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Olympia-Gold für Finnland Niskanen triumphiert im Ski-Marathon

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Gold für Finnland: Iivo Niskanen.

(Foto: AP)

Der finnische Ski-Langläufer Iivo Niskanen gewinnt nach hartem Kampf bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Der 26-Jährige setzt sich vor den Russen Alexander Bolschunow und Andrej Larkow durch.

Wie ein Gespenst tauchte der Russe Alexander Bolschunow aus dem Nebel von Pyeongchang hinter Iivo Niskanen auf, doch mit letzter Kraft wehrte der Finne den Angriff ab: Im packenden olympischen Königsrennen über 50 Kilometer im klassischen Stil hat Finnlands Topstar Niskanen Gold geholt und damit vier Jahre nach dem skandalumwitterten Dreifach-Triumph von Sotschi einen erneuten Coup eines russischen Langstrecklers verhindert. Bester eines deutschen Quartetts war Andreas Katz auf Platz 14. Er erreichte das Ziel völlig entkräftet, musste von zwei Betreuern gestützt werden - und sich übergeben.

Niskanen hatte war fast über die Hälfte des Rennens dem Feld enteilt und setzte sich in einem harten Kampf nach 2:08:22,1 Stunden mit 18,7 Sekunden Vorsprung auf Bolschunow durch. Der verpasste es, den dreifachen Pyeongchang-Sieger, Johannes Hösflot Kläbo, als jüngsten Langlauf-Olympiasieger der Geschichte abzulösen. Kläbo hatte auch wegen "mangelnder Motivation" auf den Start verzichtet. Hinter dem 21 Jahre alten Bolschunow, der seine vierte Medaille in Südkorea gewann, holte sein Landsmann Andrej Larkow Bronze.

Die erneut erstaunlich starken Läufer russischer Herkunft - Bolschunow hat im Weltcup einen dritten Platz als bestes Ergebnis auf dem Konto - wecken unschöne Erinnerungen an die Spiele 2014 in Sotschi. Damals hatten die drei Russen Alexander Legkow, Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernoussow am Schlusstag ihrer Heimspiele im Fünfziger nach einer Machtdemonstration Gold, Silber und Bronze geholt.

Norwegens Topstar Martin Johnsrud geschlagen

Ihre Medaillen erhielten sie bei der Schlussfeier im Olympiastadion und damit auf der größtmöglichen Bühne. Legkow und Wylegschanin sind mittlerweile - wie nahezu die komplette erste Garde des nationalen Skilanglaufs - wegen des russischen Dopingskandals rund um die Spiele gesperrt worden. Auch deshalb gilt der Marathon von Sotschi als Sinnbild der riesigen Affäre um Russlands Machenschaften, die auch in Pyeongchang ihre Nachwirkungen zeigt.

Katz hatte nach einem leidenschaftlichen Kampf 5:10,2 Minuten Rückstand und kam damit noch vor dem Kasachen Alexei Poltoranin ins Ziel, der lange gemeinsam mit Niskanen an der Spitze gelegen hatte. Zweitbester Deutscher war Thomas Bing auf Platz 30 mit mehr als zehn Minuten Rückstand. Lucas Bögl kam mit einer Viertelstunde Verspätung als 46. ins Ziel. Jonas Dobler stieg aus. Dem deutschen Langlauf-Team bleibt somit nur noch eine Chance, um nicht erstmals seit 1998 ohne Medaille von Winterspielen zurückzukehren - die ist allerdings rein theoretischer Natur: Im 30-Kilometer-Rennen der Frauen wäre für Stefanie Böhler und Co, eine Platzierung unter den besten Zehn schon ein Riesenerfolg.

Schwer geschlagen wurden einige der großen Favoriten: Norwegens Topstar Martin Johnsrud Sundby wurde als bester seines Landes Fünfter und muss weiter auf eine wichtige Goldmedaille im Einzel warten. Der Schweizer Dario Cologna kam mit fast viereinhalb Minuten Rückstand auf Platz neun. Der Kanadier Alex Harvey belegte als amtierender Weltmeister - in Lahti 2017 allerdings im freien Stil - Platz vier.

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Quelle: n-tv.de, Christoph Leuchtenberg und Erik Roos, sid

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