Wie Sky vorab berichtet hatte, hat sich der FCI von Sabrina Wittmann getrennt. Der Drittligist bestätigte die Freistellung der 35-Jährigen am Donnerstagmorgen und beendet ein Kapitel: Wittmann war seit 2024 die erste und bis zu ihrem Aus die einzige Cheftrainerin im deutschen Männer-Profifußball. Geschäftsführer Harald Gärtner begründete den Schritt mit der saisonübergreifenden sportlichen Entwicklung und den Ergebnissen. Der FCI hält eine Neuausrichtung für erforderlich, um der Mannschaft neue Impulse zu geben. Die Schanzer belegen nach sieben Spieltagen mit acht Punkten den 13. Tabellenplatz, verloren zuletzt jedoch drei ihrer vier Ligapartien. Noch am Mittwochabend hatte Wittmann beim mühsamen 2:1 im Toto-Pokal gegen den Regionalligisten TSV Landsberg an der Seitenlinie gestanden. Auf persönlicher Ebene sei die Entscheidung schwergefallen, betonte Gärtner.
Wittmann war dem FC Ingolstadt seit vielen Jahren eng verbunden und arbeitete ab 2009 in unterschiedlichen Funktionen im Nachwuchsleistungszentrum. Im Mai 2024 übernahm sie zunächst interimsweise die Profimannschaft, ehe sie nach vier ungeschlagenen Partien und dem Gewinn des Bayerischen Toto-Pokals dauerhaft zur Cheftrainerin ernannt wurde. In ihren beiden vollständigen Drittliga-Spielzeiten führte sie den FCI auf die Plätze zehn und elf. Erst im März hatte der Verein den Vertrag mit der im Januar erworbenen UEFA-Pro-Lizenz-Inhaberin verlängert. Wittmann erklärte, sie hätte den gemeinsamen Weg gerne fortgesetzt, das dafür notwendige Vertrauen sei jedoch nicht mehr vorhanden. Ingolstadt sei für sie weit mehr als irgendein Verein gewesen: Beim FCI sei sie fußballerisch groß geworden und habe ihre sportliche Heimat gefunden. Wer die Nachfolge übernimmt, ist offen. Der Klub kündigte an, zeitnah über die neue Besetzung des Cheftrainerpostens zu informieren.

