Wirtschaft

In Cupertino läuft's Apple bricht im Weihnachtsquartal Rekorde

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Ob die Stores offen sind oder nicht: Apple wird seine Produkte los.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Krise, welche Krise? Apple feiert zum Ende des ersten Corona-Jahres das erfolgreichste Quartal seiner Firmengeschichte. Dem Konzern gelingt das, was bisher nur zwei weitere Unternehmen geschafft haben: Die Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar zu knacken.

Apple hat trotz der Corona-Krise und Ladenschließungen rund um den Globus im Weihnachtsgeschäft Umsatz wie Gewinn in bis dato nie erreichte Höhen geschraubt. Die Erlöse kletterten um 21 Prozent auf 111,4 Milliarden Dollar, teilte Apple nach Börsenschluss mit. Damit überschritt der iPhone-Konzern erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar Quartalsumsatz. Das war zuvor nur dem Supermarktriesen Walmart und dem Ölkonzern Exxon Mobil gelungen. Mit einer Marktkapitalisierung von 2,4 Billionen Dollar ist Apple das wertvollste börsennotierte US-Unternehmen.

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Alle Produktreihen und auch das Dienste-Geschäft trugen zu dem Wachstum bei. Beim Gewinn gab es in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal einen Zuwachs von 29,3 Prozent. Apple hatte zum Weihnachtsgeschäft das neue iPhone 12 auf den Markt gebracht, das erstmals für den superschnellen 5G-Mobilfunk gerüstet ist und erstmals seit Jahren wieder ein neues Design bekam. Der iPhone-Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17,2 Prozent. Das iPhone bleibt damit das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple. Seit einiger Zeit gibt Apple nicht mehr bekannt, wie viele iPhones verkauft wurden. Allerdings sagte Firmenchef Tim Cook, inzwischen seien mehr als eine Milliarde iPhones weltweit im Einsatz.

Das Geschäft mit Abo-Diensten wie Apple Music oder iCloud-Speicher brachte einen Umsatz von knapp 15,8 Milliarden Dollar ein - fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Inzwischen zählt das Unternehmen 620 Millionen Bezahlkunden und liegt damit über dem eigenen Ziel von 600 Millionen zum Jahresende.

Mit Mac-Computern erlöste Apple knapp 8,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 21 Prozent. In der Corona-Krise legen die die Notebook-Verkäufe branchenweit zu. Erst im November hatte Apple sein erstes Macbook mit selbstentwickelten Chips auf den Markt gebracht und damit die Abkehr vom langjährigen Partner Intel besiegelt. Ähnlich wie die Autobranche oder Microsoft bekam auch der Konzern aus Cupertino zuletzt Lieferengpässe zu spüren - bei Halbleitern, aber auch in anderen Bereichen.

Einen Ausschlag für das starke Wachstum war eine deutliche Verbesserung des Apple-Geschäfts in China. Dort stieg der Umsatz binnen eines Jahres um 57 Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts

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