Das anstehende Spiel gegen Borussia Mönchengladbach ist für Kölns Trainer René Wagner kein Entscheidungsspiel. Nach Sky-Informationen sind die Gerüchte über eine mögliche Entlassung bei einer Niederlage „völliger Mumpitz“. Die FC-Verantwortlichen haben sich mit der aktuellen Situation befasst, sprechen dem Coach aber weiter ihr volles Vertrauen aus. Intern besteht die Überzeugung, dass Wagner die Mannschaft weiterentwickeln und die sportliche Lage verbessern kann. Eine kurzfristige Trennung steht deshalb nicht zur Diskussion. Das bedeutet nicht, dass die Verantwortlichen mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sind. Der Anspruch des Vereins, erfolgreicheren und überzeugenderen Fußball zu zeigen, wurde noch nicht erfüllt. Leistungen und Ergebnisse bleiben hinter den Vorstellungen zurück, die der FC mit seinem Kader und seiner Ausrichtung verbunden hat.
Köln möchte sich nun in der Tabelle nach oben arbeiten und den Blick nicht nur auf den Abstiegskampf richten. Wagner erhält die Gelegenheit, mit der Mannschaft an den Problemen zu arbeiten und eine stabilere Entwicklung einzuleiten. Dabei geht es neben den Resultaten um spielerische Fortschritte, Konstanz und ein klareres Auftreten. Das Duell mit Gladbach besitzt als Derby besondere Bedeutung, wird intern aber nicht als Ultimatum betrachtet. Unabhängig vom Ausgang der Partie soll Wagners Arbeit über einen längeren Zeitraum bewertet werden. Die Klubführung wird beobachten, ob sich die Mannschaft in den kommenden Monaten verbessert und den eigenen Ansprüchen annähert. Aktuell genießt der Coach die notwendige Rückendeckung. Ein akuter Rauswurf ist kein Thema, zugleich bleibt Wagner in der Verantwortung, das Vertrauen mit einer positiven Entwicklung zu bestätigen. Entscheidend wird nicht ein einzelnes Spiel sein, sondern der erkennbare Trend über mehrere Wochen.

