Wirtschaft

Drohender EU-Austritt der Briten Brexit gefährdet deutsche Arbeitsplätze

Sollte Großbritannien Ende März tatsächlich ohne Abkommen aus der EU ausscheiden, dürften die Folgen auch den deutschen Arbeitsmarkt erschüttern. Ökonomen benennen die Landkreise, die von einem "harten" Brexit am stärksten betroffen wären.

Wirtschaftswissenschaftler sehen für den Fall eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens mehr als 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), über die die "Welt am Sonntag" vorab berichtet. In der Studie werden die Auswirkungen eines solchen Ausscheidens ohne Kompromiss- und Auffanglösung bis auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland heruntergebrochen.

"Die Beschäftigungseffekte eines harten Brexits würden vor allem an den Automobilstandorten spürbar werden", zitierte das Blatt Studienautor Oliver Holtemöller. Besonders harte Einschnitte brächte ein EU-Austritt der Briten für Beschäftigte in Wolfsburg und im niederbayerischen Dingolfing-Landau, wie die Analyse ergab. An diesen Standorten stellen Volkswagen beziehungsweise BMW zusammen mit Kfz-Zulieferern die größten Arbeitgeber.

Ferner genannt wurden die Landkreise Böblingen, wo unter anderem Technologiekonzerne wie IBM und Siemens sowie Betriebe der Autoindustrie angesiedelt seien, wie es weiter heißt. Ebenfalls stark betroffen wäre demnach der Märkische Kreis im südlichen Westfalen, wo sich zahlreiche exportstarke Mittelständler befänden.

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Quelle: n-tv.de, ino/rts

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