Wirtschaft

Mit zwei Milliarden Euro Bund fördert Wasserstoff-Forschung

448970c74febc520e1b3412a9b68805e.jpg

Stark-Watzinger kündigt zwei Milliarden Euro für die Wasserstoff-Forschung an.

(Foto: IMAGO/photothek)

Wasserstoff kann fossile Energieträger ersetzen. Derzeit könnten etwa zehn Prozent der Stromversorgung in Deutschland mit der weltweit produzierten Menge getragen werden. Um die Forschung im Land massiv auszubauen, sollen in vier Jahren zwei Milliarden Euro fließen.

Die Bundesregierung will die Wasserstoff-Forschung massiv ausbauen und setzt auf internationale Kooperationen. Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger kündigte an, dass in den kommenden vier Jahren zwei Milliarden Euro in den Bereich fließen sollen. Zunächst sollten mit Australien die Beziehungen über den Bezug von Wasserstoff verstärkt werden, so die FDP-Politikerin in Berlin.

Man müsse aber auch eine "europäische Wasserstoff-Union" schaffen und in der EU die Zusammenarbeit bei dieser Zukunftstechnologie fördern, sagte sie. Wasserstoff soll etwa eine klimaneutrale Produktion in der Chemie- oder Stahlindustrie ermöglichen, dient aber auch als Speichermedium.

Man könne Wasserstoff sehr wohl auch in Europa gut produzieren, sagte Robert Schlögl, Direktor des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft. Er verwies auf die enormen Mengen an Wasserstoff, die man als Ersatz für fossile Energieträger brauche. Derzeit werde weltweit soviel Wasserstoff produziert, dass er zehn Prozent der Stromversorgung in Deutschland ersetzen könne. Deshalb müsse man überall mit dem Bau von Anlagen beginnen und in alle Richtungen forschen. Weltweit führend sei in dem Bereich eindeutig China.

Mehr zum Thema

Die Zusammenarbeit mit Australien sei sinnvoll, so Schlögl, weil dort die Produktionsbedingungen sehr gut seien und Transportkosten kaum ins Gewicht fielen. Auch deutsche Hersteller produzierten mittlerweile Schiffsmotoren, die etwa mit Ammoniak, Methan oder Wasserstoff betrieben würden. Er erwarte "in kurzer Zeit" eine Umrüstung vieler Schiffsmotoren.

Die Bundesregierung sucht vor allem unter demokratischen Ländern weltweit nach Kooperationspartnern. So hatte Kanzler Olaf Scholz in Japan gerade eine Demonstrationsanlage für die Wasserstoff-Produktion besucht.

Quelle: ntv.de, ara/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen