Wirtschaft

Globaler Handel boomt Post steuert auf nächstes Rekordjahr zu

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DHL hat die "Normalisierung im Onlinehandel" mit den "globalen Logistikaktivitäten überkompensieren" können.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Normalisierung im Online-Handel, aber starkes Wachstum im weltweiten Logistik-Geschäft: Die Deutsche Post verdient im Auftaktquartal deutlich mehr. Bislang will sich der Konzern aber keine neuen Ziele setzen und bestätigte die Prognose nur.

Die Deutsche Post steuert auch nach dem Rekordjahr 2021 dank einer starken Entwicklung in der Frachtsparte weiter auf Wachstumskurs. "Im ersten Quartal ist die erwartete Normalisierung im Onlinehandel eingetreten. Diese konnten wir jedoch mit starken Ergebnissen in unseren globalen Logistikaktivitäten überkompensieren", sagte Konzernchef Frank Appel. Die Ziele für 2022 bekräftigte der Konzern.

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Der Umsatz sei von Januar bis Ende März auf Jahressicht um ein Fünftel auf 22,6 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt, teilte die Post mit. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg von 1,9 Milliarden auf 2,2 Milliarden Euro. Nach Steuern und Dritten blieb für die Aktionäre ein Gewinn von knapp 1,4 Milliarden Euro nach 1,2 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Post-Chef Appel hatte in seiner vorab verbreiteten Rede für die Hauptversammlung bereits gesagt, die Prognose für das laufende Jahr bleibe positiv. Der boomende Online-Handel und der anziehende Welthandel hatten die Deutsche Post in der Vergangenheit von Rekord zu Rekord getragen. Nun verlor zwar das Paketgeschäft an Tempo, doch konnten Express- und Frachtgeschäfte zulegen.

"Die Zahlen sind gut", sagt ein Marktteilnehemr am Morgen zum Zwischenbericht. "Sie liegen in der Breite etwa zehn Prozent über den Erwartungen." Den Ausblick habe das Haus zwar nur bestätigt. "Die Zahlen sind aber nun eine gute Basis, dass der Ausblick zumindest erreicht werden kann", sagt er und ergänzt: "Es wäre wohl auch vermessen gewesen, im derzeitigen Umfeld den Ausblick zu erhöhen."

Nach dem kräftigen Kursabschlag um etwa 40 Prozent seit Jahresbeginn und der damit verbundenen Underperformance zum Leitindex DAX sollte sich die Aktie nun erholen, wie der Marktteilnehmer meint.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ

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