Der Rücktritt von Markus Krösche als Sportvorstand erschüttert Eintracht Frankfurt und setzt bei den Hessen die Suche nach einem Nachfolger in Gang. Am Sonntagmittag hatte der Klub offiziell mitgeteilt, dass der Aufsichtsrat Krösches Wunsch entsprochen und den 46-Jährigen mit sofortiger Wirkung freigestellt hat. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. Am Montagvormittag verabschiedete sich Krösche nach Sky-Informationen in einer emotionalen Ansprache von der Mannschaft. Am Abend will er sich auf der Mitgliederversammlung von den Fans verabschieden. Bemerkenswert ist eine Regelung im Zuge seiner Freistellung: Krösche soll selbst darauf bestanden haben, dass bis zum Sommer 2027 eine Ausstiegsklausel greift. Möchte ihn ein anderer Klub in diesem Zeitraum verpflichten, wären rund fünf bis sieben Millionen Euro Ablöse fällig, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wird.

Die Hintergründe zum Krösche-Aus
Die Suche nach einem neuen starken Mann für den sportlichen Bereich läuft bereits. Nach exklusiven Sky-Informationen gilt Christoph Spycher unter mehreren Kandidaten als Wunschlösung. Zwischen der Eintracht und dem 48 Jahre alten Sportvorstand des BSC Young Boys haben bereits Gespräche stattgefunden. Spycher kennt den Klub bestens: Von 2005 bis 2010 absolvierte der frühere Linksverteidiger 149 Pflichtspiele für die Hessen. Schon 2021 wollte Frankfurt den Schweizer für einen Managerposten gewinnen, damals sagte er vor allem aus familiären Gründen ab. Diesmal wird sogar ein Wechsel vor dem Wintertransferfenster diskutiert, damit der Nachfolger die Planungen für Januar übernehmen könnte. Spycher besitzt in Bern allerdings keine Ausstiegsklausel, zudem muss für ihn das Timing stimmen. Axel Hellmann übernimmt die Aufgaben des Sportvorstands nur vorübergehend. Parallel arbeitet die AC Mailand erneut an Krösches Verpflichtung. Gespräche laufen, konkrete Verhandlungen gibt es nach Sky-Informationen derzeit aber noch nicht.


