Tonda Eckert hat mit seiner Arbeit beim FC Southampton das Interesse aus europäischen Topligen geweckt. Nach Sky-Informationen beschäftigen sich Vereine aus der Premier League und der Serie A mit dem 33 Jahre alten deutschen Trainer. Trotz der „Spygate“-Affäre gilt er als eines der vielversprechendsten Trainertalente. Ein Abschied von den Saints ist allerdings keineswegs beschlossen: Sowohl der Klub als auch Eckert stehen einer Verlängerung seines im Sommer 2027 auslaufenden Vertrags offen gegenüber. Trotz des Punktabzugs hat er Southampton wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen geführt. Bereits in der Saison 2025/26 erreichte er mit dem Klub das Halbfinale des FA Cups und blieb in 21 Championship-Partien einschließlich der Play-offs ungeschlagen. Seine Bilanz liegt laut Sky bei 2,04 Punkten pro Spiel. Eine Entscheidung über seine Zukunft steht noch aus.
Eckerts Aufstieg in Southampton verlief rasant. Im Juli 2025 kam er zunächst als Trainer der U21, Anfang November übernahm er die Profis auf Interimsbasis. Vier Siege aus den ersten fünf Spielen überzeugten die Verantwortlichen, ihm im Dezember dauerhaft die Verantwortung zu übertragen. Zuvor hatte er unter anderem im Nachwuchs von Bayern München und RB Leipzig gearbeitet und beim FC Genua Erfahrung als Co-Trainer in der Serie A gesammelt. Die sportlichen Erfolge in England wurden jedoch von der Ausspäh-Affäre überschattet. Southampton hatte gegnerische Trainingseinheiten beobachten lassen und Verstöße gegen die Ligaregeln eingeräumt. Der Klub wurde deshalb im Mai aus den Aufstiegs-Play-offs ausgeschlossen und erhielt für die laufende Saison einen Abzug von vier Punkten. Die Berufung gegen die Sanktionen blieb erfolglos. Unter diesen erschwerten Voraussetzungen arbeitet Eckert nun am nächsten Anlauf auf die Rückkehr in die Premier League.

