Donnerstag, 28. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

380er Handelsspanne: Dax testet nach unten

Langeweile ist im Donnerstagshandel am deutschen Aktienmarkt nicht aufgekommen. Der Dax startet mit deutlichen Verlusten, rutscht am Vormittag bis auf ein Tagestief von 13.310,95 Punkten. Danach hellt sich die Stimmung auf. Am Nachmittag dreht der deutsche Börsenleitindex dann ins Plus, angetrieben auch von einer überraschend deutlich im positiven Bereich gestarteten Wall Street. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax 0,3 Prozent im Plus mit 13.666 Punkten.

"Der Dax ist bis auf 13.310 abgerauscht, ein Minus von 310 Punkten. Der Test nach unten ging letzten Endes aber schief, denn was nicht runter will, will erst einmal wieder hoch", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die 13.600er Marke ist charttechnisch nun von Belang. Ob sie und die Stimmung hält? Ich weiß es nicht. Aber es war bisher der spannendste Börsentag des Jahres."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten im Dax ziehen Infineon mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent an die Spitze der Gewinner. Es folgen Münchener Rück und Heidelcement mit Aufschlägen von jeweils um die zwei Prozent. Auf der Gegenseite notieren SAP, Delivery Hero und Adidas in der Spitzengruppe der Verliererliste.

Infineon
Infineon 34,68
SAP
SAP 102,72

 

17:02 Uhr

Bankenaufseher warnen vor plötzlichem Anstieg fauler Kredite

Die Geldhäuser der Euro-Zone haben aus Sicht der Bankenwächter die Virus-Krise bislang relativ glimpflich überstanden. Die Banken zeigten Widerstandskraft, teilt die EZB-Bankenaufsicht mit. Allerdings gebe es vor allem beim Kreditrisiko Schwachstellen, neun von mehr als 110 geprüften Instituten lagen mit ihrer Kapitalausstattung unterhalb der Anforderungen von vor der Krise.

"Aufsichtliche Herausforderungen bestehen weiterhin in mehreren kritischen Bereichen", erklären die Bankenwächter. Im Zentrum stehe dabei das Risiko einer plötzlichen Zunahme der notleidenden Kredite. Da mehrere Stützungsmaßnahmen 2021 auslaufen, sehen die Kontrolleure die Gefahr, dass das Risiko von Klippeneffekten zunehmen könnte. Die Aufseher hätten gegenüber den Banken daher deutlich mehr Empfehlungen ausgesprochen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) war den Banken in der Corona-Krise mit einer Reihe von Erleichterungen entgegengekommen und hatte ihnen unter anderem erlaubt, ihre Kapitalpuffer anzugreifen. Diese müssen sie erst wieder auffüllen, nachdem die Kapitalaufzehrung durch die Corona-Krise ihren Höhepunkt erreicht hat. Die EZB ist für die Kontrolle der Großbanken im Euro-Raum zuständig. Aktuell überwacht sie 115 Institute. Bei den kleineren Banken teilen sich die EZB und die nationalen Aufseher diese Aufgabe.

16:35 Uhr

Impfstoff-Streit: Novartis bietet Unterstützung an

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will bei der Produktion von Coronavirus-Impfstoffen und -Tests helfen. "Wir sind derzeit in Gesprächen mit mehreren Unternehmen, um die Herstellung von Impfstoffen und Komponenten für Tests für Covid-19 zu unterstützen, und wir werden so bald wie möglich Einzelheiten mitteilen", erklärt der Arzneimittelhersteller. Wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen von Astrazeneca sowie Biontech und Pfizer kommen die Impfkampagnen in der Europäischen Union eher schleppend voran. Novartis hat sein Impfstoffgeschäft vor einigen Jahren an Glaxosmithkline und CSL verkauft.

Novartis
Novartis 72,64

16:13 Uhr

Gamestop und BIP beschäftigen Wall Street

Beflügelt von der US-Bilanzsaison hat die Wall Street am Donnerstag zugelegt. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 steigen je 1,2 Prozent auf 30.666 und 3.797 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,9 Prozent auf 13.381 Punkte. Am Mittwoch hatten Diskussionen um Coronavirus-Mutationen, neue Lockdowns und konzertierte Aktionen von Kleinanlegern gegen Hedgefonds noch für deutliche Verluste gesorgt.

Börsianer zeigen sich erleichtert, dass die USA trotz der zweiten Corona-Welle Ende 2020 überhaupt ein Wirtschaftswachstum geschafft haben, obschon die Erholung an Tempo verloren hat. In den Monaten Oktober bis Dezember sprang für die US-Wirtschaft, wie von Analysten erwartet, ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von aufs Jahr hochgerechnet 4,0 Prozent heraus.

Für Gesprächsstoff sorgten erneut Kurskapriolen beim Videospiele-Händler Gamestop und anderen Werten. Auch American Airlines, deren Kurs um 27 Prozent hochschossen, schienen ins Visier von Day-Tradern geraten zu sein, sagte Randy Frederick vom Handelshaus Charles Schwab. In den vergangenen Tagen hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds gezwungen, ihre Wetten auf fallende Kurse bestimmter Unternehmen aufzulösen, und ihnen schwere Verluste eingebrockt. Die Online-Broker Robinhood und Interactive reagierten mit Handelseinschränkungen für Aktien von Gamestop, Blackberry und anderen. Gamestop-Aktien fallen fünf Prozent, Blackberry geben 13 Prozent ab. Mit einem überraschend hohen Quartalsgewinn überzeugen können Mastercard, deren Aktien mehr als drei Prozent zulegen.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40
Blackberry
Blackberry 8,57

15:33 Uhr

Zweite Corona-Welle bremst US-Wachstum

Die US-Wirtschaft hat in der zweiten Corona-Welle ihr Wachstumstempo deutlich verringert. Im vierten Quartal sprang lediglich ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von aufs Jahr hochgerechnet 4,0 Prozent heraus, wie das Handelsministerium in einer ersten Schätzung mitteilt. Experten hatten für die Monate Oktober bis Dezember mit dieser Zahl gerechnet, nach einem Rekordwachstum im Sommer von annualisiert 33,4 Prozent. Zuvor war die Konjunktur beim Ausbruch der Pandemie in Frühjahr 2020 regelrecht abgestürzt.

15:17 Uhr

Commerzbank will 10.000 Stellen streichen

Wenige Wochen nach seinem Antritt setzt Commerzbank-Chef Manfred Knof zum Kahlschlag an. Die zweitgrößte deutsche Privatbank will insgesamt 10.000 Arbeitsplätze abbauen und rund jede zweite der 790 Filialen in Deutschland schließen, teilt das Institut mit. In Deutschland betreffe der Stellenabbau jeden dritten Arbeitsplatz der Bank. Das Geschäft solle mehr digitalisiert werden, und die Kosten sollen in allen Bereichen "erheblich" sinken. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat den Strategieentwurf vorgelegt. Das Kontrollgremium solle am kommenden Mittwoch darüber entscheiden.

Commerzbank
Commerzbank 5,57

14:39 Uhr

McDonald's verfehlt Gewinnschätzungen

Das Geschäft der US-Schnellrestaurantkette McDonald's hat im letzten Quartal unter den Corona-Sperren in Europa gelitten. Lockdowns in mehreren europäischen Ländern belasteten das Geschäft, während in den USA der Umsatz zulegte. Weltweit fiel der Nettogewinn um 12,4 Prozent auf 1,38 Milliarden Dollar, teilt McDonald's mit. Der Gesamtumsatz fiel um 2,1 Prozent auf 5,31 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Schätzung von 5,37 Milliarden Dollar.

McDonald's
McDonald's 173,14

14:30 Uhr

Dow verzeichnet Gewinnsprung

Der US-Chemiekonzern Dow profitiert von einer Erholung der Nachfrage und steigenden Preisen zum Jahresende. Im vierten Quartal erhöhte sich der operative Gewinn um mehr als 61 Prozent auf 607 Millionen Dollar, wie Dow mitteilt. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar und fiel damit besser aus als von Analysten erwartet.

14:11 Uhr

Samsung wirft ein Auge auf Zukäufe

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics hat seinen Gewinn im vierten Quartal um ein Viertel gesteigert und liebäugelt mit einem größeren Zukauf. "Dass unser Cash-Bestand in den vergangenen drei Jahren so deutlich gestiegen ist, lag vor allem dran, dass es keine Zukäufe gab", sagt Samsung-Finanzchef Choi Yoon-ho. "Ein Zukauf in einer bedeutenden Größe ist in den kommenden drei Jahren wahrscheinlich." Samsung kündigt zudem an, eine Sonderdividende in Höhe von umgerechnet 7,9 Milliarden Euro auszuschütten, da der Cash-flow höher als erwartet ausgefallen war.

Im vierten Quartal steigerte der weltgrößte Smartphone-Hersteller den Nettogewinn um 26 Prozent auf umgerechnet 4,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte auf 6,7 (5,3) Milliarden Euro zu. Das habe vor allem am guten Geschäft mit Speicherchips und dem Gewinn in der Display-Sparte gelegen. Dies habe unter anderem den deutlichen Anstieg der südkoreanischen Währung Won und Kosten für eine neue Chip-Produktionslinie wettgemacht. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 45,7 Milliarden Euro.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 82.000,00

13:29 Uhr

Prost! Weltgrößter Spirituosenkonzern kommt besser durch die Krise

Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo mit Marken wie Johnnie Walker oder Smirnoff hat dank der starken Nachfrage im US-Einzelhandelsgeschäft überraschend ein Umsatzplus verbucht. Die Erlöse kletterten im Zeitraum Juli bis Dezember um ein Prozent, wie Diageo mitteilte. Analysten hatten dagegen wegen der Restaurant- und Hotelschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit einem Minus von 4,6 Prozent gerechnet. Das Ergebnis schrumpfte derweil wegen höherer Betriebskosten um 13 Prozent auf 69,9 Pence je Aktie, lag damit aber ebenfalls über den Schätzungen von 67,8 Pence.

Diageo
Diageo 33,20

13:07 Uhr

Wall Street versucht Stabilisierung

Nach den kräftigen Verlusten am Vortag dürften sich die US-Börsen am Donnerstag stabilisieren. Der Termin-Kontrakt auf den Dow-Jones-Index gibt vorbörslich leicht um 0,1 Prozent nach, der auf den technologielastigen Nasdaq verliert dagegen 1,0 Prozent.

Die weiter grassierende Corona-Pandemie mit ihren ansteckenderen Mutationen und schleppend verlaufende Impf-Kampagnen sorgen bei den Anlegern zunehmend für Zweifel an eine baldige Erholung der Weltwirtschaft. Passend dazu verkündete US-Notenbankpräsident Jerome Powell am Mittwoch, dass der Weg zu einer Erholung der Wirtschaft "höchst unsicher" bleibe. Jedoch gebe es "verschiedene Elemente, die auf einen besseren Ausblick im zweiten Halbjahr" hinwiesen, so Powell weiter. Die Wirtschaft sei weit entfernt von den Zielen der Fed, doch die weitere Verbreitung von Impfungen sollte die Pandemie zum Abklingen bringen. Die US-Notenbank ließ ansonsten ihren geldpolitischen Kurs wie zuvor erwartet unverändert.

Einblicke in den Zustand der US-Wirtschaft dürften einige Konjunkturdaten im Tagesverlauf bieten. So werden vor Handelsbeginn BIP-Daten für das vierte Quartal in erster Lesung veröffentlicht. Ökonomen erwarten hier ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe wird ein Rückgang auf 875.000 gegenüber 900.000 in der Vorwoche prognostiziert. Zudem stehen der Index der Frühindikatoren für Dezember und die Neubauverkäufe, ebenfalls für Dezember, auf der Agenda.

Indessen läuft die Berichtssaison auf vollen Touren weiter. Im Blickpunkt dürften vor allem die Technologieriesen Facebook, Apple und Tesla stehen, die am Mittwochabend nach Börsenschluss Geschäftszahlen vorgelegt haben. Zudem gewähren Dow Inc, American Airlines und McDonalds noch vor der Startglocke Einblicke in ihre Geschäftszahlen. Erst nach Handelsschluss am Donnerstag folgen Mondelez und Visa. Für große Aufmerksamkeit dürfte der Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics an der Nasdaq sorgen. Als "massiv überzeichnet" hatte SAP-Chef Christian Klein das Angebot bezeichnet.

12:22 Uhr

Gute Zahlen von Leon: Anleger greifen zu

Die Geschäftszahlen von Leoni werden an der Börse positiv aufgenommen: Der Aktienkurs klettert in einem schwierigen Marktumfeld mehr als vier Prozent. Auch der Autozulieferer konnte wie viele Unternehmen aus anderen Branchen von einem sehr starken Schlussspurt im vierten Quartal berichten. Leoni übertraf sowohl beim Cashflow wie auch mit dem operativen Gewinn die Erwartungen. Nicht so schön sei indes eine Erhöhung der Rückstellungen wegen Unsicherheiten um die weitere Entwicklung in der Pandemie. Allerdings sei das Basisszenario des Vorstands die Fortsetzung der Nachfrageerholung und eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2020.

Leoni
Leoni 11,06

12:06 Uhr

Traumzahlen? Investoren blicken skeptisch auf Apple

Im europäischen Handel fallen Apple-Aktien rund vier Prozent. Damit setzt sich der nachbörsliche Wall-Street-Trend fort. "Selbst über den Erwartungen liegende Zahlen konnten den Kurs nicht stützen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Zahlen beeindrucken Investoren überhaupt nicht. Allerdings hatte der Kurs erst ein Allzeithoch markiert."

Der US-Technologieriese ist im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal zum weltgrößten Smartphone-Verkäufer aufgestiegen. Apple lieferte in dem Zeitraum 90,1 Millionen Handys aus und kam damit auf einen globalen Marktanteil von 23,4 Prozent, wie aus Daten der Marktforschungsfirma IDC hervorgeht. Apple entthronte den bisherigen Spitzenreiter Samsung Electronics, der in dem Quartal den Angaben zufolge 73,9 Millionen Geräte auslieferte.

11:33 Uhr

Tesla liefert ersten Jahresgewinn ab - neue Pläne in der Schublade

Der E-Autobauer Tesla hat im vergangenen Jahr erstmals in der Konzerngeschichte einen Jahresgewinn verbucht. Im Schlussquartal stieg der Nettogewinn auf 270 Millionen Dollar von 105 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Je Aktie verdiente Tesla auf bereinigter Basis 80 Cent. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 46 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Gewinn je Aktie von 1,02 Dollar bei Einnahmen von rund 10,5 Milliarden Dollar erwartet. Nachbörslich zeigten sich die Aktien anfällig, im europäischen Handel geben sie nun knapp sieben Prozent auf Kurse um 675 Euro nach.

 

11:20 Uhr

SAP-Tochter bei Börsengang rund 15 Milliarden wert

Die SAP-Tochter Qualtrics hat bei ihrem Börsengang in New York einem Insider zufolge Aktien für 30 Dollar das Stück verkauft. Das war mehr als die angepeilte Preisspanne, die wegen der großen Nachfrage zuletzt ohnehin bereits auf 27 bis 29 Dollar je Anteilschein erhöht worden war. Qualtrics winken somit Einnahmen von mehr als 1,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen käme auf einen Börsenwert von rund 15 Milliarden Dollar, weit mehr als die acht Milliarden Dollar, die SAP für den Software-Anbieter aus den USA auf den Tisch gelegt hatte. Qualtrics lehnte eine Stellungnahme ab.

SAP
SAP 102,72

10:31 Uhr

"Eigentlich ist es mal Zeit für eine Korrektur"

Der Dax weitet seine Startverluste im Handelsverlauf aus. Der deutsche Börsenleitindex, der bereits zur Wochenmitte 1,8 Prozent eingebüßt hatte, notiert aktuell 270 Punkte im Minus oder 2,0 Prozent bei 13.354 Zählern - und damit nahe des Tagestiefniveaus von 13.335 Punkten.

"Der Dax weitet sein Minus aus, ist bereits durch die 13.500er und die 13.400er Marke gerauscht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Selbst über den Erwartungen liegende Zahlen der US-Tech-Schwergewichte Apple und Facebook konnten die Wall Street nicht stützen. Die negativen Vorgaben lasten natürlich auch hierzulande auf der Stimmung der Anleger. Dazu kommt noch der Impfstoff-Streit", erläutert sie. "Einige Anleger scheinen nun zu denken: Eigentlich ist es mal Zeit für eine Korrektur."

10:14 Uhr

Toyota überholt Volkswagen

Der japanische Autobauer Toyota ist dank des asiatischen Marktes besser als Volkswagen durch die Corona-Krise gekommen und hat erstmals seit fünf Jahren den deutschen Rivalen von der Pole-Position verdrängt. Toyota gab bekannt, dass der weltweite Absatz im Jahr 2020 um 11,3 Prozent auf 9,528 Millionen Fahrzeuge gesunken sei. Volkswagen hatte im Vergleich einen Rückgang von 15,2 Prozent auf 9,305 Millionen Fahrzeuge verbucht. Beide Aktien verlieren in einem schwachen Marktumfeld jeweils rund ein Prozent.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08
Toyota
Toyota 61,60

 

09:53 Uhr

Varta-Höhenflug ist vorerst beendet

Der Höhenflug von Varta ist vorerst beendet. Die Aktien des Batterie-Herstellers fallen mehr als drei Prozent. In den vorangegangenen Tagen hatten sie mehr als 25 Prozent zugelegt. Börsianer hatten hierfür die Auflösung von Wetten auf einen Kursverfall verantwortlich gemacht.

Varta AG
Varta AG 114,00

09:16 Uhr

Trübe Stimmung lässt Ölpreise fallen

Die Ölpreise geraten im Zuge einer allgemein trüben Stimmung an den Finanzmärkten unter Druck. Der Rückgang der Ölpreise hält sich aber in Grenzen: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 55,47 US-Dollar. Das sind 34 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 31 Cent auf 52,54 Dollar.

Die Corona-Krise ist stärker in den Vordergrund gerückt. Eine nach wie vor hohe Zahl an Neuinfektionen und die Aussicht auf stärkere Beschränkungen sorgten für eine trübe Stimmung an den Märkten, die auch die Ölpreise mit nach unten zog. So bahnt sich zahlreichen Staaten eine Verschärfung der Beschränkungen im Flugverkehr an, mit der die Verbreitung bestimmter Mutanten des Coronavirus gebremst werden soll. Außerdem sind Anleger zunehmend besorgt über Verzögerungen bei Corona-Impfungen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 62,98

 

09:05 Uhr

Dax sackt Richtung 13.000

Der deutsche Aktienmarkt kann sich zum Start in den Donnerstagshandel nicht von den deutlichen Verlusten der Wochenmitte erholen. Im Gegenteil: Der Dax, der am Mittwoch bereits 1,8 Prozent eingebüßt hatte, sackt weitere 1,0 Prozent auf 13.482 Punkte ab. Damit weitet sich der Wochenverlust auf mittlerweile fast drei Prozent aus. Negative Vorgaben von Seiten der Wall Street führen Marktteilnehmer als einen Belastungsfaktor an.

"Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch ihren eingeschlagenen Kurs lediglich bestätigt. Ein weiter so reicht den Anlegern aber offenbar nicht. Gleichzeitig belastet auch der Impfstoff-Streit zwischen Astrazeneca und der EU weiterhin", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Marke von 13.500 Zählern kann der Dax momentan nicht halten. Das birgt weiteres Abwärtspotenzial Richtung 13.000."

08:45 Uhr

Curevac drückt eigenen Aktienkurs

Das Biotech-Unternehmen Curevac will mit seiner angekündigten Kapitalerhöhung bis zu 517,5 Millionen Dollar für die Entwicklung seines Corona-Impfstoffs einsammeln. Curevac legt den Preis für die bis zu 5,75 Millionen neuen Aktien auf 90 Dollar fest. Das ist ein Abschlag von knapp fünf Prozent zum Schlusskurs der Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq vom Mittwoch. Der Kurs war bereits unter Druck gekommen, nachdem Curevac die Kapitalerhöhung vergangene Woche angekündigt hatte.

CureVac
CureVac 77,52

Mit dem frischen Geld soll dem Prospekt zufolge die dritte und entscheidende Phase der Zulassungsstudien für den mRNA-basierten Impfstoff CVnCoV finanziert werden. Curevac ist von der Zulassung nach früheren Angaben noch einige Monate entfernt. Zudem will Curevac die eigene Impfstoff-Produktion ausbauen, sodass schon vor der Zulassung die ersten Dosen hergestellt werden können. Für die Vermarktung hat sich das Unternehmen kürzlich mit dem Pharma-Riesen Bayer verbündet.

Die Aktienemission - die erste seit dem Börsengang im August - soll bis Montag abgeschlossen sein. Federführend begleitet wird sie von den Investmentbanken Bank of America, Jefferies und Evercore ISI.

08:34 Uhr

Wall Street schickt Asien-Börsen ins Minus

Kursverluste an der Wall Street machen Asien-Anleger nervös. Außerdem nährten schleppende Coronavirus-Impfungen die Furcht vor Verzögerungen bei der erwarteten Erholung der Wirtschaft. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,5 Prozent auf 28.197 Punkte. Die Börse Shanghai büßte zwei Prozent auf 3502 Zähler ein. Hier lastete Börsianern zufolge eine straffere Geldpolitik auf der Stimmung. Die chinesische Notenbank entzog dem Markt umgerechnet weitere 19 Milliarden Euro, um den Höhenflug der Aktien- und Immobilienpreise zu dämpfen. Dies trieb einen wichtigen kurzfristigen Geldmarktzins in Richtung eines Sechs-Jahres-Hochs. Unter Verkaufsdruck standen vor allem Technologiewerte. Hier drückte unter anderem ein verhaltener Ausblick von Samsung auf die Stimmung. Der Elektronik-Konzern verbuchte zwar einen Gewinnsprung, warnte aber vor steigenden Kosten. Außerdem musste er die Krone des weltweit größten Smartphone-Produzenten an Apple abgeben. Samsung verloren in Seoul 2,2 Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.452,37

08:22 Uhr

Flut an Firmenbilanzen im Blick: Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.879,33

In Erwartung einer neuen Flut von Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Abschlägen starten. Am Mittwoch hatte ihn die Furcht der Anleger vor einer verzögerten Erholung der Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen knapp zwei Prozent ins Minus auf 13.620 Punkte gedrückt. Die Entwicklung der Massen-Impfungen sowie die Diskussion um eine mögliche Verschärfung der aktuellen Pandemie-Beschränkungen verfolgen Börsianer weiter aufmerksam.

Gleiches gilt für die anstehenden Firmenbilanzen. Im Tagesverlauf öffnen unter anderem die Kreditkarten-Anbieter Mastercard und Visa sowie die Schnellrestaurant-Kette McDonalds ihre Bücher. Die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe werden Investoren auf Hinweise zum Einfluss der Pandemie auf die weltweit größte Volkswirtschaft hin abklopfen. Analysten erwarten mit 875.000 Anträgen einen geringen Rückgang. Auf dem Terminplan stehen außerdem die US-Frühindikatoren.

08:01 Uhr

Eurokurs gibt zum Dollar weiter nach - Minus am Morgen aber in Grenzen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Kurs des Euro ist zum Dollar gesunken. Im Vergleich zu den Verlusten vom Vortag hielt sich das Minus am Morgen aber in engen Grenzen. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,2096 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend noch knapp über 1,21 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2114 Dollar festgesetzt. Die starken Kursverluste zur Wochenmitte haben sich damit vorerst nicht fortgesetzt.

Am Mittwoch hatten unter anderem Aussagen von EZB-Ratsmitglied Klaas Knot belastet. Der Gouverneur der Notenbank der Niederlande hatte in einem Interview deutlich gemacht, dass die EZB über Instrumente verfüge, die man, falls notwendig gegen einen zu starken Kursanstieg des Euro einsetzen könnte. In den vergangenen Monaten hatte eine Dollar-Schwäche mehrfach für Auftrieb beim Euro gesorgt.

07:43 Uhr

Swatch hofft 2021 auf deutliche Erholung

Swatch
Swatch 247,60

Die Coronavirus-Krise hat den Uhrenkonzern Swatch 2020 in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich verbuchte der weltgrößte Hersteller von hochpreisigen Zeitmessern einen Verlust von 53 Millionen Franken, wie der Anbieter von Marken wie Omega, Tissot oder Glashütte mitteilte. Im Vorjahr hatte Swatch noch einen Gewinn von 748 Millionen Franken geschafft. Der Umsatz brach um 32,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken ein, weil staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zur Schließung von vielen Geschäften führten. Zudem konnte die wichtigste Kundengruppe, die Chinesen, vorübergehend nicht ins Ausland reisen und dort einkaufen.

Für das laufende Jahr rechne Swatch weltweit mit einem starken Nachholbedarf beim Kauf von Uhren und Schmuck. Der Konzern sehe deshalb gute Chancen, dass sich die Umsätze in Lokalwährungen denjenigen von 2019 annäherten. Die Margen dürften deutlich anziehen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:17 Uhr

Brexit und Corona setzen britischer Autoindustrie heftig zu

Die Coronavirus-Pandemie und der Brexit haben der britischen Automobilindustrie im vergangenen Jahr heftig zugesetzt. Die Produktion fiel im Vergleich zum Vorjahr um 29,3 Prozent, wie der Branchenverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) mitteilte. Rund 920.000 Fahrzeuge rollten 2020 im vereinigten Königreich vom Band. Das ist der niedrigste Wert seit 1984.

Der starke Rückgang gehe zum großen Teil auf die global gesunkene Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie zurück, sagte SMMT-Chef Mike Hawes bei einer Online-Pressekonferenz. Die britische Automobilbranche ist stark vom Export anhängig. Mehr als 80 Prozent der in dem Land gefertigten Autos gehen ins Ausland, über die Hälfte davon in die EU. Die Ausfuhren in EU-Mitgliedstaaten brachen um mehr als 30 Prozent ein. Ähnlich steil bergab ging es bei den Exporten in die USA. In die von der Pandemie weniger stark betroffenen Länder China, Südkorea und Taiwan wurde hingegen mehr exportiert als im Jahr davor.

06:26 Uhr

Japanische Börse folgt Wall Street ins Minus

Nikkei
Nikkei 29.452,37

Nach schwachen Vorgaben der Wall Street hat auch die Börse in Tokio schwächer tendiert. Vor allem Anleger, die zuletzt kräftig in Technologieaktien investiert hatten, nahmen Gewinne mit. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,1 Prozent tiefer bei 28.323 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,9 Prozent und lag bei 1844 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 2,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,1 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 104,34 Yen und stagnierte bei 6,4803 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8892 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,2089 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0755 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,3666 Dollar.

06:22 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht