Mittwoch, 27. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:06 Uhr

Anleger lauern auf Apple-Zahlen

In Erwartung weiterer Hinweise zur US-Geldpolitik gehen viele US-Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fallen um jeweils rund 1,5 Prozent.

"Anleger möchten mehr Informationen zur Entwicklung der Bilanzsaison sammeln und ermutigende Worte der Fed hören", sagt Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. An ihrer Geldpolitik wird die US-Notenbank wohl nicht rütteln. Daher werden Investoren die anschließenden Erläuterungen des Fed-Chefs Jerome Powell auf die Goldwaage legen. Auch wenn er sich etwas optimistischer zu den Konjunkturaussichten äußern sollte, werde er sicher klar machen, dass eine Reduzierung der Wertpapierkäufe oder gar eine Zinserhöhung auf absehbare Zeit keine Themen seien, prognostiziert Anlagestratege John Velis vom Vermögensberater BNY Mellon.

Daneben warteten Investoren gespannt auf die Geschäftszahlen von Technologiekonzernen wie Apple. Der iPhone-Hersteller werde voraussichtlich einen Rekord-Quartalsumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar bekanntgeben, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch die Pandemie wäre das ein außerordentliches Ergebnis. Der Raum für positive Überraschungen sei aber gering, da Microsoft die Latte recht hoch gelegt habe. Apple-Aktien verlieren ein knappes Prozent, bleiben aber in Schlagdistanz zu ihrem Rekordhoch. Die Bilanz wird nach Börsenschluss erwartet.

16:29 Uhr

Conti muss Bußgeld zahlen

Die Finanzaufsicht Bafin hat gegen den Autozulieferer Continental ein Bußgeld von 325.000 Euro wegen der Verletzung von Informationspflichten verhängt. Das Unternehmen habe eine Insiderinformation nicht unverzüglich bekanntgemacht, teilte die Behörde mit. Conti erklärte, man habe das Bußgeld akzeptiert. Den zugrunde liegenden Sachverhalt sehe man jedoch anders.

Anlass für das Bußgeld waren die Zahlen für das dritte Quartal 2016, die nach Ansicht der Bafin per Ad-hoc-Mitteilung hätten veröffentlicht werden müssen, da sie von den Markterwartungen abwichen. Conti hatte die Zahlen in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Den Ausblick hatte der Konzern zuvor gesenkt und dies ad-hoc mitgeteilt. "Wir halten an unserer Sicht fest, dass der Kommunikationsprozess einwandfrei nach den geltenden gesetzlichen Regelungen verlief", erklärte der Dax-Konzern aus Hannover. Dennoch werde man keinen Einspruch erheben.

15:55 Uhr

Druck aus Peking zwingt Finanz-Giganten zum Umdenken

Der Finanzdienstleister Ant Group will sich in eine Finanzholding umwandeln, die von Chinas Zentralbank beaufsichtigt wird. Das meldet die Nachrichtenagentur Dow Jones. Als Finanzholding werde das Unternehmen einer umfassenden Regulierung unterworfen sein - ähnlich jener, die für Banken gilt. Dies dürfte das Wachstum und die Rentabilität des Konzerns beeinträchtigen.

Das Unternehmen reagiere damit auf den Druck chinesischer Aufsichtsbehörden, hieß es. Diese hätten die von dem Milliardär Jack Ma kontrollierte Ant Group vor kurzem aufgefordert, in eine Finanzholding umzufirmieren, womit das Unternehmen dann strengeren Kapitalanforderungen unterworfen wäre. Daraufhin habe Ant den Behörden einen Plan zur Umstrukturierung vorgelegt.

Das Vorhaben markiert die massive Kehrtwende eines Giganten im digitalen Zahlungsverkehr, der in den vergangenen Jahren versucht hat, sein Image als Finanzdienstleister abzulegen und sich als Internet-Technologieunternehmen zu profilieren, was ihm zu hohen Bewertungen verhalf. Bevor der Börsengang im November vergangenen Jahres kurzfristig abgesagt wurde, war Ant auf dem besten Weg, mit einer Bewertung von über 300 Milliarden US-Dollar an die Börse zu gehen - eine Marktkapitalisierung, die deutlich über jenen der größten Banken der Welt liegt.

15:31 Uhr

Dax schmiert ab

Am Frankfurter Aktienmarkt geht es kräftig abwärts. Der Dax verliert 2,4 Prozent auf 13.531 Punkte. Der Hauptgrund: An der Wall Street geht es zur Eröffnung ebenfalls bergab.

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15:00 Uhr

Boeing erleidet Rekordverlust

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picture alliance/dpa/ZUMA Wire

Die Corona-Pandemie und das Flugverbot für den einstigen Verkaufsschlager 737 Max haben Boeing tief in die roten Zahlen gerissen. Der Nettoverlust lag im abgelaufenen Jahr bei 11,9 (2019: 0,6) Milliarden Dollar, wie Boeing mitteilte. Der Umsatz brach um 24 Prozent auf 58,2 Milliarden Dollar ein. Boeing verschob wegen der prekären Lage den Start seines Langstreckenflugzeugs 777X auf Ende 2023. Für die Verzögerung des 777X-Programms allein verbuchte Boeing im vierten Quartal eine Rückstellung von 6,5 Milliarden Dollar.

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14:25 Uhr

Britischer Impf-Vorsprung treibt Pfund-Kurs

Die schnellere Einführung des Impfstoffs gegen das Coronavirus in Großbritannien als in der EU sorgt für Rückenwind beim Pfund Sterling. Die Währung steigt auf ein Acht-Monats-Hoch zum Euro und notiert bei 1,1307 Euro. "Der Euro wird eindeutig durch die anhaltenden Sorgen über die Geschwindigkeit der Einführung des Impfstoffs und die Versorgung untergraben", sagte Geoffrey Yu, Stratege beim Finanzdienstleister BNY Mellon.

13:54 Uhr

Anleger blasen zum Rückzug 

Die Anleger in Europa haben vor der Sitzung der US-Notenbank Kasse gemacht. Dax und Euro Stoxx 50 geben jeweils mehr als ein Prozent auf 13.675 beziehungsweise 3545 Zähler nach. "Kurzfristig ist der Vormarsch der Aktienmärkte ein wenig ins Stocken geraten", sagt Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Mittelfristig sei der Aufwärtstrend allerdings unverändert intakt. Sorge bereiten weiterhin die Infektionszahlen beim Coronavirus. Daher warteten Anleger vor allem darauf, wie sich US-Notenbankchef Jerome Powell heute zu den Konjunkturaussichten äußern wird.

13:23 Uhr

EU-Luftfahrtbehörde hält Boeing 737 MAX für sicher

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imago images / Xinhua

Die Boeing 737 MAX darf wie erwartet auch in Europa bald wieder fliegen. Die EU-Luftsicherheitsbehörde EASA gab grünes Licht für den Flugzeugtyp des Airbus-Rivalen Boeing, der vor knapp zwei Jahren nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten aus dem Verkehr gezogen worden war.

Bevor die 737 MAX tatsächlich wieder zu Passagierflügen abheben darf, müssen allerdings noch die Piloten geschult werden, teilte die EASA mit. Das könne - auch wegen der Corona-Pandemie - noch einige Zeit dauern. Die US-Luftsicherheitsbehörde FAA hatte das Flugverbot für die Boeing 737 MAX noch im alten Jahr wieder aufgehoben.

"Wir haben jegliches Vertrauen, dass das Flugzeug sicher ist, was die Voraussetzung für unsere Genehmigung ist", sagte EASA-Chef Patrick Ky. Als Grund für die beiden Abstürze war ein Steuerungssystem ausgemacht worden, das den Piloten die Arbeit erleichtern sollte. Wenn ein Sensor ausfiel, drückte das System aber die Nase des Flugzeugs nach unten, bis die Piloten die Kontrolle verloren.

12:44 Uhr

Inpost-Aktienkurs kennt kein Halten 

Die Aktien des polnischen Paketdienstleisters Inpost sind bei ihrem Börsendebüt in Amsterdam rund 20 Prozent nach oben geschnellt. Damit wird das Unternehmen mit rund 9,5 Milliarden Euro bewertet. InPost hat vom Online-Shopping-Boom während der Pandemie profitiert. Die Firma unterhält mehr als 12.000 Paketschließfächer und ist auch in Großbritannien aktiv. Geplant ist, in Italien, Frankreich und Spanien zu expandieren. Wegen seiner internationalen Wachstumspläne habe der Konzern Amsterdam für den Börsengang gewählt, teilte das Unternehmen mit.

12:34 Uhr

Musk und Bezos streiten um Satelliten-Umlaufbahnen

Die Raumfahrtfirmen der beiden reichsten Männer der Welt streiten vor der US-Regierung um Umlaufbahnen für ihre Internet-Satelliten. Das Unternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk will von der amerikanischen Telekom-Aufsicht FCC die Erlaubnis, einiger Satelliten seiner Starlink-Flotte näher zur Erde fliegen zu lassen. Die Firma Kuiper, die dem Online-Händler Amazon von Jeff Bezos gehört und ebenfalls ein Netzwerk aus Satelliten zur Internet-Versorgung aufbauen will, ist dagegen.

Solche Streitigkeiten werden meist ohne große öffentliche Aufmerksamkeit ausgefochten, doch Musk trug den Konflikt zu Twitter. Er argumentierte, dass es nicht im öffentlichen Interesse wäre, Starlink heute zu behindern, während Amazons Satelliten-System "bestenfalls erst in einigen Jahren einsatzbereit" sein werde. Amazon konterte, dass die SpaceX-Pläne die Gefahr von Kollisionen im All erhöhen und Konkurrenten in dem Geschäft lähmen würden. "Es ist ganz klar im Interesse von SpaceX, den Wettbewerb im Keim zu ersticken, aber es ist ganz bestimmt nicht im öffentlichen Interesse", hieß es in einem Tweet von Amazon.

SpaceX will zur Internet-Versorgung rund um die Welt ein Netzwerk aus etwa 12.000 Satelliten aufbauen. Inzwischen sind mehr als 1000 davon im All. Amazons Kuiper bekam bisher eine Flotte aus gut 3200 Satelliten von der FCC gebilligt, aber noch keine gestartet.

12:20 Uhr

Dax gibt kräftig nach 

Der Dax setzt sein Auf und Ab in dieser Woche fort. Nach den starken Einbußen zum Wochenstart und den ebenso kräftigen Gewinnen gestern geht es für den deutschen Leitindex um 0,6 Prozent auf 13.788 Punkte nach unten. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verliert 0,8 Prozent auf 31.311 Zähler.

Dax
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Vor dem am Abend anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank und den Quartalszahlen der amerikanischen Börsenschwergewichte Apple, Facebook und Tesla halten sich die Anleger zurück, heißt es aus dem Handel.

Im Dax sind die Papiere des Essenslieferanten und Pandemie-Krisengewinners Delivery Hero mit einem Minus von mehr als 5 Prozent am schwächsten. Im Fokus stehen aber insbesondere Unternehmen aus der zweiten Reihe mit Quartalszahlen und Eckdaten für das letzte Jahr.

Der Medizintechniker Siemens Healthineers und der Laborausrüster Sartorius hatten im Zuge ihrer Zahlenveröffentlichung die Prognosen angehoben. Die Aktien gewinnen 2,3 beziehungsweise 0,8 Prozent. Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise hingegen verfehlte wegen eines Hackerangriffs das Umsatzziel für 2020. Der Kurs stieg zunächst, drehte dann aber ins Minus.

11:42 Uhr

Schweizer wollen weitere Anlagen für Moderna-Impfstoff in Betrieb nehmen

Der Schweizer Pharma-Auftragshersteller Lonza hat den baldigen Start von zwei weiteren Produktionslinien für den Wirkstoff des Corona-Impfstoffs des US-Biotechnologiekonzerns Moderna in Aussicht gestellt. "Wir gehen davon aus, dass wir innerhalb von ein paar Monaten Reisegeschwindigkeit erreichen werden", sagte Lonza-Chef Pierre-Alain Ruffieux. Auf einer ersten Anlage wurde die Produktion bereits aufgenommen und erste Chargen sollen diesen Monat ausgeliefert werden.

Moderna Inc.
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Auf einen Zeitplan, wann alle drei Produktionslinien ihre volle Kapazität erreichen werden, wollte sich Ruffieux nicht festlegen. Im Lonza-Werk Visp im Kanton Wallis soll pro Jahr Wirkstoff für 300 Millionen Impfdosen hergestellt werden. Der Impfstoff wird dann von der spanischen Laboratorios Farmaceuticos ROVI in Madrid fertiggestellt, abgefüllt und ausgeliefert.

11:01 Uhr

Spekulanten haben sich verzockt - Börsenkurse spielen verrückt 

Gerüchte über Probleme des Hedgefonds Melvin Capital treiben die Aktien von Evotec und Varta an. Evotec-Titel steigen rund sechs Prozent, Anteilsscheine von Varta legen vier Prozent zu. Zum Handelsauftakt hatte der Kurssprung zunächst bei 30 beziehungsweise 12 Prozent gelegen.

Der Markt gehe davon aus, dass der Shortseller Melvin Capital in Not geraten sei und seine Short-Positionen auflösen müsse, sagt ein Händler. Deckungskäufe von Melvin wurden bereits in den vergangenen Tagen von Aktienhändlern für Kurssprünge verantwortlich gemacht.

Melvin hat Berichten zufolge Millionen von Dollar mit seinen Wetten auf Gamestop verloren, nachdem der US-Videospielehändler seit Mitte Januar um das Siebenfache gestiegen ist.

Shortseller spekulieren auf den Verfall einer Aktie, indem sie sich diese Papiere zunächst leihen, um sie dann sofort zu verkaufen. Fällt der Kurs, können sie sich kurz vor dem Rückgabetermin billiger mit den Anteilsscheinen eindecken. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein. Steigen die Kurse hingegen, geht die Wette nicht auf und sie müssen teuer zukaufen.

Die Hintergründe zu Gamestop lesen Sie hier.

10:44 Uhr

RTL Group übertrifft Prognosen

Die Senderkette RTL Group hat im vergangenen Jahr besser abgeschnitten als erwartet. Wie die Bertelsmann-Tochter mitteilte, haben sich die TV-Werbemärkte in Europa im wichtigen vierten Quartal deutlich besser als prognostiziert entwickelt. Gleichwohl waren Umsatz und operatives Ergebnis der RTL Group im Gesamtjahr rückläufig.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) sank auf 850 Millionen Euro von 1,156 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn liege damit deutlich über dem bisherigen Ausblick von 720 Millionen Euro als auch über dem aktuellen Analystenkonsens, so RTL. Der Umsatz ging auf rund 6,0 von 6,65 Milliarden Euro zurück.

10:30 Uhr

Regierung schraubt Konjunkturprognose herunter

Die Bundesregierung rechnet mit einem schwierigeren und längeren Weg aus der coronabedingten Wirtschaftskrise. Sie schraubt die Konjunkturprognose für dieses Jahr herunter. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung werde weiter maßgeblich vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht.

Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5 Prozent rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr laut Bericht mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3 Prozent.

09:54 Uhr

Corona macht Fertiggerichte attraktiver 

Verbraucher haben in der Corona-Krise vermehrt zu Fertiggerichten gegriffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis September 2020 in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte hergestellt, knapp 50.300 Tonnen oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Homeoffice, Homeschooling sowie zeitweise geschlossene Restaurants und Kantinen trieben die Produktion in den ersten neun Monaten 2020 an.

Den größten Zuwachs gab es in dem Zeitraum bei Gemüse-Fertiggerichten, etwa Gemüseeintöpfen. Gefragt waren auch Produkte wie Tiefkühl-Pizzen oder -Baguettes.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:17 Uhr

Evotec-Aktie geht durch die Decke 

Der Hamburger Wirkstoff-Forscher Evotec hat vom US-Verteidigungsministerium einen Auftrag für Antikörper gegen die Covid-19-Erkrankung erhalten - und die Aktie geht mit einem satten Plus von 30 Prozent in den Handel.

Evotec
Evotec 32,29

Der auch andere Antikörper umfassende Auftrag habe ein Volumen von 28,6 Millionen US-Dollar (23,5 Mio Euro), teilte der Hamburger MDax-Konzern mit. Im Rahmen der Vereinbarung werde das US-Verteidigungsministerium Zugang zu Herstellungskapazitäten für sogenannte monoklonale Antikörper gegen Sars-CoV-2 sowie weitere Biologika-Herstellungskapazitäten über einen Zeitraum von sieben Jahren in einer Anlage erhalten, die demnächst in Redmond im US-Bundesstaat Washington fertiggestellt werde.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen.

Im Sommer des vergangenen Jahres hatte die US-Tochter von Evotec die Zusammenarbeit mit der US-Behörde begonnen. Bei diesem Auftrag ging es zunächst um die Auswahl monoklonaler Antikörper gegen Sars-CoV-2 sowie die Entwicklung eines effizienten Prozesses für ihre Herstellung. Evotec hatte die Tochter erst 2019 übernommen.

08:56 Uhr

Container-Boom macht Hapag-Lloyd glücklich 

Eine hohe Nachfrage nach Containertransporten und günstiger Treibstoff haben der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd im Corona-Jahr 2020 einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Weil das Unternehmen zudem seine Kosten deutlich drückte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Jahresvergleich nach vorläufigen Zahlen um etwa 60 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.

Wie Vorstandschef Rolf Habben Jansen bereits zuvor gesagt hatte, reichten die Schiffe im Herbst kaum aus, um die gewaltigen Gütermengen zu ihren Abnehmern zu transportieren. Im Gesamtjahr ging die Transportmenge den vorläufigen Zahlen zufolge zwar um 1,6 Prozent auf 11,8 Millionen Standardcontainer zurück. Doch gestiegene Transportpreise trieben den Umsatz um drei Prozent auf 12,8 Milliarden Euro nach oben.

08:25 Uhr

Ölreserven werden knapper - Preise steigen

Rohöl (Brent)
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Die Ölpreise sind nach Meldungen über einen Rückgang der US-Ölreserven gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 56,30 US-Dollar. Das sind 39 Cent mehr als am Dienstag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 38 Cent auf 52,99 Dollar. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 5,27 Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Reserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Im weiteren Handelsverlauf bleibt die Entwicklung der US-Reserven ein bestimmendes Thema am Ölmarkt. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet. Bei den offiziellen Kennzahlen rechnen Analysten mit einem Zuwachs der Reserven um 1,5 Millionen Barrel. Die Daten der Regierung in Washington werden am Markt stark beachtet. Sie können von den API-Zahlen abweichen und für neue Impulse bei den Ölpreisen sorgen.

07:52 Uhr

Dax vor Fed-Entscheid niedriger erwartet - Tech-Werte im Blick

Dax
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In Erwartung von Aussagen zur US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. "Die Fed wird voraussichtlich betonen, dass es für eine Diskussion um eine Reduzierung der Wertpapierkäufe noch zu früh ist - trotz der gestiegenen Wahrscheinlichkeit zusätzlicher staatlicher Konjunkturhilfen", sagte Analyst Lee Hardman von der Bank Mitsubishi UFJ. Entscheidend werde daher, wie sich US-Notenbankchef Jerome Powell zu den Konjunkturaussichten äußere, sagte Carsten Mumm, Chef-Analyst der Privatbank Donner & Reuschel. Er dürfe weder die konjunkturellen Risiken überbetonen noch sich zu optimistisch äußern. Denn Letzteres würde Spekulationen um ein Ende der Geldflut neue Nahrung geben.

Parallel dazu legen Apple, Facebook und Tesla ihre Geschäftszahlen vor. Apple werde die Vorhersagen voraussichtlich übertreffen, prognostizierte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Tesla müsse nach der Kurs-Explosion der vergangenen Monate hohen Erwartungen gerecht werden. Die Aktien des iPhone-Anbieters und des Elektroauto-Bauers waren zuletzt von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt. Vor diesem Hintergrund spielen Konjunkturdaten nur die zweite Geige. Auf dem Terminplan steht unter anderem der GfK-Index, der die Kauflaune der deutschen Verbraucher widerspiegelt. Experten rechnen für Februar mit einem Rückgang auf minus 7,9 Punkte von minus 7,3 Zählern im Vormonat.

07:38 Uhr

Euro hält Niveau - Warten auf US-Notenbank

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Euro verändert sich vor geldpolitischen Entscheidungen in den USA nur wenig. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2163 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,2143 Dollar festgesetzt. Am Devisenmarkt warten die Anleger auf Beschlüsse der US-Notenbank Fed, deren Veröffentlichung am Abend auf dem Programm steht. Es wird erwartet, dass die amerikanische Zentralbank ihre lockere Geldpolitik vor dem Hintergrund der Corona-Krise bestätigt. Auf der ersten Sitzung seit dem Antritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden kann die Fed nach Einschätzung von Experten abwarten, da die Regierung in Washington mit einem billionenschweren Konjunkturprogramm auf die Krise reagieren will.

Bis zu den Beschlüssen der Fed wird am Devisenmarkt mit einem eher impulsarmen Handel gerechnet. Es stehen nur vergleichsweise wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Erst am Nachmittag könnten Daten zum Auftragseingang in den USA für Kursbewegung sorgen.

07:11 Uhr

Korruptionsaffäre kostet Goldman-Chef 10 Millionen Dollar an Gehalt

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Bekommt dennoch einen Millionenbetrag ausgezahlt: David Solomon.

(Foto: REUTERS)

Goldman Sachs
Goldman Sachs 273,00

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihrem Vorstandschef David Solomon wegen der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB einen großen Teil seines Jahresgehalts abgezogen. Der Top-Manager büßt 10 Millionen Dollar (8,2 Mio Euro) seiner Bezüge für 2020 ein, wie in der Nacht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorging. Am Hungertuch nagen wird Solomon deshalb allerdings nicht, mit 17,5 Millionen Dollar fällt sein jährliches Gehaltspaket immer noch recht üppig aus.

Goldman Sachs hatte bereits angekündigt, sich Millionen von Dollar bei amtierenden und ehemaligen Führungskräften zurückzuholen, in deren Verantwortungsbereich die Verwicklung in den Skandal fiel. Der 1MDB-Fonds war 2009 zur Wirtschaftsförderung Malaysias eingerichtet worden, Ex-Regierungsmitglieder und dubiose Berater sollen jedoch - angeblich mithilfe von früheren Goldman-Mitarbeitern - den Großteil der Mittel veruntreut haben. Die Bank akzeptierte deshalb im Oktober bei einem Vergleich eine Strafe in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar.

06:38 Uhr

Hoffnungsvolle Prognose gibt Asiens Märkten Auftrieb

Nikkei
Nikkei 29.281,52

Die Hoffnung auf bessere Unternehmensergebnisse verhilft der Börse in Tokio zu Gewinnen. Analysten verwiesen auf die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds, der in diesem Jahr mit einer etwas stärkeren Erholung der Weltwirtschaft rechnet. Viele japanische Aktien reagierten stark auf die globale Konjunktur, sagte Hideyuki Ishiguro von Daiwa Securities. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Handelsverlauf 0,2 Prozent höher bei 28.596 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1854 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,6 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,70 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4605 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8862 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2158 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0779 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3730 Dollar.