Baumann schließt Rücktritt aus

Ausgebooteter DFB-Keeper richtet sich an Klopp

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Oliver Baumann gibt noch nicht auf. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)
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14.10.2026 | 11:56 Uhr
Für Oliver Baumann ist das Kapitel Fußball-Nationalmannschaft noch nicht abgeschlossen. Der Keeper spricht offen über seine Nicht-Nominierung und erklärt, wieso er nicht aus dem DFB-Team zurückgetreten ist.

Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann hat seine Entscheidung bekräftigt, nicht aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückzutreten. "Warum hätte ich sollen? (...) Dann würde ich abhauen", sagte er auf entsprechende Frage im Interview mit RTL/ntv und Sky. "Ich fühle mich auch so fit, dass ich einer Nationalmannschaft helfen kann."

Eine entsprechende Entscheidung überlasse er "natürlich" dem Bundestrainer. "Wenn er so entscheidet, dann entscheidet er so. Ich versuche, es ihm schwer zu machen, und versuche, ihn von mir zu überzeugen." In der zurückliegenden Länderspielphase hatte Jürgen Klopp auf Baumann verzichtet, stattdessen neben der Nummer 1 Marc-André ter Stegen auch Jonas Urbig, Alexander Nübel, Finn Dahmen und Noah Atubolu nominiert. Bis auf Letzteren kamen alle zum Einsatz.

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Trotz Degradierung: Baumann und Nagelsmann "sehr gut miteinander"

"Wenn er am Ende so entscheidet, dann ändert das nichts. Wenn ich nicht dabei bin, bin ich nicht dabei. Aber dann muss er die Entscheidung treffen. Wenn ich sie selbst treffe, muss er keine mehr treffen. Und warum sollte ich es ihm so leicht machen?", sagte Baumann weiter.

Der 36-Jährige berichtete auch von seinem Gespräch mit Bundestrainer Klopp. "Es geht ja um Alter und Umbruch. Trotzdem hat er die Tür nicht zugemacht", betonte er. "Deswegen trete ich auch nicht zurück. Ich versuche hier, meine Leistung zu bringen, wie immer, und auf einem Niveau zu spielen, auf dem ich für die Nationalmannschaft infrage komme."

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Im September hatte Baumann mit deutlichen Aussagen für Aufsehen gesorgt, die nach harter Kritik ("Das im Sommer tat deutlich mehr weh, wie das gelaufen ist. Das war unfassbar - auch nicht nur aus einer Richtung tatsächlich."), an dem früheren Bundestrainer Julian Nagelsmann klangen. Nun betonte er, dass sein Verhältnis nicht zerrüttet sei.

"Ich habe überhaupt kein Problem mit Julian. Wir sind sehr gut miteinander. Wir haben auch nach der WM miteinander gesprochen", berichtet Baumann.. "Es war wirklich alles in Ordnung. Natürlich hat mir die Entscheidung weh getan und hat mich auch wütend gemacht. Und ich habe es auch nicht verstanden. Das weiß er auch alles. Und wir haben da sauber kommuniziert", zog er einen Schlussstrich. Kurz vor der WM in Nordamerika hatte Nagelsmann Manuel Neuer zurückgeholt und Baumann degradiert.

Zu seinem Bayern-Konkurrenten verlor er nur wenige Worte. "Warum muss ich denn von jemandem enttäuscht sein? Ich kann ja nur von der Situation enttäuscht sein", sagte Baumann zum Verhältnis zu Neuer.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc