ausschließlich mit fairen Mitteln kämpfen. Kuntz hat sogar die Uefa über ihren Fehler informiert und persönlich mit Dänen-Trainer Niels Frederiksen telefoniert." Deutschland trifft in seinem ersten Gruppenspiel an diesem Montag ab 21 Uhr in Udine auf Dänemark. Weiter Gegner der DFB-Elf, die ihren 2017 gewonnenen Titel möglichst erfolgreich verteidigen will, sind in der Gruppe B Serbien am Donnerstag, 20. Juni, und Österreich am Sonntag, 23. Juni. Auch diese Spiele beginnen um 21 Uhr. Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite erreichen das Halbfinale.

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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