Fußball

Schützenhilfe in Europa League Weghorst schießt Wolfsburg in K.-o.-Runde

c271cfc4c69f563493548f4691915618.jpg

Wout Weghorst trifft als einziger am Abend in der Ukraine.

(Foto: REUTERS)

Der VfL Wolfsburg qualifiziert sich als erster Fußball-Bundesligist für die K.-o.-Runde der Europa League. Dank eines Sieges bei Olexandrija und gleichzeitiger Schützenhilfe der anderen Klubs in Gruppe I kann das Team von Trainer Oliver Glasner international überwintern.

Mission erfüllt: Der VfL Wolfsburg darf auch im kommenden Jahr in der Europa League spielen. Dank eines Treffers von Topstürmer Wout Weghorst (45.+1) per Foulelfmeter gewannen die Wölfe verdient mit 1:0 (1:0) in Lwiw gegen PFK Olexandrija, zudem kam parallel AS St. Etienne gegen KAA Gent nicht über ein 0:0 hinaus - und so hat die Mannschaft von Oliver Glasner vorzeitig die K.-o.-Phase erreicht. Dies war das erklärte Ziel der Niedersachsen, die ziemlich viel Mühe hatten mit Olexandrija.

PFK Olexandrija - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Olexandrija: Pankiw - Paschajew, Babohlo, Dubra, Miroschnytschenko - Banada, Saporoschan, Gretschyschkin - Lutschkjewitsch (86. Saderaka), Kowalets (39. Besborodko), Schastal (55. Tretjakow). - Trainer: Scharan
Wolfsburg: Casteels - Tisserand, Bruma, Brooks - William (90.+1 Mbabu), Guilavogui, Arnold, Roussillon - Joao Victor (61. Steffen), Weghorst, Mehmedi (80. Klaus). - Trainer: Glasner
Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber (Österreich)
Tor: 0:1 Weghorst (45.+1, Foulelfmeter)
Zuschauer: 7118
Gelbe Karten: Dubra (2), Besborodko - Bruma (2), Roussillon, William (2)

"Wir sind sehr froh. Es war kein einfaches Spiel", sagte Weghorst, der Held des Abends. "Wir sind sehr, sehr glücklich. Das war ein harter Kampf für uns - aber wir haben es geschafft. Es war vor der Saison ganz klar unser Ziel, uns für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Das haben wir geschafft", sagte Kapitän Josuha Guilavogui.

"Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen. Hier einen Auswärtssieg zu holen, wird schwierig genug", hatte Glasner vor der Partie gesagt. Sein Team tat sich dann auch erst einmal schwer, obwohl Kapitän Josuha Guilavogui trotz seiner Knieprobleme von Beginn an spielen konnte. Doch im strömenden Regen hatte Wolfsburg vor nur 7118 Zuschauern lange Probleme mit den aggressiven Ukrainern - nach 19 Minuten musste Torwart Koen Casteels gegen Dimitri Schastal retten.

Weghorst mit zehntem Pflichtspieltreffer

Zwar kam Wolfsburg durch Weghorst (13.) und einen Kopfball von Marcel Tisserand (24.) auch zu Möglichkeiten, von dem beschworenen neuen Selbstvertrauen durch das 2:0 zuletzt gegen Eintracht Frankfurt nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg war beim Werksklub aber kaum etwas zu spüren. Mühsam erarbeiteten sich die Wölfe dann mehr Spielkontrolle, es fehlten in der Offensive aber die Ideen. Folgerichtig fiel der Führungstreffer durch eine Standardsituation.

Kurz vor der Halbzeit brachte Denis Bezborodko Weghorst im Strafraum zu Fall, der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und verwandelte sicher. Für den Niederländer war es bereits der zehnte Pflichtspieltreffer in dieser Saison.

Mit dem 1:0 im Rücken zeigte Wolfsburg mehr Schwung, Olexandrija musste dem hohen Anfangstempo wohl auch ein bisschen Tribut zollen. Jerome Roussillon (56.) und William (58.) kamen zu Abschlüssen, doch auf der Gegenseite präsentierte sich die Defensive der Gäste auch immer wieder wacklig. So zwang Dimitri Gretschyschkin (67.) Casteels erneut zu einer Parade.

Quelle: ntv.de, ara/sid