Freitag, 25. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:40 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt hat am letzten Tag einer weiteren starken Börsenwoche leicht geschwächelt. Der Leitindex Dax gewinnt 0,1 Prozent auf 12.894 Punkte, während der MDax 0,2 Prozent auf 26.240 Zähler verliert. Der TecDax gibt 0,6 Prozent auf 2814 Punkte ab.  

16:33 Uhr

Steckt ein Konkurrent hinter Säureanschlag auf Innogy-Manager?

Der Innogy-Manager Bernhard Günther sollte mit der Säureattacke vor anderthalb Jahren nicht wie lange angenommen umgebracht, sondern für immer gezeichnet werden. "Ziel des Anschlags war es, ihn zu entstellen", sagte eine Sprecherin der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Teile des Gesichts des Finanzvorstands waren bei dem Säure-Anschlag verätzt worden.

Innogy
Innogy 44,70

Das Unternehmen hatte bis zu 80 000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Anonyme Hinweise führten schließlich zu dem Verdächtigen, der bei einer Ringsport-Veranstaltung in Köln festgenommen wurde.

Medienberichten zufolge hatte ein Konkurrent Günthers die Säureattacke in Auftrag gegeben, um den 52 Jahre alten Finanzvorstand des Energieunternehmens aus dem Weg zu räumen und seinen Posten einzunehmen. Dazu äußerten sich die Ermittler nicht. Sollte dies das Tatmotiv gewesen sein, schlug die Attacke fehl: Günther ist der einzige Vorstand, der nach der Übernahme der ehemaligen RWE-Tochter durch Eon im Amt blieb.

Einen politischen Hintergrund der Tat schließt die Staatsanwaltschaft aus.

16:08 Uhr

Amazon verliert an Wert

US-Anleger halten sich nach gemischten Signale von der laufenden Berichtssaison zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt 0,2 Prozent höher bei 26.859 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gibt derweil 0,1 Prozent nach auf 3008 Punkte, und der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,3 Prozent auf 8164 Punkte.

Abgesehen von einigen Ausreißern sei die Bilanzsaison insgesamt bislang ziemlich gut verlaufen, sagt Peter Cardillo, Chefökonom beim Vermögensverwalter Spartan Capital Securities.

Ein starkes Geschäft mit Chips für Datenzentren verhalf Intel zu einem Gewinn und Umsatz über Expertenerwartungen. Zudem erhöhte der US-Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Die Intel-Aktie legt 5 Prozent zu. Das hilft auch anderen Chipunternehmen wie Nvidia, Advanced Micro Devices and Micron um bis zu 2,4 Prozent nach oben.

Auf der Verliererseite geben Amazon-Aktien 3,8 Prozent nach. Der weltgrößte Online-Händler rechnet mit einem deutlich schwächeren Geschäft im wichtigen Weihnachtsquartal als Experten. Zahlreiche Brokerhäuser und Investmentbanken kappten daraufhin ihre Kursziele.

15:43 Uhr

Luxus-Firmen erholen sich von Hongkong-Rückschlag

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In Hongkong gehen Millionen Menschen bereits seit fünf Monaten auf die Straßen. Die Demonstranten fordern mehr Demokratie und kritisieren den zunehmenden Einfluss der Zentralregierung in Peking. Dabei kommt es auch zu Ausschreitungen.

REUTERS

Anleger haben erleichtert auf weniger stark als befürchtet ausgefallene Einbußen in Asien von Kering und Moncler reagiert. Luxusgüterhersteller profitieren von Hongkong als Magnet für Touristen aus ganz Asien. Angesichts der seit Monaten andauernden Proteste gegen die Regierung haben einige jedoch Filialen in der ehemaligen britischen Kronkolonie geschlossen.

Die Aktien des Gucci-Mutterkonzerns Kering klettern in Paris um knapp 10 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch.

Die Papiere des italienischen Jackenmachers Moncler gewinnen in Mailand rund 9 Prozent. Das verleiht auch anderen Branchentiteln Rückenwind: LVMH, Hermes und Christian Dior steigen um knapp zwei Prozent.

Zwar hatte sich das Umsatzwachstum von Kering im dritten Quartal erwartungsgemäß etwas verlangsamt. Der Konzern glich Einbußen in Hongkong jedoch durch verstärkte Verkäufe in anderen asiatischen Märkten aus. Auch Moncler kam glimpflicher davon als gedacht.

14:59 Uhr

Stromversorger löst Waldbrand aus

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imago images/Xinhua

Ein Waldbrand in Kalifornien lässt die Aktien des insolventen US-Stromerzeugers PG&E abstürzen. Sie geben im vorbörslichen Handel mehr als 30 Prozent nach und dürften damit auf dem niedrigsten Stand seit mindestens neun Monaten in den Handel starten.

PG & E
PG & E 6,70

Das Feuer war direkt neben einem beschädigten Hochspannungsleitungsmast des Unternehmens in Nordkalifornien ausgebrochen. 2000 Menschen mussten gestern ihre Häuser verlassen. Unklar ist, ob der Schaden am Mast oder eine defekte Leitung das Feuer verursachten.

PG&E hatte einige Stromleitungen in der Region vorsorglich abgeschaltet, weil starker Wind vorhergesagt war. Die Hochspannungsleitungen seien jedoch weiter in Betrieb gewesen, so das Unternehmen. Sie seien als robust genug für die vorhergesagten Wetterbedingungen eingestuft gewesen.

Das Unternehmen wird verantwortlich gemacht für mehrere große Waldbrände in Kalifornien, darunter auch ein Brand vom November 2018, der als "Camp Fire" bezeichnet wurde. Damals hatten Waldbrände die Kleinstadt Paradise im Norden Kaliforniens zerstört, 86 Menschen starben.

PG&E meldete schließlich im Januar Insolvenz an, weil es sich wegen der Brände Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe gegenübersah. Das Unternehmen ist der größte Versorger in den USA und versorgt mehr als sechs Millionen Haushalte im Norden Kaliforniens mit Strom und Gas.

14:45 Uhr

Brexit-Gezerre lastet auf dem Pfund

Die Brexit-Sorgen lassen die Anleger nicht los. Die Europäische Union stimmt der Brexit-Verschiebung grundsätzlich zu, nennt aber vorerst keinen neuen Termin für den Austritt Großbritanniens. Der britische Leitindex "Footsie" liegt 0,6 Prozent im Minus und damit mehr als die meisten anderen europäischen Börsen. Das Pfund verliert 0,2 Prozent auf 1,2830 Dollar.

14:27 Uhr

Notenbanker zweifelt an EZB-Kurs

Die Europäische Zentralbank muss aus Sicht von Estlands Notenbankchef Madis Müller ihre geldpolitische Strategie auf den Prüfstand stellen. "Ich glaube, in den kommenden Quartalen sollten wir mit den Diskussionen starten", sagte das EZB-Ratsmitglied auf einer Veranstaltung in Warschau. Wie lange diese dann dauerten, sei schwer zu sagen.

Die EZB steht unmittelbar vor einem Führungswechsel. Die Ära Mario Draghi endet in wenigen Tagen. Ab November übernimmt die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, das Ruder.

Es wird einige Zeit dauern, bis die EZB hier Ergebnissen kommt. Letztmalig hatte sie ihre Strategie vor 16 Jahren überarbeitet. Bislang strebt die Notenbank eine Inflation von knapp unter zwei Prozent an, was sie als optimalen Wert für die Wirtschaft und die Stabilität des Euro erachtet. Allerdings verfehlt sie dieses Ziel bereits seit Frühjahr 2013, dass sie mit einer ultra-lockeren Geldpolitik erreichen will.

13:26 Uhr

Brauerei-Gigant verschreckt Investoren

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REUTERS

Die weltweit führende Brauerei AB Inbev sagt nach einem schwachen Sommerquartal ein schwächeres Wachstum für das Gesamtjahr voraus und schickt damit ihre Aktien auf Talfahrt. Die Papiere geben mehr als zehn Prozent nach, das ist der stärkste Tagesverlust seit einem Jahr.

Der Hersteller von Budweiser, Corona und Stella Artois bekam in den drei Monaten bis Ende September die weltweite Konjunkturflaute zu spüren und rechnet nun nur noch mit einem "moderaten" Gewinnwachstum.

Im Sommer stagnierte der Betriebsgewinn bei 5,3 Milliarden Dollar, während Analysten mit einem Plus gerechnet hatten.

12:55 Uhr

Drillisch-Aktionäre ergreifen die Flucht

Ein vorläufiges Gutachten in einem Streit zwischen dem Telekomkonzern Telefonica Deutschland und 1&1 Drillisch schickt die Aktien des Mobilfunkanbieters und seiner Mutter United Internet in den Keller.

Die Papiere von Drillisch und United Internet büßen im MDax jeweils rund 20 Prozent ein. Zuvor beiden Firmen ihre Gewinnprognosen in Reaktion auf das Urteil des unabhängigen Sachverständigen gesenkt.

Auf der Gewinnerseite stehen dagegen die Papiere von Telefonica Deutschland mit einem Plus von gut vier Prozent.

Drillisch hat im Streit um Großhandelspreise mit Telefonica Deutschland einen externen Gutachter eingeschaltet - der lehnte nun den Antrag auf rückwirkende Preissenkungen ab.

Drillisch
Drillisch 24,20
United Internet
United Internet 30,20

 

 

12:07 Uhr

Tesla überholt GM als wertvollster US-Autobauer

Tesla ist an der Börse schwerer als General Motors und ist damit der wertvollste US-Autohersteller. Die Tesla-Aktien der E-Auto-Firma gingen gestern - angetrieben von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen - mit einem Kursplus von knapp 18 Prozent aus dem US-Handel. Das katapultierte Teslas Börsenwert auf 53,7 Milliarden Dollar. GM bringt es auf 51,1 Milliarden Dollar.

Bereits 2018 war Tesla zeitweise der am höchsten gehandelte US-Autohersteller gewesen, damals sogar mit einer noch deutlich höheren Bewertung. Danach gab es jedoch einige Rückschläge, und 2019 überwog bislang die Skepsis der Anleger.

Trotz des jüngsten Erfolgs liegen Teslas Aktien im bisherigen Jahresverlauf immer noch mit knapp zehn Prozent im Minus, während der Gesamtmarkt deutlich zugelegt hat.

11:31 Uhr

Gold stemmt sich gegen den Abwärtstrend

Der Goldpreis steigt auf den höchsten Stand seit etwa zwei Wochen. Mit 1504 Dollar greift die Feinunze nun den Abwärtstrend an, der bei gut 1500 Dollar verläuft. Damit scheint sich die Konsolidieung der vergangenen Wochen nach oben aufzulösen.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.466,50

 

11:02 Uhr

Wirtschaft schwächelt wohl, Inflation auch

Fachleute rechnen für den Euroraum mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum und weniger Inflation. Das geht aus einer Umfrage der Europäischen Zentralbank hervor. Die Umfrageergebnisse dürften die EZB in ihrer extrem lockeren Haltung bestätigen.

Demnach gehen die befragten Experten in diesem Jahr von einem Wachstum von 1,1 Prozent aus, gefolgt von 1,0 Prozent 2020 und 1,3 Prozent im Jahr 2021.

Deutlich niedriger fallen die Wachstumserwartungen für kommendes Jahr aus. Bislang waren die Experten von einem Wachstum von 1,3 Prozent ausgegangen, also 0,3 Punkte mehr als die aktuelle Prognose. Für 2019 und 2021 sinken die Wachstumserwartungen um jeweils 0,1 Punkte.

Die Inflationserwartungen der Befragten sind ebenfalls rückläufig. Auch hier ging die Erwartung für 2020 besonders deutlich um 0,2 Punkte auf 1,2 Prozent zurück. Für 2019 und 2021 wurden die Prognosen um je 0,1 Punkte auf 1,2 und 1,4 Prozent reduziert.

Die Umfrage "Survey of Professional Forecasters" wird von der EZB einmal im Quartal durchgeführt. Befragt werden Fachleute aus der Europäischen Union.

10:43 Uhr

Chefwechsel drückt Henkel-Aktien

Mit einem Abschlag von vier Prozent stehen die Henkel-Aktien am Dax-Ende. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern trennt sich von seinem Vorstandschef Hans van Bylen, Nachfolger wird Finanzchef Carsten Knobel.

Henkel
Henkel 94,94

 

10:17 Uhr

Dieselkrise belastet Renault

Weniger Bedarf an Dieselmotoren von Daimler und Nissan tragen zum Umsatzrückgang beim Partnerunternehmen Renault im dritten Quartal bei. Die Erlöse sanken von Juli bis September um drei Prozent auf 11,3 Milliarden Euro, wie der französische Konzern mitteilt. Der Absatz schrumpft um 4,4 Prozent auf 852.000 Fahrzeuge.

Renault baut neben seinen eigenen Modellen auf gemeinsamen Plattformen auch Fahrzeuge sowie Dieselmotoren für Nissan und Daimler, ein Beispiel ist der mit dem Renault Kangoo baugleiche Mercedes-Kastenwagen Citan. Die Nachfrage nach Dieselmotoren sinke in Europa, so Renault.

10:04 Uhr

Signal zur Konjunktur: Ifo-Index hält die Höhe

*Datenschutz

 

09:50 Uhr

Dax-Aufsteiger MTU Aero Engines gewinnt an Höhe

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Schubkraft für Flieger: MMTU Aero Engines fliegt seit kurzem im Dax.

picture alliance/dpa

Zwischenbericht zum dritten Quartal: Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines steuert 2019 auf ein neues Rekordergebnis zu.

  • In den ersten neun Monaten steigerte das Unternehmen den bereinigten Nettogewinn um 8 Prozent auf 392 Millionen Euro.
  • Der Umsatz legte um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu und soll bis zum Jahresende auf 4,7 Milliarden Euro klettern.
  • "Das Jahr 2019 dürfte ein weiteres Rekordjahr für die MTU werden", kommentierte Vorstandschef Reiner Winkler die Geschäftszahlen.

Der Traditionskonzern, dessen Produkte in den Triebwerken jedes dritten Flugzeugs weltweit stecken, war erst vor wenigen Wochen in den deutschen Leitindex Dax aufgestiegen.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 241,70

09:45 Uhr

GfK: Deutschlands Konsumklima trübt sich ein

Trübe Signale zur Konjunktur: Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich stärker abgeschwächt als erwartet. Der GfK-Konsumklimaindex geht zu Beginn der kalten Jahreszeit leicht zurück.

  • Die Konsumforscher der GfK ermittelten für November einen Rückgang ihres Indikators zum Konsumklima auf 9,6 und damit den tiefsten Wert seit drei Jahren - von revidierten 9,8 Punkten im Vormonat.
  • Im Vorfeld befragte Ökonomen hatten im Schnitt einen Indexwert von 9,8 Zählern für November erwartet.
  • Ursprünglich war für Oktober noch ein Anstieg von 9,7 Punkten auf 9,9 Zähler errechnet worden.
09:32 Uhr

Infineon gewinnt im Intel-Schlepptau

Die unerwartet soliden Zahlen des US-Schwergewichts entfalten auch im deutschen Aktienmarkt Wirkung: Am Morgen nach dem starken Zwischenbericht von Intel ziehen die Aktien von Infineon deutlich an.

  • Der Kurs der Infineon-Aktien notiert am Morgen knapp 1,2 Prozent im Plus bei 17,42 Euro.
  • Damit führt Infineon die frühe Gewinnerliste im deutschen Leitindex zeitweise an.
  • Dass sich der Infineon-Kurs bewegen dürfte, hatte sich bereits am Vortag abgezeichnet: An der Eurex zählten Aktienoptionen auf Infineon am Vortag zu den Titeln mit den höchsten Tagesumsätzen.

Marktbeobachter verweisen auf die Vorlagen aus der laufenden Berichtssaison. Auffallend hohe Umsätze gab es demnach auch bei Optionen auf Daimler, Nokia, BASF und ABB.

Infineon
Infineon 19,59

09:18 Uhr

Briten, Zahlen und Ifo-Index: Dax startet knapp unter 12.900

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REUTERS

Verhaltener Auftakt an der Frankfurter Börse: Der Start in den Freitagshandel fällt erwartungsgemäß vorsichtig aus. Wie bereits am frühen Morgen vorhergesagt, zeigt sich der Leitindex zur Eröffnung unentschlossen.

  • Der Dax notiert in den ersten Minuten des regulären Xetra-Handels 0,09 Prozent im Minus bei 12.859 Punkten.
  • Der Eröffnungskurs lag bei 12.886,42 Zählern.
  • Der letzte Handelstag der Woche bietet Anlegern reichlich neues Zahlenfutter: Zahlreiche bekannte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen legen im Tagesverlauf ihre Zwischenberichte vor.
Dax
Dax 13.241,75

Im Hintergrund wirken allerdings weiter die großen Unsicherheitsfaktoren: Neben der laufenden Berichtssaison rückt das Thema Brexit wieder stärker in den Mittelpunkt. Der britische Premierminister Boris Johnson fordert Neuwahlen am 12. Dezember. Die EU will im Tagesverlauf bekannt geben, in welchem Rahmen der Austrittstermin verlängert werden kann.

In Deutschland rücken kurz vor Wochenschluss die Konjunkturdaten in den Mittelpunkt: Gegen 10.00 Uhr wird der Ifo-Geschäftsklimaindex erwartet. Beobachter rechnen mit einem geringen Rückgang auf 94,5 Indexpunkte. Bei den Geschäftserwartungen könnte es dagegen eine leichte Erholung und damit eine moderate Entspannung geben. Hier wird mit einem leichten Anstieg auf 91,0 von 90,8 gerechnet.

08:04 Uhr

Starke Zahlen im MDax: Gea überrascht Analysten

Der Zwischenbericht von Gea enthält unerwartet gute Zahlen: Der Düsseldorfer Maschinen- und Anlagenbauer konnte im dritten Quartal dem schwächeren Wirtschaftsumfeld trotzen und sowohl den Umsatz als auch den Gewinn stärker steigern als von Analysten prognostiziert.

  • Auch beim Auftragseingang berichtete der im MDax-Konzern über einen soliden Zuwachs. Das Ordervolumen kletterte um knapp 5 Prozent auf 1,255 Milliarden - Analysten hatten mit einem Plus von lediglich 4 Prozent gerechnet.
  • Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 1,235 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 1,21 Milliarden Euro nur einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartet. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Restrukturierungsaufwand sank laut Mitteilung leicht um 1,4 Prozent auf 143 Millionen, das Ebit stieg um 1,4 Prozent auf 93,6 Millionen Euro.
  • Unter dem Strich verdiente Gea 59,8 (Vorjahr: 59,9) Millionen Euro.

Angesichts der überraschend guten Entwicklung konnte das Unternehmen den Umsatzausblick für dieses Jahr leicht aufstocken. "Wir freuen uns, dass wir entgegen dem aktuellen Trend im Maschinenbau im dritten Quartal einen gestiegenen Auftragseingang verbuchen konnten", fasst Gea-Chef Stefan Klebert die Lage zusammen.

Gea Group
Gea Group 29,14

07:28 Uhr

90 Jahre "Schwarzer Freitag": Dax zögert am Jahrestag

Müde Gesichter an der Frankfurter Börse: Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Tag nach dem letzten Zinsentscheid der Draghi-Ära ein schwacher Start in den Freitagshandel ab.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Auftakt bei 12.853,00 Punkten gesehen, was einem Eröffnungsminus von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Kursbarometer noch freundliche 0,6 Prozent im Plus bei 12.872,10 Zählern aus dem Handel gegangen und damit knapp an der Marke von 12.900 Punkten gescheitert.
  • Im Blick der Börsianer dürften am Morgen neben dem Führungswechsel bei Henkel vor allem die frischen Quartalsberichte aus der laufenden Berichtsaison stehen.
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Fällt die Rezession vielleicht doch aus? Die Zahlen von Gea sehen unerwartet gut aus.

(Foto: REUTERS)

Zahlen gibt es etwa von europäischen Branchengrößen wie Renault, Anheuser-Busch InBev, Eni oder Glencore. In der Arena der deutschen Namen öffnen Unternehmen wie MTU Aero, Washtec und Gea ihre Bücher.

Gut eine Stunde nach Handelsstart legt das Ifo-Institut dann auch aktuelle Ergebnisse zum Geschäftsklima in Deutschland vor. Experten erhoffen sich vom Ifo-Index und den eingehenden Unternehmenszahlen neue Hinweise zur konjunkturellen Entwicklung.

Ein besonderes Jubiläum könnte Anlegern am Morgen zudem kalte Schauer der Unsicherheit über den Rücken jagen: Auf den Tag genau vor 90 Jahren erreichte die Panikwelle des "Schwarzen Freitags" die Börsen in Europa. Ausgehend von dramatischen Kursstürzen an der New Yorker Wall Street mündete der schlagartige Stimmungswechsel vom 24./25. Oktober 1929 schließlich in die Weltwirtschaftskrise mit all ihren historischen Folgen.

Dax
Dax 13.241,75

07:06 Uhr

Hightech im Aufwind: Intel befeuert Halbleiter-Aktien

Die Geschäftszahlen des Branchenschwergewichts Intel lenken Aufmerksamkeit auf unerwartet freundliche Perspektiven im Hightech-Sektor. Die Aktien des US-Konzerns waren am Vorabend nach der Vorlage des Zwischenberichts kräftig gestiegen.

  • Der Kurs der Intel-Aktien zog im nachbörslichen Geschäft an der Wall Street um rund 7 Prozent an. In Asien notierten die Chip-Werte in der Nacht ebenfalls fest.
  • Marktbeobachter sprechen von einer "Steilvorlage" für die übrigen Titel aus der Branche. Halbleiter-Aktien könnten ihre jüngste Erholungsbewegung vor diesem Hintergrund am Freitag fortsetzen, heißt es.
  • Im Blick stehen demnach Unternehmensnamen wie Infineon und Dialog Semiconductor, aber auch STMicro und ASML.

Bei Intel lagen die Zahlen zum Gewinn je Aktie im vergangenen Quartal deutlich über den Erwartungen. Der US-Technologiekonzern hob zudem den eigenen Ausblick an.

Infineon
Infineon 19,59

06:57 Uhr

VW baut Wohnungen in Wolfsburg

Europas größter Automobilkonzern Volkswagen reagiert auf die Wohnungsnot in deutschen Ballungszentren und investiert am Wolfsburger Immobilienmarkt: Der Hersteller lässt über die konzerneigene Immobilientochter in den kommenden Jahren Hunderte neue Mitarbeiterwohnungen am Stammsitz Wolfsburg errichten.

  • "In diesem Jahr werden insgesamt 145 Wohnungen im Stadtquartier Steimker Gärten, im Wellekamp und in möblierten Business-Apartments fertig", sagte Meno Requardt, Geschäftsführer von Volkswagen Immobilien.
  • 2020 sollten weitere 112 Wohnungen in den Steimker Gärten und etwa 50 Mietwohnungen im Stadtteil Fallersleben errichtet werden - allesamt auf VW-eigenen Flächen.
  • Mit Mitarbeiterwohnungen steigere VW die Attraktivität im Rennen um Talente, sagte Requardt. Der Autobauer biete Beschäftigten Wohnraum auf dem engen Immobilienmarkt Wolfsburg und unterstütze auch Fachkräfte, die nicht gleich Eigentum erwerben wollten.

Das Wohnungsneubauprogramm läuft bei VW bereits seit 2013. Erklärtes Ziel ist es, in Abstimmung mit der Stadt bis 2023 rund 550 neue Wohnungen überwiegend für Konzernbeschäftigte zu bauen.

VW Vorzüge
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06:28 Uhr

Tokioter Börse kommt kaum vom Fleck

Nikkei
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Die Tokioter Börse hat eine Verschnaufpause eingelegt. Der Nikkei der 225 führenden Werte stagnierte am späten Vormittag bei 22.747 Punkten. Der breiter gefasste Topix verharrte bei 1644 Zählern. Bei den Einzelwerten ließen die Aktien von SoftBank 1,3 Prozent Federn. Der japanische Technologieinvestor muss einem Medienbericht zufolge nach herben Wertverlusten voraussichtlich mindestens fünf Milliarden Dollar abschreiben.

SoftBank werde die Wertberichtigungen zusammen mit den Zahlen für das zweite Quartal am 6. November bekannt geben, berichtet die Agentur Bloomberg. Die Börse in Shanghai verbesserte sich um 0,2 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans rückte um 0,5 Prozent vor.