Wirtschaft

Deutliches Plus Steuereinnahmen legen auch im Oktober zu

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Money, Money, Money - In Deutschland kommt immer mehr Geld in die Kassen von Bund und Ländern.

(Foto: Daniel Reinhardt)

Die deutsche Wirtschaft bleibt stabil, das spiegeln die Steuereinnahmen von Bund und Ländern deutlich wider. Erneut steigen die Einnahmen. Die Experten aus dem Finanzministerium rechnen mit einer Fortsetzung der Entwicklung, allerdings gedämpft.

Die deutschen Steuereinnahmen sind im Oktober erneut deutlich gestiegen und haben damit ihre Aufwärtsbewegung aus den Vormonaten weiter fortgesetzt. Sie legten ohne reine Gemeindesteuern im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,2 Prozent zu, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte.

Die Entwicklung sei "im Wesentlichen durch die Lohnsteuer sowie die Körperschaftsteuer angetrieben" worden, betonte das Ministerium in seinem Monatsbericht. Die Lohnsteuer habe mit 8,3 Prozent einen starken Aufkommensanstieg ausgewiesen, der vermutlich aus Lohnnachzahlungen in Verbindung mit der Umsetzung von früher vereinbarten Tariflohnerhöhungen resultiere. Bei der Körperschaftsteuer habe im Vorjahr letztmalig die Erstattung von Altkapital das Aufkommen gemindert, woraus im aktuellen Monat ein entsprechender Basiseffekt resultiert habe.

Der Bund verbuchte 8,9 Prozent mehr an Steuereinnahmen und nahm auf diesem Wege 21,4 Milliarden Euro ein. Die Länder hatten mit 21,8 Milliarden Euro gut 9,2 Prozent mehr an Steuern in den Kassen. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen im Oktober auf rund 48,7 Milliarden Euro. Im September waren die Steuereinnahmen bereits um 5,8 Prozent und im August um 4,1 Prozent gestiegen.

In den ersten zehn Monaten des Jahres legten die Steuereinnahmen insgesamt um 6,6 Prozent auf 572,1 Milliarden Euro zu und lagen damit prozentual über dem von den Steuerschätzern für das Gesamtjahr erwarteten Zuwachs von 5,6 Prozent. Der Bund verzeichnete ein Plus von 6,0 Prozent, und die Länder verbuchten eine Zunahme um 5,1 Prozent.

Für die deutsche Konjunkturentwicklung erwarteten die Ökonomen aus dem Finanzministerium eine gedämpfte Fortsetzung des Aufschwungs. Hinter dem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 Prozent im dritten Quartal hätten vor allem außenwirtschaftliche Entwicklungen gestanden. "Allgemeine weltwirtschaftliche Unsicherheiten bleiben bestehen", betonten sie. "Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung wird sich aber fortsetzen, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik."

Quelle: n-tv.de, lle/DJ

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