Wirtschaft

Hilfspaket in trockenen Tüchern Lufthansa-Aktionäre segnen Staatseinstieg ab

Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des Konzerns stimmen einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik zu und schaffen damit die Voraussetzung für das neun Milliarden Euro schwere Hilfspaket.

Das staatliche Rettungspaket für die Deutsche Lufthansa ist in trockenen Tüchern. Die außerordentliche Hauptversammlung stimmte dem neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket - bestehend aus einer Beteiligung sowie einer stillen Einlage des Bundes und einem Kredit - mit überwältigender Mehrheit von 98,04 Prozent zu. Erforderlich war eine Zweidrittelmehrheit.

Am Vorabend der Hauptversammlung hatte Großaktionär Heinz Hermann Thiele in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Zustimmung zum Paket signalisiert, nachdem er sich zuvor kritisch geäußert hatte. Mit seinem Anteil von über 15 Prozent an der Lufthansa hätte Thiele die staatliche Rettung zu Fall bringen können, weil sich nur rund 38 Prozent des Kapitals zur Hauptversammlung angemeldet hatte.

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Das Rettungspaket sieht vor, dass der Bund über den Wirtschaftsstabilisierungfonds (WSF) stille Einlagen über 5,7 Milliarden Euro bei der Lufthansa leistet. Außerdem wird der WSF über eine Kapitalerhöhung mit 20 Prozent bei der Lufthansa einsteigen. Bis zu 3 Milliarden Euro erhält der Konzern über einen Kredit.

Die EU-Kommission hat die Staatshilfe genehmigt, als Auflage muss die Lufthansa allerdings Slots an den Flughäfen München und Frankfurt abgeben. Das soll Wettbewerbsverzerrungen begrenzen.

Quelle: ntv.de, jki/DJ

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