Der Anfang vom Ende?

Verhandlungsstopp: Buccaneers-QB vor ungewisser Zukunft

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2026 könnte Baker Mayfields letzte Saison in Tampa Bay sein. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)
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01.08.2026 | 09:30 Uhr
Quarterback Baker Mayfield will von den Tampa Bay Buccaneers einen neuen Vertrag vor dem Start des Training Camps in der NFL. Diese Deadline ist nun jedoch abgelaufen, sodass die weitere Zusammenarbeit offen ist. Zudem sickern Störgeräusche durch.

Die selbst auferlegte Deadline zum Start des Training Camps ist verstrichen. Baker Mayfield wird in diesem Sommer offenbar keinen neuen Vertrag mehr bei den Tampa Bay Buccaneers unterzeichnen und geht somit ins letzte Vertragsjahr in Nordflorida. Nun machen Meldungen die Runde, dass auf beiden Seiten der nötige Respekt gefehlt haben soll.

Eigentlich schien alles klar zwischen dem Quarterback und den Buccaneers. Die bisherige Zusammenarbeit war überwiegend von Erfolg gekrönt und hätte in diesem Sommer nahtlos in einen neuen Vertrag münden sollen. Dazu jedoch wird es vorerst nicht kommen. Mayfield selbst äußerte sich nun zur Lage: "Ich wollte, dass der Deal rechtzeitig zustande kommt, ich habe eine Deadline gesetzt und ihnen gesagt, dass es danach nur noch um Football geht. In dieser Hinsicht ist es enttäuschend - man fühlt sich ein Stück weit respektlos behandelt. Das ist wirklich der enttäuschende Teil: ich unterbewertet zu fühlen, obwohl man glaubt, sich das verdient zu haben."

Mayfield geht es primär darum, wie ein Franchise-Quarterback bezahlt zu werden. In der kommenden Saison stehen ihm abgesehen von Leistungsboni insgesamt 27 Millionen Dollar zu, von denen 17 Millionen Dollar bereits als Roster Bonus entrichtet worden sind. "Ich halte mich für einen Franchise-Quarterback. Mir wurde gesagt, ich sei ein Franchise-Quarterback. Das wurde hier von der Besitzerseite auch öffentlich so geäußert. Deshalb ist es sehr enttäuschend, dass noch kein neuer Vertrag zustande gekommen ist", legte Mayfield nach.

Mahomes wieder Topverdiener der Liga

In der Tat bewegt sich die Ligaspitze unter den Quarterbacks auf ganz anderem Gehaltsniveau. Stand jetzt geht Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs als Topverdiener in die neuen Saison, was echtes Geld betrifft. Ihm stehen in der neuen Saison 56,75 Millionen Dollar zu - mehr als das Doppelte von Mayfields Salär. Und selbst in der unter Agenten so beliebten Betrachtung nach jährlichem Durchschnittsgehalt knackt Mayfield mit seinen 33,33 Millionen Dollar nicht mal die Top 10 - Topverdiener ist auch hier Mahomes, dessen Vertragsverlängerung mehr als 63 Millionen Dollar im Schnitt wert war.

Doch Mayfields offene Worte stießen auf Seiten der Glazer-Familie, denen die Bucs gehören, nicht auf große Begeisterung. Wie Adam Schefter von ESPN berichtet, regt sich Unmut gegen den eigenen Quarterback.. "Baker ist mit ihnen unzufrieden, und sie sind nicht glücklich darüber, wie er öffentlich über die Organisation gesprochen hat. Das ist nicht ideal. " In die gleiche Kerbe schlägt derweil auch Reporter Rick Stroud von der "Tampa Bay Times": "Eines weiß ich über die Besitzer der Bucs: Sie lassen sich ebenfalls nicht gern respektlos behandeln - und Mayfield ist da vielleicht ein Stück weit über die Grenze gegangen."

Einem weiteren ESPN-Bericht zufolge sollen die Buccaneers Mayfield eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre und 100 Millionen Dollar geboten haben - ein Schnitt von 50 Millionen pro Saison würde Mayfield in die Nähe der bestbezahlten Quarterbacks bringen, obgleich keine weiteren Details zum Angebot bekannt sind. Mayfield hatte zuletzt im May 2024 für 100 Millionen Dollar über drei Jahre in Tampa verlängert, nachdem er 2023 seine Karriere mit einem Einjahresvertrag bei den Bucs wiederbelebt und seine bis dahin beste Saison in der NFL gespielt hatte.

Ohne weitere Verhandlungen kann Mayfield somit nach der kommenden Spielzeit Free Agent werden, jedoch haben die Bucs dann auch die Möglichkeit, ihn per Franchise Tag ein weiteres Jahr zu halten. Laut Prognose von "Over The Cap" würde ihm dann ein Jahresgehalt von knapp über 50 Millionen Dollar winken, allerdings nur für ein Jahr und ohne die Gelegenheit, den Markt zu testen. Für den Moment jedoch geht Mayfield in sein viertes Jahr bei den Bucs und verfolgt das klare Ziel, nach der enttäuschenden Vorsaison wieder die Playoffs zu erreichen, wie schon in seinen ersten beiden Jahren dort.

Mayfield war ursprünglich der erste Pick insgesamt im Draft 2017 von den Cleveland Browns, mit denen er 2020 sogar die Playoffs erreichte. Nach verkorkster Saison 2021 ging es für zunächst zu den Carolina Panthers, die ihn schließlich zu den Los Angeles Rams tradeten, bei denen sich Matthew Stafford verletzt hatte. Anschließend schloss er sich den Buccaneers an und fasste dort Fuß.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl