Wirtschaft

Fußball ist Ertragsperle Adidas strebt neuem Rekord entgegen

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Adidas verbucht ein weiteres Rekordjahr.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Kein Olympia und keine Fußball-WM: Der Sportartikelhersteller Adidas legt dennoch ordentlich zu und verdient so viel wie nie zuvor. Vor allem das Weihnachtsgeschäft läuft. Und nächstes Jahr gibt es zudem wieder sportliche Großereignisse.

Der Sportartikelkonzern Adidas steuert auf ein neues Rekordjahr zu. Der Dax-Konzern werde sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die bisherigen Bestmarken übertreffen. Das Weihnachtsgeschäft sei "sehr gut gelaufen", sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Leute legen gerne Adidas-Produkte unter den Weihnachtsbaum."

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Der Konzern wachse im vierten Quartal "deutlich schneller als das Quartal zuvor, so wie wir es erwartet und angekündigt haben", erklärte der Däne, der vor mehr als drei Jahren die Führung des Unternehmens übernommen hatte. "Damit rechnen wir für das Jahr auch wieder wie geplant mit einem zweistelligen Gewinnwachstum."

Auch in Sachen Nachhaltigkeit mache das Unternehmen Fortschritte, bekräftige der Adidas-Chef. Die Kunden achteten beim Kauf zunehmend auf Ökologie. Die Zahl an Schuhen, die aus recyceltem Plastik produziert werden, werde Adidas im kommenden Jahr auf 15 bis 20 Millionen Paar von elf Millionen steigern, sagte Rorsted. Aber: "Wahr ist: Kunden sind nicht bereit, mehr zu bezahlen als für herkömmliche Produkte. Der nachhaltige Schuh muss denselben Preis haben, er muss genauso cool sein."

Im nächsten Jahr erwartet der Konzern Impulse durch die Olympischen Spiele und noch mehr durch die Fußball-Europameisterschaft. Denn das Spiel mit dem Ball bleibt für das Herzogenauracher Unternehmen weiterhin wichtig, auch wenn Rorsted Nachteile sieht. "Würden wir gefragt, fänden wir es besser, wenn der Fußball nicht alles so dominieren würde und sich das Interesse auf mehrere Sportarten verteilen würde."

Wie hoch der Anteil der Fußballartikel am Umsatz ist, wollte er nicht sagen. "Fußball ist und bleibt ein großer Teil von Adidas." In den vergangenen Jahren habe der Konzern die Investitionen in die Sportart deutlich gesteigert, man wolle sich aber auf die Top-Clubs weltweit konzentrieren.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa