Wirtschaft

Verdacht auf Insiderhandel Finanzaufsicht prüft Curevac-Kurssturz

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Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac liegt nach eigenen Angaben momentan bei 47 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vergangene Woche gibt Curevac bekannt, dass der eigene Corona-Impfstoff bislang nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent aufweist. Kurz darauf bricht der Aktienkurs des Unternehmens massiv ein. Nun will die Bafin untersuchen, ob dabei alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Der Kursabsturz der Curevac-Aktie hat die Finanzaufsicht Bafin auf den Plan gerufen. Die Bafin schaue sich außergewöhnliche Kursbewegungen dahingehend an, ob möglicherweise Verdachtsmomente für Marktmissbrauch oder Marktmanipulation vorliegen, sagte ein Behördensprecher. "Ich bitte um Verständnis, dass ich mich darüber hinaus nicht zu einem konkreten Einzelfall äußere."

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Die Aktie von Curevac war nach enttäuschenden Studienergebnissen bei dem Covid-Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens am Donnerstag um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Die "Rheinische Post" hatte zuvor unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, dass die Bafin dem Verdacht nachgehe, ob jemand aus den Unternehmen Curevac oder Bayer sein Insiderwissen genutzt und rechtzeitig Aktien abgestoßen haben könnte. Bayer ist Kooperationspartner von Curevac. Eine Curevac-Sprecherin erklärte, eine Prüfung durch die Bafin sei dem Unternehmen nicht bekannt. "Wir wurden von der Bafin in Bezug auf etwaige Vorgänge nicht kontaktiert."

Curevac hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sein Covid-19-Impfstoff in der entscheidenden klinischen Studie nach vorläufigen Daten nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent gezeigt hat. Die Aktie verbuchte nach Bekanntgabe der Daten einen Rekord-Tagesverlust von rund 44 Prozent, insgesamt lag das Kursminus vergangene Woche bei mehr als 30 Prozent.

Trotz des Kurssturzes habe sich aus finanzieller Sicht im operativen Geschäft und bei der Liquidität nichts geändert, teilte Curevac-Vorstandschef Franz-Werner Haas am Freitag mit. Investor Dietmar Hopp und der Bund als Anteilseigner kündigten trotz der enttäuschenden Zahlen an, weiterhin an dem Unternehmen festhalten zu wollen. Curevac möchte in den kommenden ein bis zwei Wochen die Analyse der Daten aus der finalen Studienphase abschließen. Dabei werde sich die Wirksamkeit des Impfstoffs nochmals verändern, zeigte sich Haas überzeugt.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa

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