"Freue mich auf die Pause"

Union muss nach sieben Bayern-Watschn dringend die Batterien laden

image
Union Berlin ging beim FC Bayern unter. (Foto: IMAGO/MIS)
00:00 / 03:06
19.09.2026 | 08:07 Uhr
Union Berlin geht beim FC Bayern mit 0:7 unter. Nun hofft der Coach auf einen Energieschub in der Länderspielpause. Der Kapitän ist besorgt - und erklärt, was ihm in dieser Saison besonders auffällt.

Nach der höchsten Niederlage des 1. FC Union Berlin in seiner Bundesliga-Geschichte sieht Trainer Mauro Lustrinelli die dreiwöchige Länderspielpause als Chance. "Es ist sehr wichtig, jetzt den Kopf freizulassen, dass die Spieler einige Tage für sich haben und wieder die Energie und Batterie laden. Dann kommen wir zurück und es geht weiter im Leben", sagte der Schweizer nach dem 0:7 beim FC Bayern München. "Ich freue mich auf die Pause."

In der Münchner Allianz-Arena waren die Eisernen - anders als in vergangenen Jahren - kein unangenehmer Kontrahent, sondern harmloser Sparringspartner für den Rekordmeister. Unter Lustrinelli wollen die Berliner einen neuen Weg gehen, doch der Erfolg lässt auf sich warten. Der frühere Stürmer war zuvor beim FC Thun tätig und gewann in der vergangenen Saison nach dem Aufstieg mit seinem Team direkt sensationell die Schweizer Fußballmeisterschaft. Mit Union sucht der 50-Jährige aber noch nach Stabilität.

Wie ein Kind, das Radfahren lernt

"Ich habe schon vor ein paar Tagen gesagt, ich habe diese Metapher, dass das kleine Kind Fahrradfahren lernt", beschrieb der Coach den von ihm eingeleiteten Entwicklungsprozess in Berlin. "Im Moment ist es immer am Boden. Es muss einfach aufstehen und wieder nach vorne. Das ist das Einzige, was wir im Leben haben. Große Resilienz, Arbeit, das ist die tägliche Arbeit - und das mit Vertrauen."

Der Münchner Offensivwucht mit Sturmtank Harry Kane, der im 98. Bundesliga-Einsatz die Marke von 100 Toren knackte, und dem herausragenden Dreifach-Torschützen Michael Olise hatten die Berliner nichts entgegenzusetzen. 

"Es ist schwierig, aber trotzdem musst du positiv bleiben", sagte Kapitän Christopher Trimmel. "Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es in der Saison von Beginn weg richtig zur Sache geht. Jeder sammelt sofort Punkte, und wir müssen auch damit beginnen", mahnte der Routinier.

"Wir sind noch nicht gefestigt"

Der 39-Jährige wies darauf hin, dass die Münchner auch gegen gefestigte Mannschaften wie den norwegischen Klub Bodö/Glimt in der Champions League oder den VfB Stuttgart in der Liga jeweils fünf Tore erzielt hätten. "Wir sind noch nicht gefestigt, das muss man so ehrlich sagen. Wir sind noch in der Findungsphase", sagte Trimmel. In München sei man in dieser Verfassung chancenlos.

Video poster
1:01

Kane bricht Rekord und weiß von nichts

Nach der Länderspielpause steht für die noch sieglosen Berliner, die nach vier Spieltagen noch nie mit bloß einem Punkt dastanden, ein richtungsweisendes Spiel gegen einen unbequemen Gegner an. "Jetzt versuchen wir gegen Elversberg eine breite Brust zu haben", sagte U21-Nationalspieler Tom Rothe. "Ich glaube trotzdem, dass wir auf einem guten Weg sind."

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa