Sonder-Bundestag einberufen

DFB trennt sich von Frauen-Bundesliga

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Die Meisterinnen von 2026: Die Frauen des FC Bayern München. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)
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03.09.2026 | 13:21 Uhr
Die eigenständige Frauen-Bundesliga kommt. Bereits im Juni wurde über die Bedingungen abgestimmt, nun beruft der DFB einen außerordentlichen Bundestag ein, um die Änderungen zu beschließen.

Der Startschuss in die Eigenständigkeit für die neue "Frauen-DFL" rückt näher: Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt gab, hat das Präsidium des Verbandes beschlossen, für den 18. September einen Außerordentlichen Bundestag einzuberufen. Dort sollen die notwendigen Satzungsänderungen für die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga beschlossen und die vertraglichen Grundlagen für die Übertragung der Liga auf den Ligaverband FBL gebilligt werden.

Ende Juni bereits hatten die 14 Klubs der Frauen-Bundesliga auf der Mitgliederversammlung des FBL dem ausgehandelten Grundlagenvertrag mit dem DFB zugestimmt. Nun gab es auch eine Verständigung zu dem Pachtvertrag. Darin sind weitere Einzelheiten der Übertragung der höchsten deutschen Frauen-Spielklasse auf den FBL geregelt. Ab Juli 2027 soll der Ligaverband dann die Fernsehrechte selbst ausschreiben und entsprechende Verträge abschließen können. Dies gilt als ein zentraler Punkt beim Ziel, die Liga schneller voranzutreiben und ihr mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.

"Attraktivität weiter steigern"

Zu den finanziellen Gesamtvereinbarungen gehörten neben den Vergütungen für die Abstellung von Spielerinnen an die Nationalmannschaften "Leistungen des DFB für die Nachwuchsförderung, die weitere Professionalisierung des Schiedsrichterwesens und den Aufbau der künftigen Ligastrukturen", wie es in der Mitteilung hieß.

"Mit der Einigung über den Pachtvertrag haben der DFB und der FBL e.V. einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der Frauen-Bundesliga vollzogen", ließ sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf zitieren. "Wir sind überzeugt, dass die Liga auf dieser Basis ihre positive Entwicklung fortsetzen und ihre sportliche wie wirtschaftliche Attraktivität weiter steigern kann."

Ursprünglich hatten der DFB und die FBL ein Joint Venture gründen wollen. So sollte die Professionalisierung der Bundesliga vorangetrieben werden, um international nicht den Anschluss zu verpassen. Aufgrund des Streits mit dem DFB um Entscheidungsbefugnisse hatte die FBL diesem Vorhaben aber eine Absage erteilt.

Verwendete Quellen: ntv.de, lzi/sid