Micah Parsons hat sich in Woche 15 der vergangenen Saison das Kreuzband gerissen und wird nicht rechtzeitig zum Start der kommenden Spielzeit in der NFL wieder fit sein. Seine Rückkehr ist jedoch absehbar, wie er nun in seinem ersten Mediengespräch seit Start des Training Camp erklärte.
"Ich denke, es ist sehr realistisch", sagte Parsons auf die Frage, ob er glaubt, in Woche 6 (19. Oktober) gegen sein Ex-Team Dallas Cowboys wieder für die Green Bay Packers auflaufen zu können. "Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber gleichzeitig müssen wir in den nächsten zehn, zwölf Wochen von jetzt an - unseren Teil dazu beitragen, es möglich zu machen", sagte Parsons in seiner ersten Medienrunde seit Beginn des Trainingslagers in der vergangenen Woche. "Es ist nicht vom Tisch, aber wir müssen die Arbeit reinstecken."
Parsons begann das Training Camp auf der PUP List (Physically Unable to Perform) und wird auf dieser auch zum Start der Saison stehen, was bedeutet, dass er die ersten vier Spiele der Saison verpassen würde. Jedoch dürfte Parsons gemäß einer Regeländerung bereits nach zwei Wochen das Training aufnehmen, wenn er dazu in der Lage ist. Bislang war dies erst nach vier Wochen möglich, wenn man die Saison auf PUP begann.
Parsons: Trainings-Comeback Ende September?
Allerdings ist es bei den Packers laut ESPN ohnehin nicht üblich, dass man Spieler trainieren lässt, die nicht mindestens neun Monate Pause nach einem Kreuzbandriss hatten. Für Parsons hieße dies, dass er wohl frühestens Ende September wieder auf dem Trainingsplatz stehen wird. Der Oktober beginnt für sie dann mit einem Heimspiel gegen den Erzrivalen Chicago Bears (Woche 5) und dem Heimspiel gegen die Cowboys in der Woche darauf.
Wie wichtig Parsons für die Packers in der vergangenen Saison war, zeigt sich durch die Bilanz des Teams mit und ohne den Edge Rusher. Mit Parsons gewannen sie neun Partien bei drei Niederlagen und einem Remis. Ohne ihn jedoch verloren sie die restlichen Spiele ihrer Saison in Gänze. Parsons, der erst kurz vor Saisonbeginn 2025 in einem spektakulären Trade von den Cowboys nach Green Bay gekommen war, brachte es in dieser Zeit auf 12,5 Sacks und führte die NFL laut "ESPN Analytics" mit 64 QB Pressures an, obwohl er die drei letzten Saisonspiele verpasste.

