Freitag, 03. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax wurschtelt sich ins Wochenende - moderates Minus

Dax
Dax 12.847,68

An den europäischen Aktienmärkten ist es heute - auf diese bewegte Zeit bezogen - relativ ruhig zugegangen. Unter der Oberfläche brodelte es aber weiter, die Ausschläge bei den Einzeltiteln sind auf beiden Seiten weiterhin hoch. Keine übermäßig große Rolle spielte der US-Arbeitsmarktbericht: Die Zahl der Beschäftigten ist zwar bereits unerwartet stark um 701.000 zurückgegangen, hieß es. Die Streuung der Prognosen war aber bereits extrem hoch. Zudem dürfte sich der jüngste explosionsartige Anstieg der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erst im April-Bericht widerspiegeln.

In Frankfurt wurschtelte sich der Dax so durch den Tag und ging um 0,5 Prozent leichter mit 9526 Punkten ins Wochenende. Der MDax gab um 0,7 Prozent auf 20.346 Zähler, der TecDax um 0,1 Prozent auf 2562 Stellen nach. Der EuroStoxx50 sank um 1,0 Prozent auf 2662 Punkte.

Gewinner im Dax waren heute Deutsche Börse mit plus 4,3 Prozent. Der Konzern profitierte er von den starken Zahlen seiner Tochter Tradegate. Stark waren auch Fresenius mit einem Plus von 3,6 Prozent. Die Analysten von Berenberg meinten, die Aktie sei "absurd billig" und rieten zum Kauf. Auf der anderen Seite stachen Adidas mit einem Minus von 4,7 Prozent heraus. Die Herzogenauracher verhandeln einem Agenturbericht zufolge wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit der Förderbank KfW über einen Kredit zwischen 1 und 2 Milliarden Euro.

17:21 Uhr

Karstadt Kaufhof will zunächst keine Staatskredite

Der neue Generalbevollmächtigte von Galeria Karstadt Kaufhof, Arndt Geiwitz, will bei der Rettung des letzten großen deutschen Warenhauskonzerns vorerst ohne staatliche Hilfskredite auskommen.

  • "Wir werden zunächst keine Mittel aus den nun mithilfe der KfW-Bank bereitgestellten Töpfen in Anspruch nehmen", sagte er der "Lebensmittel Zeitung".

Der Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof, René Benko, hatte in dieser Woche zur Unterstützung des Unternehmens noch einmal weitere 140 Millionen Euro überwiesen. Wie lange das Geld reicht, hänge davon ab, wann und in welchem Umfang die Kaufhäuser wieder öffnen dürfen, sagte Geiwitz. Das Unternehmen habe kaum Bankschulden und das Geschäftsmodell stimme. Galeria Karstadt Kaufhof hatte am Mittwoch Rettung in einem Schutzschirmverfahren gesucht.

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(Foto: dpa)

17:13 Uhr

Ölpreis und Trump-Tweet: Frank Meyer erklärt die Sachlage

Vor allem Autofahrer staunen derzeit an der Tanksäule. Der niedrige Ölpreis macht Benzin und Diesel so billig wie lange nicht mehr. Doch auf Dauer können die Preise nicht so niedrig bleiben, erklärt ntv-Börsenexperte Frank Meyer.

16:58 Uhr

LOT ist virusgeschädigt - Was passiert nun mit Condor?

Die Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor durch die polnische Airline LOT wackelt zunehmend. LOT braucht nach Angaben der Regierung in Warschau wahrscheinlich Unterstützung vom polnischen Staat. LOT arbeite an einem Rettungsplan, sagte der Minister für Staatsbeteiligungen, Jacek Sasin.

Wegen der Coronavirus-Pandemie könnte der Flugbetrieb für die nächsten Monate vollständig eingestellt werden. "LOT wird es ohne staatliche Hilfe nicht schaffen", sagte er.

16:52 Uhr

Ford-Werke bleiben länger geschlossen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Autobauer Ford setzt die Produktion in Europa wohl noch für mindestens einen Monat aus. Die europäischen Werke sollen zunächst bis zum 4. Mai geschlossen bleiben, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger". Von dem Schritt ist auch das Werk in Köln betroffen, wo der Fiesta gebaut wird.

Insgesamt 7000 Mitarbeiter mussten die Arbeit in der Fertigung und den angrenzenden Bereichen niederlegen. In Saarlouis, wo das Modell Focus gebaut wird, lassen rund 5000 Ford-Mitarbeiter die Arbeit ruhen.

16:30 Uhr

US-Dienstleister-Index erstaunlich robust

Das Wachstum in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im März verlangsamt. Angesichts der tiefen Einbrüche in weiten Teilen der US-Wirtschaft im Zuge der Pandemie zeigte sich der vom Institute for Supply Management (ISM) berechnete Einkaufsmanagerindex allerdings erstaunlich robust. Der Index fiel auf 52,5 (Vormonat: 57,3). Ökonomen hatten einen viel stärkeren Rückgang auf 45,0 und damit einen Fall unter die Wachstumsschwelle prognostiziert.

16:10 Uhr

Macht Lufthansa nun kurzen Prozess mit Germanwings?

Ein Flughafenmitarbeiter schließt die Tür einer Maschine der Fluggesellschaft Germanwings. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

(Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild)

Die Corona-Krise führt womöglich zu einem schnelleren Ende der Lufthansa-Tochtergesellschaft Germanwings als geplant. Auf den Vorwurf der Gewerkschaften, die Airline schließen zu wollen statt Kurzarbeit zu vereinbaren, sagte ein Lufthansa-Sprecher, dass es keine Vereinbarung zur Kurzarbeit gebe. Der Vorstand prüfe weitere Optionen zeitnah.

Die Gewerkschaften der Piloten und Flugbegleiter, Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo, hatten Vereinbarungen zur Kurzarbeit für die rund 1400 Beschäftigten mit der Germanwings-Geschäftsführung bereits ausgehandelt. Die Lufthansa machte davon mit Verweis auf die kritische wirtschaftliche Situation einen Rückzieher, kurz nachdem die VC die Einigung bekannt gegeben hatte. "Ohnehin wird die Zukunft der Germanwings immer fraglicher", ergänzte das Unternehmen.

15:54 Uhr

Leichte Abgaben an Wall Street nach US-Arbeitsmarktzahlen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Erneut negative Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt haben an der Wall Street für leicht fallende Kurse gesorgt. Allerdings sind in dem Bericht die zuletzt gesehenen explosionsartigen Anstiege der wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe noch nicht enthalten, denn der Berichtszeitraum des Arbeitsmarktberichts reichte nur bis zum 12. März. Damit dürfen erst im April-Bericht diese Entwicklungen sichtbar werden.

Der Dow-Jones-Index verlor kurz nach der Eröffnung 0,3 Prozent auf 21.357 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite sackten um jeweils 0,2 Prozent ab. Vor dem Wochenende könnte zudem erhöhte Zurückhaltung herrschen, zumal die kurzfristigen Entwicklungen derzeit besonders unwägbar sind. Denn weiter bestimmt die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie das Geschehen. In den USA ist mit 1169 Todesfällen die bislang weltweit höchste Zahl binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Dazu kommen weiter nicht absehbare negative Auswirkungen auf die US-Konjunktur. Durch die verhängten Ausgangsbeschränkungen wird vor allem der Konsum belastet, der ein entscheidender Faktor für US-Wirtschaft ist.

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15:44 Uhr

Ölpreis geht wieder hoch - Was bedeutet das für die Anleger?

Nach einem tiefen Sturz des Ölpreises in den letzten Wochen ging es zuletzt wieder kräftig nach oben. Können Anleger auf eine nachhaltige Erholung setzen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:35 Uhr

Onlinetrader CMC profitiert von Marktturbulenzen

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(Foto: REUTERS)

Die Finanzmarktturbulenzen und die steigende Beliebtheit der App bei Händlern lassen die Kassen beim Onlinetrader CMC Markets klingeln. Im Geschäftsjahr bis Ende März habe sich der Umsatz wohl in etwa verdoppelt auf 214 Millionen Pfund, teilte das Unternehmen mit. CMC hat sich auf Differenzgeschäfte spezialisiert, bei denen Investoren auf Kursänderungen bei Wertpapieren spekulieren können, ohne das dazu gehörende Wertpapier besitzen zu müssen.

  • "Wenn die Kunden sehen, dass die Aktien so stark einbrechen und der Ölpreis fällt und Gold sich verteuert, dann spüren sie Verwerfungen an den Märkten", sagte CMC-Chef Peter Cruddas.
  • "Wenn man zuhause sitzt und seine normale Arbeit nicht machen kann, gehen die Leute ins Internet und wollen handeln."
15:14 Uhr

Analyst: US-Arbeitslosenquote dürfte schon bei 12 Prozent liegen

Die US-Arbeitsmarktdaten für März sehen "noch harmlos aus im Vergleich zu dem, was noch vor uns liegt", sagte Analyst Thomas Gitzel von der VP Bank. "Unter Berücksichtigung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürfte die Arbeitslosenquote bereits im Bereich von 12 Prozent liegen. Das wäre dann die höchste Arbeitslosenquote seit dem Zweiten Weltkrieg."

Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe sprach von einem "Prolog zum Drama": "Die heutigen Zahlen zeigen bereits die volle Wucht, mit der der US-Arbeitsmarkt getroffen wird. Das sich ausbreitende Coronavirus stoppt den bis zuletzt robust laufenden Jobmotor jäh. Die Arbeitslosigkeit dürfte im April und Mai noch drastischer hochschnellen und bisherige Nachkriegsrekorde aus den Jahren 1982 und 2010 wohl übertreffen."

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14:44 Uhr

Stärkster monatlicher Anstieg der US-Arbeitslosenquote seit 1975

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(Foto: dpa)

Die USA verzeichnen im März den höchsten monatlichen Anstieg der Arbeitslosenquote seit 1975. Sie ging auf 4,4 Prozent hoch, Analysten hatten 3,7 Prozent erwartet. Im Februar hatte die Quote noch bei 3,5 Prozent gelegen. Die Zahl der Beschäftigten ging unerwartet stark um 701.000 zurück, veranschlagt waren 10.000. Die Daten sind allerdings etwas verzerrt, weil die Corona-Krise erst in der zweiten Monatshälfte richtig durchzuschlagen begann.

Der drastische Stellenabbau in den USA brachte die Anleger nicht aus dem Konzept. Dax und EuroStoxx50 notieren mit 9571 und 2678 Punkten auf dem Niveau unmittelbar vor Bekanntgabe der Beschäftigtenzahlen. Gleiches gilt für den Euro, der 1,0792 US-Dollar kostet.

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14:24 Uhr

Gute Nachrichten zum Model Y - Tesla-Aktie vorbörslich stark

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(Foto: AP)

Gut geht es wohl heute der Tesla-Aktie. Ihr Kurs stieg im vorbörslichen US-Geschäft um 16 Prozent auf 527,50 Dollar.

Grund seien Fortschritte bei der Produktion des Model Y, hieß es am Markt. Fertigung und Auslieferung lägen vor dem Zeitplan. Zudem erziele die Tesla-Fabrik im chinesischen Shanghai trotz Rückschlägen weiter eine Rekordproduktion.

14:18 Uhr

Kampf gegen Krise bläht Fed-Bilanz gewaltig auf

Die Bilanz der US-Notenbank hat sich infolge ihrer Maßnahmen gegen die Corona-Krise stark vergrößert. Wie aus Angaben der Federal Reserve hervorgeht, beläuft sich ihre Bilanzsumme mittlerweile auf 5,81 Billionen Dollar. Das ist ein einsamer Rekordwert. Verglichen mit einer Woche zuvor ergibt sich ein Anstieg um gut eine halbe Billion Dollar.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Besonders stark trugen dazu die Ankäufe von US-Staatsanleihen und bestimmten Hypothekenpapieren bei, die die Fed zur Stützung des Finanzsystems und der Konjunktur in ihre Bücher nimmt. Die Ausweitung der Fed-Bilanz erfolgt gegenwärtig noch schneller als zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008.

13:58 Uhr

Bloomberg: Adidas in Gesprächen über Staatskredit

Adidas verhandelt einem Agenturbericht zufolge wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit der Förderbank KfW über einen Kredit zwischen 1 und 2 Milliarden Euro. Laut Bloomberg will Adidas Staatskredite von mehr als 1 Milliarde Euro, die genaue Summe und das Timing seien aber unklar, zitiert die Agenur mehrere Insider.

Vorstandschef Kasper Rorsted hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Direkte Staatshilfe werden wir nicht benötigen, aber wir werden Kredite brauchen, wir bei Adidas wie auch die Wirtschaft insgesamt."

13:35 Uhr

Katja Dofel über einen Rettungsanker für die Lufthansa

Die Zukunft der Luftfahrtbranche ist so ungewiss wie nie, die Folgen der Corona-Krise nicht absehbar. Auch die Lufthansa gerät in Schwierigkeiten. Deutschlands größte Airline verhandelt mit der Bundesregierung über eine mögliche Staatsbeteiligung. ntv-Börsenreporterin Katja Dofel gibt einen Überblick.

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13:25 Uhr

Schwache britische Dienstleister belasten Pfund Sterling

Der Absturz des wichtigen britischen Dienstleistungssektors hat die Pfund-Anleger verschreckt. Die UK-Währung verbilligte sich um bis zu 1,1 Prozent auf 1,2260 US-Dollar und um 0,6 Prozent auf 1,1350 Euro. Grund hierfür war der Rückgang des Barometers für die Stimmung der britischen Einkaufsmanager auf 36,0 Punkte von 53,0 Zählern im Vormonat.

Wegen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus stürzte der Index für die Dienstleistungsbranche sogar auf 34,5 Punkte von 53,2 Zählern ab. Das ist das größte Minus seit Beginn der Erhebung 1996.

13:02 Uhr

Auto-Neuzulassungen mit stärkstem Einbruch seit 1990

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(Foto: imago/Frank Sorge)

Die Zahl der Neuzulassungen von Autos in Deutschland ist im März aufgrund der Corona-Krise so stark zurückgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 215.100 Fahrzeuge kamen im vergangenen Monat neu auf die Straßen und damit 38 Prozent weniger als im März des Vorjahres, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Im gesamten ersten Quartal ging die Zahl der Neuzulassungen um 20 Prozent auf 701.300 Einheiten zurück.

Auch die Produktion wurde deutlich heruntergefahren. Demnach bauten die deutschen Hersteller im März lediglich 287.900 Autos und damit 37 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Im gesamten Quartal ging die Produktion um 20 Prozent zurück. Ähnlich hoch sind die Rückgänge bei den Exporten, die im März um 32 Prozent einbrachen.

12:55 Uhr

Wall Street erwartet Abgaben - Jobmarktbericht eher im Hintergrund

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(Foto: AP)

Mit Abgaben dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Der noch vor Handelsbeginn anstehende US-Arbeitsmarktbericht für März dürfte dabei kaum für Impulse sorgen. In ihm wird sich die jüngste explosionsartige Zunahme bei den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe nämlich noch nicht widerspiegeln, weil der Berichtszeitraum nur bis zum 12. März reicht. Dennoch wird erstmals seit 2010 wieder mit einem Stellenabbau gerechnet.

Der Future auf den S&P-500 verliert aktuell 1,2 Prozent. Im Vorfeld des Wochenendes könnte sich erhöhte Zurückhaltung breitmachen, zumal die kurzfristigen Entwicklungen derzeit besonders unwägbar sind. Weiter bestimmt die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie das Geschehen. Laut den jüngsten Prognosen der US-Regierung könnten bis zu 240.000 Menschen an Covid-19 sterben.

12:44 Uhr

Unruhe auf dem Ölmarkt - Opec+ macht Videokonferenz

Die großen Öl-Förderländer (Opec+) wollen einem Medienbericht zufolge am kommenden Montag über ihre weitere Förderpolitik beraten. Dazu sei eine Video-Konferenz geplant, berichtete die russische Nachrichtenagentur Ria unter Berufung auf das aserbaidschanische Energieministerium. Es werde erwartet, dass alle Länder der Opec+ daran teilnehmen würden und dass über eine Stabilisierung der Preise am Ölmarkt diskutiert werde. Demnach geht es um eine Kürzung der täglichen Produktionsmenge von mindestens 6 Millionen Barrel. Russland will sich an dem Deal aber nur beteiligen, wenn auch die USA ihren Beitrag leisten.

Am Ölmarkt gibt es derzeit heftige Schwankungen. Auf den Preisen lastet ein Streit zwischen Saudi Arabien und Russland um die Frage von Förderkürzungen. Zudem wird die Weltwirtschaft durch die Corona-Krise ausgebremst, was die Öl-Nachfrage schmälert.

12:23 Uhr

Der Aktie von Shop Apotheke bekommt das Coronavirus gut

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Eine weitere Gewinnerin der Corona-Krise ist die Shop Apotheke. Ein Umsatzsprung und angehobene Gesamtjahresziele hievten die Aktien des Unternehmens auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch. Die Papiere des Medikamenten-Versenders stiegen gegen den Trend um bis zu 9,4 Prozent und steuerten auf einen der größten Tagesgewinne der Firmengeschichte zu. Damit ist der Kurs binnen drei Wochen um mehr als die Hälfte gestiegen.

  • "Nach einem sehr guten Jahresauftakt in den Monaten Januar und Februar führte die zusätzliche Nachfrage im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie im März zu einer weiteren Beschleunigung des Wachstums", teilte die Online-Apotheke mit.

Der Umsatz ist demnach im ersten Quartal vorläufigen Berechnungen zufolge überraschend stark um ein Drittel auf 232 Millionen Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr peile sein Unternehmen nun ein Wachstum von mindestens 20 statt rund 20 Prozent an, ergänzte Finanzchef Jasper Eenhorst.

Shop Apotheke
Shop Apotheke 83,00

12:07 Uhr

Virus trifft Ryanair hart - Flugzahl kaum erwähnenswert

Ryanair wird von der Corona-Pandemie immer schwerer getroffen. Mindestens im April und Mai dürfte die Flotte noch weitgehend am Boden bleiben, teilte der irische Billigflieger mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März) blieb Ryanair gerade noch so in der angepeilten Prognosespanne beim Jahresgewinn. Vor Sonderposten dürfte dieser zwischen 0,95 und 1,0 Milliarden Euro liegen und damit am unteren Ende des Ausblicks, hieß es auf Basis vorläufiger Zahlen.

Noch abziehen muss Ryanair jedenfalls rund 300 Millionen Euro, die wegen der Flugausfälle als Verlust bei Sicherungsgeschäften für den Kerosinpreis anfallen dürften. Im März brachen die Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahresmonat um 48 Prozent auf nur noch 5,7 Millionen Fluggäste ein. Derzeit führt Ryanair weniger als 20 Flüge täglich aus und damit nur rund ein Prozent der sonst üblichen Anzahl.

Ryanair
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11:50 Uhr

Kommt eine Stabilisierung der Märkte? Dax bleibt in Deckung

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Die Talfahrt der internationalen Börsen könnte sich Experten zufolge in der Karwoche verlangsamen. "Zwar sind weitere, abrupte Kursrückgänge nie auszuschließen, dennoch zeichnet sich die Bodenbildung an den Märkten langsam ab", sagt Michael Jensen, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Moventum. Für eine Trendwende bedürfe es aber einer Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Jensen zieht Parallelen zum Ausbruch der Lungenkrankheit Sars 2002/2003. "Zu sehen war, dass die Börsen so lange fielen, wie die Infektionszahlen stiegen. Als die Zahl der Neuinfektionen fiel, stiegen die Börsen wieder."

In Frankfurt dominierten auch kurz vor Mittag die Minuszeichen. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 9521 Punkte. Der EuroStoxx50 gab um 0,9 Prozent auf 2665 Stellen nach. An der Dax-Spitze notierten Deutsche Post mit plus 2,6 Prozent gefolgt von Fresenius mit einem Zuschlag von 1,6 Prozent. Weiter arg geprügelt wurden MTU mit minus 4,0 Prozent.

11:34 Uhr

Sandra Navidi: "Corona-Krise wird für die USA enorm schlimm"

Die Corona-Pandemie trifft die USA hart: Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, die Wirtschaft befindet sich im Sinkflug und die Arbeitslosigkeit steigt rasant an. ntv spricht mit Sandra Navidi von BeyondGlobal über die zu erwartenden Folgen der Krise für das drittgrößte Land der Welt.

11:07 Uhr

Maschinenbau mit Problemen - Corona-Hammer kommt erst noch

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutschen Maschinenbauer erwarten nach einem noch überschaubaren Rückgang der Aufträge im Februar die volle Wucht der Corona-Krise in den kommenden Monaten. Im Februar verfehlten die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau um vier Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Während die Inlands-Bestellungen um 6 Prozent gesunken seien, habe das Minus im Ausland 3 Prozent betragen.

  • "Das ist die Ruhe vor dem Sturm", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Das wirkliche Ausmaß der Folgen der Corona-Pandemie werde sich erst in den Auftragszahlen für März und den nachfolgenden Monaten zeigen.

10:46 Uhr

Arbeitgeberpräsident will Start der Wirtschaft im Mai

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Ingo Kramer

(Foto: dpa)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat sich für eine schnelle Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten nach Ende der Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen.

  • "Im Mai sollten wir nach und nach wieder loslegen können, wenn der Infektionsverlauf dieses wie erwartet zulässt", sagte Kramer dem "Tagesspiegel": "Im nächsten Jahr sollte es wieder kräftig aufwärts gehen, sofern der Lockdown jetzt nicht zu lange dauert."

Nach Kramers Einschätzung könne man die Kurzarbeit im Sommer im Wesentlichen hinter sich lassen. Dann sei auch "die Chance sehr groß, dass wir schnell an die Phase anschließen können, die wir vor dem Virus hatten". Die Krisenpolitik von Bund und Ländern sei "grundsätzlich gut und notwendig". Auch die Abstimmung der Politik mit Arbeitgebern und Gewerkschaften funktioniere "erstaunlich gut".

10:22 Uhr

Schlimme Dienstleisterindizes - Italien völlig am Boden

Mit grottigen Einkaufsmanagerdaten warten die Dienstleister in Europa auf. In Deutschland haben sie im März wegen der Pandemie einen beispiellosen Einbruch in ihrer Geschäftstätigkeit erlitten. Der PMI für den Servicebereich fiel auf 31,7 Punkte von 52,5 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut in einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Das ist der stärkste Rückgang seit Einführung der Umfrage im Juni 1997. Ab 50 Punkten wird Wachstum signalisiert.

Ganz schlimm sieht es aber in Italien aus. Das vom Coronavirus am stärksten betroffene Land Europas wies einen Einkaufsmanagerindex von 17,4 Punkten auf. Damit lag er noch unter der bereits schwachen Prognose von 22 Zählern. In Frankreich betrug der Index 27,4 Punkte, für die Eurozone wurden 26,4 Punkte ausgewiesen.

09:56 Uhr

Coronavirus lässt H&M leiden

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(Foto: dpa)

Der weltweit zweitgrößte Modehändler H&M rutscht wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal in die roten Zahlen. Die Pandemie belaste das Geschäft "sehr negativ", teilte das schwedische Unternehmen mit.

Im März, als H&M weltweit Läden schließen musste, brachen die Erlöse um 46 Prozent ein. Der Vorsteuergewinn stieg im ersten Quartal dennoch um mehr als das Doppelte auf umgerechnet 228 Millionen Euro.

09:28 Uhr

Trump-Konzern bittet Deutsche Bank um Aufschub von Kreditraten

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(Foto: imago images/MediaPunch)

Die Corona-Krise tangiert auch den US-Präsidenten: Die Familienholding von Donald Trump will wegen der Corona-Krise einem Bericht zufolge einen Aufschub von Kreditzahlungen erreichen. Die Trump Organization, in der Trumps Geschäftsimperium gebündelt ist, habe die Deutsche Bank Ende März kontaktiert, um über eine verlängerte Frist für fällige Raten zu verhandeln, meldete die "New York Times".

Die Trump Organization, die seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten von dessen Söhnen Eric und Donald Jr. geleitet wird, schuldet nach Angaben des Blattes der Deutschen Bank noch Hunderte Millionen Dollar. Die Coronavirus-Krise beschert auch dem Hotel-Imperium der Trump-Familie herbe Einbußen. Wegen der Pandemie ist der Betrieb in einer Reihe von Trump-Anlagen gestoppt oder zumindest stark eingeschränkt worden.

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09:14 Uhr

Warten auf US-Arbeitsmarktdaten - Dax taucht erst einmal ab

Dax
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Unentschlossenheit am deutschen Aktienmarkt zum Handelsstart: Der Dax ist mit einem Abschlag von 0,3 Prozent auf 9544 Punkte in den Handel gegangen. Der MDax notierte 0,1 Prozent tiefer bei 20.474 Zählern. Der TecDax kletterte um 0,4 Prozent auf 2574 Stellen. Der EuroStoxx50 verlor 0,6 Prozent auf 2672 Punkte.

Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für März wagten sich Anleger in Frankfurt nicht aus der Deckung. Die Coronavirus-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren am US-Arbeitsmarkt, allein in den vergangenen beiden Wochen beantragten zehn Millionen Menschen zum ersten Mal Unterstützung. In den für den Nachmittag erwarteten Daten dürfte die Krise noch nicht voll zu sehen sein, auch wenn die Arbeitslosenquote steigen dürfte, sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. "Die wirklich negativen Nachrichten kommen da erst in den kommenden Wochen und Monaten."

08:49 Uhr

Daimler-Betriebsrat bringt "Art Abwrackprämie" ins Gespräch

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(Foto: imago/blickwinkel)

Der Betriebsratschef von Daimler, Michael Brecht, fordert Konjunkturimpulse für die Autobranche nach der Corona-Krise. Die Politik solle sich Gedanken darüber machen, welche Kaufstimulationen sie für die Zeit nach der Krise an den Start bringen könnte, sagte Brecht der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Denkbar wäre hier eine Art Abwrackprämie für Fahrzeuge mit Schadstoffklassen, die nicht mehr zeitgemäß sind."

Zu den CO2-Vorgaben der EU müssen die Autohersteller seiner Meinung nach stehen, so Brecht. Auch Daimler-Chef Ola Källenius vertrete die Ansicht, "dass man die Krise nicht nutzen sollte, um an den CO2-Zielen zu rütteln".

08:36 Uhr

Traton meldet wieder Bestellungen in China

Traton
Traton 18,40

Der Lkw- und Bushersteller Traton sieht in der Coronavirus-Krise wieder einige Lichter am Ende des Tunnels.

  • "Es gibt Stornierungen, aber die sind bislang überschaubar", sagte Traton-Chef und VW-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler der "Wirtschaftswoche".
  • "Es gibt in China auch schon wieder Bestellungen für Scania-Lkw, die wir im Moment aber nicht bedienen können, weil wir die Produktion vorläufig stoppen mussten."

Die VW-Konzerntochter hat neben Europa auch in Südamerika die Produktion zurückgefahren und betreibt nur noch kleinere Produktionsstätten. Aber der Großteil stehe still, sagte Renschler.
Eine Produktion medizintechnischer Teile sieht Renschler bei dem Unternehmen mit den Marken MAN, Scania und der brasilianischen VW Caminhoes e Onibus nicht als Weg aus der Krise.

08:10 Uhr

Nach Trubel um Trump-Tweet: Ölpreise fallen wieder

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,07

Die Ölpreise sind wieder vom zwischenzeitlichen Hoch am Vortag zurückgefallen. Nach einem Tweet des US-Präsidenten Donald Trump war am Donnerstagnachmittag die Notierung für Rohöl aus der Nordsee um etwa 25 Prozent und die für US-Rohöl um rund 20 Prozent nach oben geschossen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni stieg kurzzeitig bis auf 36,29 US-Dollar.

Trump hatte Förderkürzungen und damit eine Einigung im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland angedeutet. Nach einem Dementi der russischen Regierung und einer ausbleibenden Bestätigung aus Riad gaben die Preise schnell wieder nach. Allerdings blieb am Morgen ein Plus im Vergleich zu den durchschnittlichen Preisen der vergangenen Tage übrig.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 39,56

Im frühen Handel lag der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bei 28,50 Dollar. Das waren 1,44 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 1,52 Dollar auf 23,80 Dollar. Kurzzeitig war der WTI-Preis am Vortag bis auf 27,39 Dollar gestiegen.

07:45 Uhr

Euro setzt Verlustserie fort

Der Kurs des Euro ist gesunken und hat damit die Kursverluste seit Beginn der Handelswoche fortgesetzt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0842 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,0906 (Mittwoch: 1,0936) Dollar festgesetzt.

Seit Montag ist der Eurokurs im Handel mit dem Dollar gesunken und rutschte auf Wochensicht um mehr als zwei Cent ab. Mittlerweile geben immer mehr Konjunkturdaten Aufschluss darüber, wie stark die Wirtschaft in der Eurozone durch die Folgen der Corona-Krise getroffen wird. Am Vormittag werden die Anleger neue Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen im Blick haben. Es wird mit einem dramatischen Einbruch gerechnet.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

07:25 Uhr

Tesla bleibt Ausblick in Corona-Krise schuldig

Der Elektroautobauer Tesla hat mit den stark gewachsenen Auslieferungszahlen zum ersten Quartal trotz Corona-Krise keinen aktualisierten Wachstumsausblick mitgeliefert. Es bleibt somit unklar, wie stark die temporäre Schließung der Produktionsstätte in Fremont, Kalifornien, die Wachstumsambitionen von CEO Elon Musk dämpft. Tesla wollte in diesem Jahr eigentlich 500.000 Autos ausliefern.

Tesla
Tesla 780,50

Im ersten Quartal legten die Auslieferungen um 40 Prozent auf 88.400 Autos zu. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 89.000 gerechnet. Im Januar hatten sie noch 106.000 prognostiziert. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um fast 18 Prozent zu.

Vor Ausbruch der Pandemie hat Musk einen steilen Anstieg der Auslieferungszahlen versprochen, wobei er vor allem auf den neuen Kompakt-SUV Model Y und das Werk in China setzte.

07:05 Uhr

Anleger warten gebannt auf US-Arbeitsmarktdaten

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich vor Bekanntwerden der US-Arbeitsmarktdaten ohne klare Richtung gezeigt. Angesichts der Entlassungswelle in den USA wegen der grassierenden Coronavirus-Epidemie warteten viele Anleger gebannt auf den US-Arbeitsmarktbericht. Experten rechnen für März mit einem Verlust von 100.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft, nachdem im Vormonat noch 273.000 Jobs geschaffen wurden.

  • In Tokio kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 17.873 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,1 Prozent auf 1331 Punkte zu.
  • In Shanghai gab der Aktienmarkt zum Wochenschluss hingegen um 0,4 Prozent nach. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen fiel um 0,3 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans konnte dagegen um 0,45 Prozent zulegen.
06:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht