Leon Guwara ist offiziell zurück im Kader von Energie Cottbus. Der Zweitligist hat den seit dem Sommer vereinslosen Linksverteidiger mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Angaben zur Laufzeit machte der Klub nicht. Guwaras bisheriges Arbeitspapier war am 30. Juni ausgelaufen, nachdem sich beide Seiten nicht auf eine Fortsetzung verständigt hatten. Weil der 30-Jährige keinen neuen Verein fand, hielt er sich weiterhin bei Energie fit und nahm am Mannschaftstraining teil. Nun kommt es doch zur Zusammenarbeit. Zusätzliche Dynamik erhielt die Personalie durch die muskulären Probleme von Kapitän Axel Borgmann. Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte, der Verein sei von Guwaras Qualitäten durchgehend überzeugt gewesen. Der Defensivspieler ist sofort spielberechtigt und könnte am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg zum Aufgebot gehören. Für die Lausitzer ist er eine sofort verfügbare Lösung auf der linken Abwehrseite, die Mannschaft und Abläufe bereits kennt.
Guwara war im Juli 2025 nach einem mehrwöchigen Probetraining nach Cottbus gewechselt und kam in der Aufstiegssaison auf 20 Pflichtspiele. Seine Ausbildung erhielt der in Köln geborene deutsch-gambische Außenverteidiger bei Schwarz-Weiß Köln und im Nachwuchs des 1. FC Köln, ehe er über Werder Bremen den Sprung in den Profifußball schaffte. Für Darmstadt 98 und den 1. FC Kaiserslautern sammelte er weitere Erfahrung in Deutschland. Anschließend absolvierte Guwara für den FC Utrecht und VVV-Venlo 44 Partien in der Eredivisie. Später spielte er für Jahn Regensburg und den FC Ingolstadt, zudem bestritt er fünf Länderspiele für Gambia. Seine Routine soll nun einer jungen Cottbuser Defensive mehr Stabilität verleihen. Energie hat aus den ersten sieben Zweitliga-Partien acht Punkte geholt und liegt damit im Tabellenmittelfeld. Guwara erhält nach dem Abschied somit doch noch die Chance, den Weg des Aufsteigers fortzusetzen.

