Fußball-WM 2018

Neymar übertreibt's mal wieder Eine Rolle-Rolle-Rolle der "Schande"

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Neymar hat Schmerzen - unübersehbar.

(Foto: dpa)

Er schießt ein Tor, er bereitet eins vor: Neymar ist der Mann des Spiels Brasilien gegen Mexiko. Was aber vor allem vom WM-Achtelfinale in Erinnerung bleiben wird? Die elende Show des Brasilianers.

Brasiliens Superstar Neymar jr. beweist im WM-Achtelfinale gegen Mexiko wieder einmal seine fußballerische Extraklasse. Der Offensivmann von Paris Saint-Germain trifft zum 1:0 und bereitet das 2:0 vor. Er verteilt Bälle, er ist permanent anspielbar, er dominiert das Spielgeschehen. Ein begnadeter Fußballer - mit einem fetten Makel. Denn seinen Nimbus macht er mit einer einzigen, völlig überzogenen Showeinlage zunichte.

Die Kommentare fallen entsprechend verächtlich aus: "Als hätte er bei 1000 Volt einen Finger in die Steckdose gesteckt", kommentiert Béla Réthy beim ZDF. Neymars Landsmann Ze Roberto sagt anschließend im Studio: "Er tut, als wäre der Fuß gebrochen." Und: "Das wollen die Leute auch in Brasilien nicht sehen. Dabei hat er das gar nicht nötig."

"Schlechtes Beispiel für die Kinder vor dem Fernseher"

Was war passiert? In der 71. Minute tritt Mexikos Miguel Layún dem 26-Jährigen auf den Fuß. Absichtlich, sicherlich ziemlich schmerzhaft. Doch Neymar reagiert so dermaßen über, dass man seine Schmerzen nicht ernst nehmen kann. Er greift sich ans gepeinigte Sprunggelenk, er wedelt mit den Armen, er krümmt sich, er kullert, er schreit.

Und beeinflusst damit vermutlich sogar die Entscheidung des Schiedsrichters. Gianluca Rocchi hätte Layún nach dem Foul Rot zeigen können, verzichtete dann aber auf einen Feldverweis. Neymar sagt nach dem Spiel: "Der Tritt war unsportlich." Ja, das war er. Aber das war sein Verhalten ebenfalls.

Dementsprechend echauffiert sich auch Mexikos Nationaltrainer Juan Carlos Osorio. Seine Mannschaft habe gut gespielt. "Aber leider haben wir viel Zeit verschwendet wegen eines Spielers. Es ist eine Schande für den Fußball", so Osorio. Und weiter: "Dadurch haben wir unseren Rhythmus verloren. Das ist ein schlechtes Beispiel für die ganze Welt und all die Kinder vor dem Fernseher. Es sollte nicht so viel Schauspielerei geben."

Ein Gutes hat Neymars Showeinlage dann doch: Es treibt die Kreativität in den sozialen Netzwerken an.

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Quelle: n-tv.de

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