Lisandro Martínez muss nach seinem öffentlichen Rundumschlag gegen die Führung von Manchester United offenbar mit Konsequenzen rechnen. Wie „The Athletic“ berichtet, gilt eine Geldstrafe für den Innenverteidiger klubintern als unvermeidbar. Der Argentinier hatte nach der 0:2-Niederlage bei Atlético Madrid in einem Interview mit Prime Video die sportliche Entwicklung und die Arbeit der Verantwortlichen deutlich kritisiert. Dabei stellte er die Ambitionen des englischen Rekordmeisters infrage und nahm auch Uniteds Fußballdirektor Jason Wilcox ins Visier. Martínez erklärte anschließend in einem Statement, er habe aus Ärger und Frustration gesprochen, entschuldigte sich für seine Aussagen aber nicht ausdrücklich. Manchester United hat sich bislang nicht öffentlich zu einer möglichen Sanktion geäußert.
Unabhängig von einer möglichen Strafe deutet bei Martínez vieles auf einen Abschied im kommenden Sommer hin. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft zum Saisonende aus. Eine Verlängerung ist derzeit nach Sky-Infos von keiner Seite geplant. Manchester United besitzt zwar die Möglichkeit, das Arbeitspapier per Option auszudehnen, möchte davon nach aktuellem Stand aber keinen Gebrauch machen. Damit könnte der Weltmeister von 2022 den Klub nach fünf Jahren ablösefrei verlassen. Martínez war im Sommer 2022 für rund 57 Millionen Euro von Ajax Amsterdam nach Manchester gewechselt und entwickelte sich trotz mehrerer Verletzungspausen zu einem wichtigen Spieler in der Defensive. Als mögliches Ziel für den nächsten Karriereschritt gilt Spanien. Ein Wechsel in La Liga ist für den Linksfuß eine konkrete Option, die im Hinblick auf den Sommer geprüft werden soll. Durch die jüngsten Aussagen und die erwartete Sanktion hat sich seine offene Zukunft bei United zusätzlich zugespitzt. Eine Wende bei der Vertragsfrage zeichnet sich derzeit nicht ab.

