Donnerstag, 24. Oktober 2019Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:57 Uhr

Dax scheitert an 12.900 Punkte-Marke

DAX
DAX 13.241,75

Erfreuliche Geschäftszahlen geben dem Dax Auftrieb. Zwar konnte der deutsche Leitindex die Marke von 12.900 Punkten nicht halten, die er am Morgen getestet hatte. Zum Handelsende steht aber immerhin ein Plus von 0,58 Prozent auf 12.872,10 Punkte zu Buche. Damit setzt er den jüngsten Aufwärtstrend fort und hält sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2018.

Nach dem großen Maßnahmepaket im vergangenen Monat hat die EZB wie erwartet die Geldpolitik bestätigt. Die Stimmung wurde gestützt von zum Teil überzeugenden Quartalszahlen. Die europäischen Einkaufsmanagerindizes zeigten derweil, dass die Wirtschaft praktisch stagniert. Das störte die Anleger nicht, setzen sie doch auf zukünftig bessere Wirtschaftsdaten.

Von Unternehmensseite war eine Flut von Geschäftszahlen zu verarbeiten. Daimler (plus 3,3 Prozent) hat im dritten Quartal trotz eines schwächelnden Lkw-Geschäfts operativ mehr verdient. Als wichtige Stütze erwies sich sowohl das Geschäft mit Premiumwagen als auch das zuletzt trübe Van- sowie das Bus-Geschäft.

Bei BASF (plus 3,4 Prozent) hat sich die schwache Geschäftsentwicklung aus der ersten Jahreshälfte in den Sommermonaten fortgesetzt, zentrale Gewinnkennziffern fielen aber besser als am Markt erwartet aus. Die DZ Bank sprach von einigen positiven Highlights und Katalysatoren. Defensive Titel im Dax wurden gemieden: Vonovia verloren 2 Prozent, während Deutsche Telekom 1,6 Prozent nachgaben. Bei Deutsche Telekom belastete auch eine Herunterstufung durch Citi.

17:05 Uhr

US-Opioid-Krise zieht weitere Kreise

Baxter
Baxter 73,55

Auch das Pharma- und Medizintechnikunternehmen Baxter ist eigenen Angaben zufolge in der Opioid-Krise in den USA in die Schusslinie geraten. Es gebe eine Beschwerde über die nicht sachgemäße Vermarktung von Opioid-Medikamenten, in der Baxter genannt worden sei, teilte der Konzern mit.

Die Aktien brachen an der Wall Street um mehr als zehn Prozent ein. In den USA sind nach Behördenangaben zwischen 1999 und 2017 fast 400.000 Menschen an den Folgen von Opioid-Missbrauch gestorben. Vielen Pharmakonzernen wird vorgeworfen, die Krise in den USA befeuert zu haben und die Risiken süchtigmachender Schmerzmittel bei längerem Gebrauch verharmlost zu haben.

Unabhängig davon kündigte der Konzern auch eine interne Untersuchung bezüglich der Jahresabschlüsse von 2014 bis 2018 und der ersten Jahreshälfte 2019 an. Dabei gehe es um bestimmte konzerninterne Transaktionen, bei denen ein Wechselkurs verwendet wurde, der nicht mit den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen übereinstimmte.

16:34 Uhr

Der Weg zum passenden ETF

Bei Geldanlagen werden Mini-Gewinne häufig von hohen Kosten aufgefressen. Börsengehandelte Fonds werben mit niedrigen Gebühren und sind auf dem Finanzmarkt gefragt. Worauf Kunden bei der Auswahl eines ETFs achten sollten, bespricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Meyer zu Drewer von Lyxor und Kai Hattwich von der Quirin Privatbank.

 

16:13 Uhr

Rückkehr in Gewinnzone lassen Tesla haussieren

Die US-Börsen liegen zum Start leicht im Plus. Dabei stehen erneut die Einzelkurse mit Quartalsberichten im Blick und weniger die Indizes. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 26.973 Punkte, der S&P-500 steigt um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,6 Prozent.

Die Aktie des Elektroauto-Pioniers Tesla schießt um 18,8 Prozent nach oben, nachdem Tesla im dritten Quartal entgegen den Erwartungen schwarze Zahlen geschrieben hat. Für die Ford-Aktie geht es dagegen um 5 Prozent nach unten. Wegen schwächerer Absätze in China und eines intensiveren Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt hat Ford den Ausblick für den operativen Gewinn gesenkt.

Microsoft steigen um 1,4 Prozent. Der Software-Konzern profitierte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einmal mehr vom Wachstum im Bereich Cloud. Die Ebay-Aktie verbilligt sich um 9,4 Prozent. Der Online-Marktplatz hat im dritten Quartal zwar trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs besser als erwartet abgeschnitten, gab aber einen enttäuschenden Umsatzausblick für das saisonal wichtige Schlussquartal ab.

15:25 Uhr

Türkische Zentralbank kappt Leitzins, Lira sackt ab

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Die türkische Notenbank kappt den Leitzins stärker als erwartet. Sie senkte den geldpolitischen Schlüsselsatz um 2,5 Punkte auf 14,0 Prozent. Experten hatten lediglich mit einer Senkung um einen Punkt gerechnet. Die türkische Lira sackte nach der Entscheidung ab. Der Dollar verteuerte sich im Gegenzug um 0,4 Prozent auf 5,7550 Lira.

Der seit langem auf eine lockerere Geldpolitik dringende Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte im Sommer Zentralbank-Gouverneur Murat Cetinkaya abberufen und dessen Vize Murat Uysal auf den Chefsessel gehievt. Dieser gilt als Befürworter einer lockeren Geldpolitik.

15:20 Uhr

Wall Street mit Gewinnen erwartet

Die US-Börsen dürften im Plus starten. Dabei stehen erneut die Einzelkurse mit Quartalsberichten im Blick und weniger die Indizes. Während die Berichtssaison auf Hochtouren läuft, wägen Teilnehmer ab, wie stark die Wirtschaft von dem Handelsstreit mit China getroffen wurde. Einige Unternehmen übertrafen die Prognosen, andere lösten mit ihren Quartalsberichten Verkäufe aus. Jeffrey Halley von Oanda sagt, die Kursbewegungen in dieser Woche seien vor allem von den Unternehmensberichten ausgegangen.

Tesla
Tesla 317,65

Experten rechnen damit, dass am Ende der Saison die von der Weltwirtschaft abhängigen Unternehmen als Hauptverlierer dastehen könnten, dies betreffe Rohstoffe, Technologie und Energie. Besser dürfte es bei Konsumunternehmen und Kommunikation laufen.

Daneben stehen Konjunkturdaten im Blick, unter anderem der Auftragseingang und die Markit-Einkaufsmanagerindizes. Vor Börsenstart wird die EZB ihre Sitzung beenden, es ist die letzte unter Präsident Mario Draghi.

14:37 Uhr

Flaute in Stahlindustrie bedroht 1500 Arbeitsplätze

Die sinkende Industrieproduktion in Deutschland bedroht jetzt auch Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie. Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung rechnet wegen der schwachen Konjunktur in seinem veröffentlichten "Stahlbericht" mit dem Abbau von rund 1500 der 90.000 Stellen in der Stahlproduktion.

Bisher hätten die Stahlproduzenten einen Beschäftigungsabbau noch durch kürzere Arbeitszeiten und die Hinnahme eines Produktivitätsrückgangs vermeiden können, heißt es in der Studie. Doch seien hier anscheinend die Grenzen des Möglichen erreicht. "Da die Stahlkonjunktur wohl ein weiteres Jahr schwach bleiben wird, werden die Unternehmen nicht um Beschäftigungsanpassungen herumkommen", prognostizierte der RWI-Konjunkturexperte Roland Döhrn.

Insgesamt dürfte die Rohstahlerzeugung in Deutschland dem "Stahlbericht" zufolge in diesem Jahr um 5,6 Prozent niedriger ausfallen als 2018. Hauptgrund dafür sei, dass die Nachfrage der industriellen Stahlverwender wegen der Industrierezession voraussichtlich um knapp 5 Prozent oder rund 1,8 Millionen Tonnen geringer ausfallen werde. Stützend wirke allein noch die gute Baukonjunktur.

14:07 Uhr

Draghi lässt seiner Nachfolgerin wenig Spielraum

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) lässt seine Geldpolitik nach der Verabschiedung eines umfangreichen Maßnahmenpakets im September wie erwartet unverändert. Nach Mitteilung der EZB bleiben sowohl die Leitzinsen als auch das Wertpapierankaufvolumen sowie die sie betreffende Forward Guidance konstant. Der Hauptfinanzierungssatz beträgt 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz 0,25 Prozent und der Bankeinlagensatz minus 0,50 Prozent.

Der EZB-Rat erwartet, dass die Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben, bis er feststellt, dass sich die Inflationsaussichten in seinem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2 Prozent liegt, und dass sich diese Annäherung in der Dynamik der Kerninflation durchgängig widerspiegelt.

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13:31 Uhr

Strafzölle zwingen Puma kreativ zu werden

Puma
Puma 67,00

Puma steckt in einem Dilemma. Der fränkische Sportartikelhersteller muss auf Einfuhren aus China in die USA seit neuestem 15 Prozent Zoll zahlen, kann aber nicht die Preise entsprechend erhöhen, so lange die großen Konkurrenten Nike und Adidas es nicht auch tun. "Wir können nicht vorangehen, weil wir nicht Marktführer sind", sagte Vorstandschef Björn Gulden. Die Zölle schlügen im vierten Quartal erstmals auf das Geschäft von Puma durch. "Ohne Preiserhöhungen wird das Ebit dadurch - zumindest kurzfristig - beeinträchtigt werden.

Vorerst behilft sich Puma damit, die Produktion von Schuhen und Shirts für die USA noch mehr nach Vietnam oder Indonesien zu verlagern. Hatte Puma vor fünf Jahren noch 50 Prozent der Kollektion aus China importiert, sind es nun noch 20 Prozent. "Wir werden das weiter reduzieren. Aber das kostet Geld", sagte Gulden. Denn damit müssen Modelle an zwei unterschiedlichen Standorten genäht werden.

Um den Zöllen zuvorzukommen, ließ Puma zuletzt auf Halde produzieren und schraubte den Lagerbestand um 28 Prozent nach oben. Die Produktion in China müsse aber nicht zurückgefahren werden - dort steigt die Nachfrage rasant. Gulden hofft nun auf die neuen Kollektionen: Dann könne man neue Preise setzen, ohne dass sie als Erhöhung spürbar seien. Und spätestens dann werde auch die Konkurrenz an der Preisschraube drehen.

12:46 Uhr

Ungewisser Brexit-Ausgang verschreckt Pfund-Anleger

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,29

Der ungewisse Ausgang des Brexit-Dramas setzt dem Pfund Sterling weiter zu. Die Devise verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 1,2882 Dollar beziehungsweise 1,1578 Euro. Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass die EU den Weg für eine neuerliche Brexit-Verschiebung freimachen wird. Für die weitere Entwicklung beim Pfund wäre dann entscheidend, welche Aufschubdauer gewährt wird.

"Obwohl die Franzosen auf eine engere Frist drängen, ist vom 31. Januar auszugehen. Wenn diese Verlängerung gewährt wird, dann wird wahrscheinlich eine Parlamentswahl in Großbritannien der nächste Schritt sein", sagte Hussein Sayed, Stratege beim Handelshaus FXTM. "Wenn eine Wahl einberufen und vom Unterhaus genehmigt wird, ist mit zunehmender Volatilität des Pfund zu rechnen."Mit herben Abstürzen sei allerdings nicht zu rechnen, da das Szenario eines ungeregelten Brexit nun vom Tisch sei.

12:18 Uhr

Festnahme nach Säureanschlag auf Innogy-Manager

Eineinhalb Jahre nach dem Säureanschlag auf Innogy-Manager Bernhard Günther in Haan nehmen Ermittler einen Verdächtigen fest. Das bestätigt ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Günther war am 4. März 2018 nach dem Joggen mit Freunden kurz vor seinem Wohnhaus überfallen worden. Nachdem er sich von seinen Laufpartnern getrennt habe, hätten ihm zwei jüngere Männer aufgelauert. "Einer hat mich zu Boden geworfen und festgehalten. Der andere hat ein Gefäß geöffnet und über mir entleert." Der Angriff habe nur wenige Sekunden gedauert, die Täter hätten nichts gesagt. Er sei dann nach Hause gelaufen, habe möglichst viel von der Flüssigkeit abgewaschen und selbst den Notruf gewählt. Günther wurde wenige Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen und nahm bald darauf die Arbeit wieder auf.

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12:04 Uhr

Daimler überzeugt die Anleger wieder

Dax
Dax 13.241,75

Angetrieben von guten Quartalsberichten testet der Dax die Hürde von 12.900 Punkten. Vor der am Nachmittag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank legt der Leitindex zuletzt um 0,62 Prozent auf 12.878,00 Punkte zu. Zeitweise war er bis auf 12. 914 Punkte und damit den höchsten Stand seit Juni 2018 gestiegen. Innerhalb der vergangenen drei Wochen hat der Dax mittlerweile rund 7 Prozent gewonnen. Für gute Stimmung sorgten unter anderem der Autobauer Daimler und der Chemiekonzern BASF.

Unter den Einzelwerten im Dax nehmen die Aktien von Daimler den Spitzenplatz ein mit plus 4,1 Prozent. Der Autobauer, der in diesem Jahr bereits zweimal seine Jahresziele gekappt hatte, überzeugte wieder. Positiv wurde auch der Quartalsbericht des Chemieriesen BASF aufgenommen, was den Aktien ein Plus von 2,0 Prozent bescherte.

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10:55 Uhr

Airbus winkt Großauftrag aus Amerika

Airbus
Airbus 135,82

Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann mitten in der Krise seines US-Rivalen Boeing auf einen Großauftrag aus den USA hoffen. Die US-amerikanische Fluggesellschaft Spirit Airlines habe einen Vorvertrag über bis zu 100 Mittelstreckenjets aus der A320neo-Modellfamilie unterzeichnet, teilte Airbus mit.

Die Airline wolle eine verbindliche Bestellung abgeben, die die Modellvarianten A319neo, A320neo und A321neo umfasse. Der Airbus A320neo und seine längeren und kürzeren Varianten sind die Konkurrenzmodelle zu Boeings modernisiertem Mittelstreckenjet 737 Max, für den seit März nach zwei tödlichen Abstürzen ein weltweites Flugverbot gilt.

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10:35 Uhr

Nokia kappt Prognose, Aktie sackt um 22 Prozent ab

Nokia
Nokia 3,13

Wegen hoher Investitionen in die neue 5G-Mobilfunktechnik schockiert der Netzwerkausrüster Nokia seine Aktionäre mit einer deutlich zusammengestutzten Prognose. In diesem und dem kommenden Jahr werden die Finnen deutlich weniger Gewinn machen als bisher angepeilt, wie der Konzern bei der Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal in Espoo mitteilte. Hintergrund seien der Druck auf die Margen und die Notwendigkeit, mehr Geld in den 5G-Aufbau zu stecken.

Auch die Dividendenzahlung will Nokia zunächst aussetzen. An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Kurssturz, die Nokia-Aktie sackte kurz nach Handelsbeginn um 22 Prozent ab. Eine Erholung erwartet Nokia-Chef Rajeev Suri erst 2021. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2019 nun bei rund 21 Cent liegen.

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09:56 Uhr

Tesla-Aktionäre nach Quartalsgewinn euphorisch, Aktie schießt in Höhe

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Der Tech-Milliardär hat sein Versprechen wahr gemacht und im jüngsten Quartal wider Erwarten schwarze Zahlen geschrieben.

REUTERS

Tesla
Tesla 317,65

Ein Kursfeuerwerk bei Tesla dominiert den nachbörslichen Handel mit US-Aktien auf Nasdaq.com. Die Aktie des Elektroauto-Pioniers schoss um 20,2 Prozent auf 306 Dollar nach oben, nachdem Tesla im dritten Quartal entgegen den Erwartungen schwarze Zahlen geschrieben hatte. Zuvor hatte Tesla zwei Quartale in Folge Verluste eingefahren.

Tesla verdiente in den drei Monaten per Ende September 143 Millionen US-Dollar nach 311 Millionen im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sonderposten lag der Gewinn je Aktie bei 1,86 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit einem Verlust von 46 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz sank trotz Rekordauslieferungen auf 6,3 von 6,82 Milliarden Dollar und lag damit etwas unter den Erwartungen.

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09:32 Uhr

Bürovermieter setzt zum Job-Kahlschlag an

Softbank
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Der US-amerikanische Bürovermieter WeWork setzt einem Medienbericht zufolge nach einer Finanzspritze durch den japanischen Technologieinvestor Softbank zum Job-Kahlschlag an. Das US-Unternehmen will im Rahmen eines Umstrukturierungsplans bis zu 4000 Mitarbeiter entlassen, wie die "Financial Times" berichtet. Das wäre etwa rund ein Drittel der globalen Belegschaft.

Von WeWork war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Softbank buttert nach dem gescheiterten Börsengang von WeWork mehr als zehn Milliarden Dollar in das Unternehmen und stockt seine Beteiligung damit von rund einem Drittel auf 80 Prozent auf. Ohne die Finanzspritze aus Japan wäre WeWork laut Insidern bereits in wenigen Wochen das Geld ausgegangen.

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09:18 Uhr

Dax nimmt 12.900er-Marke in Angriff

Dax
Dax 13.241,75

Inmitten der angelaufenen Berichtssaison und vor der EZB-Zinsentscheidung wagt der Dax erneut den Sprung über die Hürde von 12.800 Punkten. Bis 12.900 Punkte ist es nun nicht mehr weit: Wenige Minuten nach Handelsbeginn gewinnt der Leitindex 0,60 Prozent auf 12.873,60 Punkte.

Innerhalb der vergangenen drei Wochen hat der Leitindex mittlerweile rund 7 Prozent gewonnen. Für gute Stimmung sorgte unter anderem der Autobauer Daimler mit seinem Geschäftsbericht für das dritte Quartal.

08:57 Uhr

Ölpreis verdaut amerikanischen Reserven-Schock ein wenig

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,45

Die Ölpreise sind am Morgen etwas gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung nach einem starken Anstieg vom Vortag. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,88 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 44 Cent auf 55,53 Dollar.

Am Vortag waren die Ölpreise nach einem überraschenden Rückgang der Ölreserven in den USA kräftig gestiegen. Der Preis für US-Rohöl legte in kurzer Zeit etwa zwei Dollar zu, nachdem die US-Regierung gemeldet hatte, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 1,7 Millionen Barrel gesunken waren. Am Markt war eigentlich ein erneuter Anstieg erwartet worden. Die Lagerdaten aus den USA hatten den stärksten Anstieg der Ölpreise seit dem Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien Mitte September zur Folge.

08:29 Uhr

Euro tritt auf der Stelle - Lira erlebt Kursumkehr

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro hat sich vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1135 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1128 (Dienstag: 1,1130) Dollar festgesetzt. Im Tagesverlauf werden die Ergebnisse der letzten Zinssitzung des scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi erwartet. Es wird mit einer Bestätigung des extrem lockeren geldpolitischen Kurses gerechnet. Auf der Pressekonferenz der Notenbank am Nachmittag dürften allerdings die unterschiedlichen Meinungen im Rat über die Ausrichtung der EZB zur Sprache kommen.

Im Fokus stand am Morgen auch die türkische Lira. Nach deutlichen Kursgewinnen am Vortag kam es zu einer moderaten Gegenbewegung. Zuvor hatte die türkische Währung noch von der Aufhebung von US-Sanktionen gegen die Türkei profitieren können. Dies sei wegen des von der Türkei zugesagten dauerhaften Waffenstillstands im Norden Syriens möglich, erklärte US-Präsident Donald Trump.

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

08:13 Uhr

Schwache Konjunktur bereitet BASF weiter Probleme

BASF
BASF 70,12

Die schwache Konjunktur macht dem Chemiekonzern BASF weiterhin zu schaffen. Allerdings lief es in einzelnen Sparten wieder etwas besser. Im dritten Quartal ging der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um zwei Prozent auf 15,23 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern in Ludwigshafen mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um fast ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter blieb ein Gewinn von 911 Millionen Euro - das war knapp ein Viertel weniger als im Vorjahr. Bei Umsatz und Ergebnissen übertraf BASF die Erwartungen der Analysten.

"In unseren Downstream-Bereichen waren wir trotz schwierigen Marktumfelds erfolgreich und verzeichneten eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal", sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller. Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte BASF. Im Sommer hatte das Unternehmen die Jahresprognose wegen der Autoflaute und des Zollstreits zwischen den USA und China kräftig zusammengestrichen.

07:58 Uhr

Dax vor Draghis letzter Zinssitzung höher erwartet

Dax
Dax 13.241,75

Die in Fahrt kommende Bilanzsaison dürfte am deutschen Aktienmarkt für Schwung sorgen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas höher starten. Am Mittwoch hatte eine freundliche Wall Street den Leitindex um 0,3 Prozent auf 12.798,19 Punkte steigen lassen.

Bei den Dax-Unternehmen geben Daimler und BASF Einblick in ihre Bücher. Bei den Nebenwerten stehen unter anderem Zahlen von Siltronic, Puma und Metro an. Die Aufmerksamkeit liegt auch auf der letzten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Leitung von Mario Draghi. Am Leitzins, der seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, wird wahrscheinlich nicht gerüttelt. Experten gehen davon aus, dass die Zinsen noch für längere Zeit und bis weit in die Amtszeit von Draghis Nachfolgerin Christine Lagarde hinein sehr tief bleiben werden. Aufschluss über die Stimmungslage in der Wirtschaft der Euro-Zone dürften auch die Markit-Einkaufsmanagerindizes liefern.

07:40 Uhr

Daimler fährt nach roten Zahlen wieder Gewinn ein

Daimler
Daimler 50,35

Nach dem Milliardenverlust im zweiten Quartal hat Daimler sich mit dem bei Pkw und Vans anziehenden Absatz von Juli bis September wieder gefangen. Der operative Gewinn (Ebit) stieg im vergangenen Quartal um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp 2,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich ebenfalls um acht Prozent auf 43,2 Milliarden Euro.

Im zweiten Quartal hatte der Dax-Konzern erstmals seit fast zehn Jahren Verlust geschrieben - vor allem wegen hoher Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Diesel-Abgasmanipulationen. Daimler-Chef Ola Källenius erklärte, das Unternehmen müsse sich noch erheblich mehr anstrengen, um den Wandel in der Autoindustrie in den nächsten Jahren zu meistern. "Wir müssen unsere Kosten deutlich reduzieren und den Cash Flow konsequent stärken", ergänzte er.

07:12 Uhr

Microsoft profitiert von Windows 10 und Cloud-Geschäft

Microsoft
Microsoft 149,97

Microsoft profitiert weiterhin von dem Fokus auf das Cloud-Geschäft und dem nahenden Ende der Unterstützung von Windows 7. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang in dem Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 21 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar hoch, wie Microsoft nach US-Börsenschluss mitteilte.

  • Die Erlöse mit Cloud-Diensten und Servern stiegen um 30 Prozent. Das Geschäft mit Windows-Produkten für Unternehmen wuchs um 26 Prozent.
  • Microsoft lässt die Unterstützung des betagten, aber bis zuletzt noch in vielen Firmen genutzten Betriebssystems Windows 7 Anfang kommenden Jahres auslaufen. Deswegen steigen sie verstärkt auf das neuere Windows 10 um.
  • Das ist oft auch mit dem Kauf neuer Geräte verbunden. Der Umsatz mit auf Computern installierter Windows-Software wuchs um neun Prozent.
  • Die Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise leicht nach. Möglicherweise sahen die Anleger die Abschwächung des Wachstums bei der Cloud-Plattform Azure - auf immer noch 59 Prozent - als ein Warnsignal.

 

07:00 Uhr

Nur Brexit stört: Börsen in Asien nach Bilanzen im Plus

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Inmitten einer Flut an Bilanzmeldungen ziehen die asiatischen Aktien an, werden jedoch von der Unsicherheit nach den Brexit-Verhandlungen und den Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen China und den USA in Schach gehalten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 22.769 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg zwischenzeitlich um 0,5 Prozent und lag bei 1646 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 108,59 Yen und stagnierte bei 7,0615 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9898 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1140 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1029 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2923 Dollar.

06:32 Uhr

Ebay-Zahlen bereiten Analysten Kopfzerbrechen

Ebay
Ebay 31,73

Während die frühere Tochter Paypal mit den neuesten Zahlen begeistern konnte, verfehlte die Online-Handelsplattform Ebay die Erwartungen im dritten Quartal. Die Erlöse stagnierten verglichen mit dem Vorjahreswert bei 2,7 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Das Transaktionsvolumen aller bei Ebay gehandelten Waren fiel um deutliche 4,4 Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar.

Der bereinigte Nettogewinn legte zwar um zwei Prozent zu auf 563 Millionen Dollar, blieb aber unter den Prognosen der Wall-Street-Analysten. Anlegern missfiel außerdem Ebays verhaltener Ausblick auf das Weihnachtsquartal. Die Aktie geriet nachbörslich zunächst mit knapp drei Prozent ins Minus. Ebay leidet schon länger unter der scharfen Konkurrenz durch große Rivalen wie Amazon oder Alibaba.

06:13 Uhr

Paypal versetzt Anleger in Jubelstimmung

Paypal
Paypal 94,50

Der Bezahldienst Paypal hat mit seinem Zahlen für das vergangene Quartal die Anleger begeistert. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel zeitweise um rund neun Prozent hoch. Paypal, eine ehemalige Ebay-Tochter, die inzwischen wieder unabhängig ist, konnte den Umsatz im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 4,38 Milliarden Dollar steigern. Die Zahl der aktiven Kunden-Accounts wuchs um 16 Prozent auf 295 Millionen. Die Zahl der Transaktionen über Paypal stieg unterdessen um ein Viertel auf 3,1 Milliarden. Für das laufende Vierteljahr rechnet Paypal mit einem Umsatzwachstum von 16 bis 17 Prozent.