Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Robert Huth hat Florian Wirtz beim FC Liverpool bereits abgeschrieben. "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich das Blatt wenden soll. Er ist zweifellos ein guter Spieler mit guten Ballberührungen, aber seine körperliche Präsenz ist sein größtes Problem", sagte Huth im Podcast "In The Mixer" von All Out Football.
Wirtz habe sich seit seinem Wechsel von Bayer Leverkusen im Sommer 2025 nicht an den Fußball in der Premier League angepasst. "Seine guten Spiele basierten eher darauf, dass andere Spieler ihn in Szene setzten. [...] Auf der Position muss man etwas körperbetonter agieren. Seine Körpersprache ist auch nicht gerade überzeugend", sagte Huth.
"Bis Weihnachten", so der ehemalige Verteidiger und England-Legionär, "werden sie ihn wahrscheinlich loswerden wollen, wenn er sich nicht steigert. Denn er ist zu einem teuren Problem für Liverpool geworden. Sie haben viel Geld für ihn ausgegeben", sagte Huth.

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Huth vermisst Intensität bei Wirtz
Beim 2:2 zum Liga-Auftakt gegen Newcastle United war Wirtz am Wochenende beim Pflichtspieldebüt seines neuen Trainers Andoni Iraola nach 63 Minuten ausgewechselt worden. "Er hat mir nicht die nötige Intensität gezeigt, um zu glauben, dass er sich dieses Jahr noch verbessern wird", sagte Huth - und gab Wirtz noch einen Ratschlag: "Wenn es nicht läuft, dann sei einfach dreckig auf dem Platz, sei einfach 90 Minuten lang eine Nervensäge."
Huth steht mit seiner Kritik am früheren Leverkusen keineswegs alleine da. Schon zu Beginn der Woche hatte Ex-Liverpool-Star und TV-Experte Jamie Carragher Wirtz ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. "Ich glaube nicht, dass wir eine massive Leistungsschwäche sehen. Was wir seit einem Jahr sehen, ist wahrscheinlich das, was er ist: ein ordentlicher Fußballer."
Wirtz ist laut Carragher "kein Spieler, der 110 Millionen Pfund wert sein sollte, sondern jemand, der wahrscheinlich 50 bis 60 Millionen Pfund wert ist, so in etwa", erklärte Carragher: "Ordentlich, mit einem schönen Ballgefühl. Ich bin mir nicht sicher, was die Leute erwarten." Und: "Diese Vorstellung, dass Spieler ein Jahr brauchen, um sich in der Premier League einzuleben, halte ich für einen Mythos."

