Zur Überraschung von niemandem haben sich die Minnesota Vikings festgelegt: Kyler Murray ist ihr Quarterback für die neue NFL-Saison, J.J. McCarthy muss sich mit der Rolle des Backups begnügen.
Murray war seit seiner Ankunft in Minnesota der klare Favorit auf diese Rolle, nachdem McCarthy in seinen ersten zwei Jahren nie so richtig überzeugt hatte. Murray schloss sich Minnesota an, nachdem er von den Arizona Cardinals entlassen worden war. Das führt nun dazu, dass er für die Vikings zum Schnäppchen wird, denn sie müssen ihm nur das Minimalgehalt von 1,3 Millionen Dollar zahlen - die restlichen noch garantierten 35,5 Millionen Dollar seines bisherigen Vertrags übernehmen die Cardinals.
Die NFL-Topverdiener auf jeder Position
McCarthy war der zehnte Pick insgesamt im Draft 2024, verletzte sich jedoch schon in der Saisonvorbereitung am Knie und verpasste seine komplette Rookie-Saison. Als er es dann im Vorjahr tatsächlich aufs Feld schaffte, glänzte er selten und verpasste erneut sieben Spiele mit Verletzungen. Neben den beiden stehen derzeit auch weiterhin noch Carson Wentz und Max Brosmer im Kader, die beide ebenfalls Spiele im Vorjahr gestartet haben.
Murray hat "genug gezeigt"
Head Coach Kevin O'Connell erklärte am Dienstag, dass er zwar von einem offenen Wettbewerb zwischen Murray und McCarthy ausgegangen war, er jedoch immer den Plan verfolgt habe, ungefähr zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung zu treffen. Außerdem habe Murray bis hierhin bereits "genug gezeigt", um seine Ernennung zum Starter zu rechtfertigen.
"Meiner Meinung nach", sagte O’Connell, "verfügt er über die Fähigkeiten und das Potenzial - nicht nur was seine Präzision und seine Fähigkeit angeht, mit seiner Athletik Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Er hat zudem bewiesen, dass er intelligent ist, sehr hart arbeitet und viele Informationen aufnehmen und verarbeiten kann. Jetzt wollen wir ihm wirklich die Gelegenheit geben, sich nicht nur im System, sondern auch mit den anderen Spielern zunehmend wohlzufühlen."
"Der Konkurrenzkampf war das, was er war, und genau so hatte ich ihn erwartet", sagte Murray. "Ich habe nicht erwartet, dass mir der Job einfach übergeben wird oder so etwas. Ich wollte einfach hierherkommen und mich dem Wettbewerb stellen. Ich weiß es sehr zu schätzen, wie das Ganze abgelaufen ist."
Sowohl Murray als auch McCarthy sollen derweil am Samstag im ersten Spiel der Preseason gegen die New York Giants zum Einsatz kommen. Nicht ausgeschlossen, dass danach aber auch noch die anderen beiden Quarterbacks Spielpraxis bekommen.

