Wirtschaft

Feuer an Bord eines ICE Bahn fährt wieder bei Montabaur

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Rückblick, 12. Oktober: Der mit 510 Passagieren besetzte ICE brennt auf freier Strecke.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine der wichtigsten Schnellfahrstrecken im deutschen Schienenverkehr ist wieder vollständig befahrbar: Die Bahn kehrt nach dem verheerenden ICE-Brand zum planmäßigen Betrieb zurück. "Es kommt derzeit zu keinen nennenswerten Verspätungen."

Gut einen Monat nach einem schweren ICE-Brand können die Züge auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt/Main wieder auf beiden Gleisen rollen. "Der Verkehr auf der Schnellfahrstrecke Köln - Rhein/Main ist heute Morgen planmäßig angelaufen", sagte ein Bahnsprecher. "Es kommt derzeit zu keinen nennenswerten Verspätungen."

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Ausgebrannter Zugabschnitt bei Dierdorf: Dank der zügigen Evakuierung konnten alle 510 Passagiere gerettet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Damit ist die für das deutsche Schienennetz enorm wichtige Verbindung nach etwas mehr als fünf Wochen wieder frei. In einem fahrenden ICE war am 12. Oktober nordwestlich von Montabaur in Fahrtrichtung Siegburg ein Feuer ausgebrochen. Ein zufällig mitreisender Bundespolizist entdeckte den Brand und leitete die Notbremsung auf freier Strecke ein.

Der havarierte ICE 3 kam auf dem Gebiet der Gemeinde Dierdorf zum Halten. Alle 510 Menschen an Bord wurden gerettet. Flammen schlugen aus zwei brennenden Wagen am Zugende. Fünf Personen erlitten beim Ausstieg leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte die Gleise in Fahrtrichtung auf einer Länge von rund 60 Metern. In der Gegenrichtung gab es Schäden auf 14 Metern Gleisstrecke.

Geschmolzener ICE auf dem Gleis

Nach dem Abschluss der Löscharbeiten konnte der Bahnverkehr an der betroffenen Stelle zunächst nur eingleisig wieder aufgenommen worden. Die Bergung des ausgebrannten Wracks und vor allem die Beseitigung der Schäden zog sich über Wochen. Die große Hitze des Brandes ließ Teile der Inneneinrichtung schmelzen. Die genaue Brandursache ist nach wie vor weiter unklar. In ersten Stellungnahmen war lediglich von einem nicht näher bezeichneten technischen Defekt die Rede. Die Ermittlungen dauern an.

Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und dem Rhein/Main-Gebiet zählt zu den ingenieurstechnisch aufwendigsten Bahnverbindungen Deutschlands. Die Trasse folgt über weite Strecken dem Verlauf der Autobahn A3 und verläuft dabei quer durch das bergige Gelände des Siebengebirges und des Westerwalds. Zahlreiche Brücken- und Tunnelbauwerke machen Zuggeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometer möglich. Aufgrund der Streckenführung sind die Gleise an vielen Stellen für Rettungskräfte nur schwer zugänglich.

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Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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