Fußball

"Mutwillige" Fehlentscheidungen Wütender Sponsor kündigt dem DFB

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Flyeralarm ist unter anderem Namenssponsor der Frauen-Bundesliga.

(Foto: imago images/Stefan Großmann)

Zweitliga-Schlusslicht Würzburger Kickers ist eng mit dem Unternehmen Flyeralarm verknüpft. Gründer Thorsten Fischer ist Aufsichtsratschef - und das birgt nun Probleme. Denn Flyeralarm ist auch ein wichtiger Sponsor des DFB. Oder war? Es geht um "mutwillige" Fehlentscheidungen der Schiedsrichter.

Wegen vermeintlicher Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern beendet ein wichtiger Sponsor (Flyeralarm) nach sieben Jahren sein Engagement beim DFB. Das gab Gründer Thorsten Fischer, zugleich Aufsichtsratschef bei Zweitliga-Schlusslicht Würzburger Kickers, nach dem 1:1 (0:1) im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg bekannt. "Wir sind stolzer Partner und Sponsor des DFB - mit heute gewesen!", teilte er schriftlich mit.

Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar eine Szene in der 19. Minute: FCN-Innenverteidiger Lukas Mühl foulte als letzter Mann Kickers-Angreifer Ridge Munsy. Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte dem Nürnberger aber nur die Gelbe Karte (19.). Auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein.

"Nach heute elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form - mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen - sämtliche Verträge mit dem DFB. Dies betrifft mein komplettes Sponsoring für die Nationalmannschaft und den DFB", teilte Fischer mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es um Sponsorengelder von rund 4,5 Millionen Euro, die die Druckerei aus DFB-Projekten abziehen will.

Seine Firma ist unter anderem Namenssponsor der Frauen-Bundesliga - und das offiziell noch bis 2022/23. Bereits seit 2013 ist das E-Commerce-Unternehmen zudem Premium-Partner der Frauen-Nationalmannschaft. "Das Thema Frauen-Bundesliga, und das möchte ich explizit betonen, betrachten und prüfen wir separat", sagte Fischer laut einer weiteren Mitteilung. "Weil die Frauen in dieser männerlastigen Domäne DFB überhaupt nichts dafür können. Flyeralarm hat weiterhin ein großes Herz für den Frauen-Fußball."

"Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren. Seien Sie versichert, dass mir auch bewusst ist, dass unser Team nicht immer die beste Leistung abgerufen wie gezeigt hat. Aber diese krassen, ich sage mittlerweile mutwilligen Fehlentscheidungen gegen uns, lassen uns keine andere Wahl", sagte Fischer weiter. Dazu listete Fischer die elf Aktionen in der Saison auf, in denen die Unterfranken benachteiligt worden seien.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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