Mittwoch, 12. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:40 Uhr

US-Inflationsdaten bremsen Dax aus

Nach dem Kursrücksetzer am Dienstag zeigt sich der Dax zur Wochenmitte wieder etwas gefestigt. Er startet leicht im Plus, gestützt von sehr guten Quartalszahlen gleich mehrerer Index-Schwergewichte. Erst am Nachmittag, mit den US-Verbraucherpreisen, geht es für den Dax nach unten. Er sackt Richtung 15.000er Marke, markiert bei 15.058 Zählern sein Tagestief, fängt sich aber auch sehr schnell wieder. Selbst leichte Verluste an der Wall Street bremsen den Dax im späten Handel allerdings wieder aus. Aus dem Handel verabschiedet er sich 0,2 Prozent im Plus mit 15.150 Zählern.

"Im Grunde waren die soliden Unternehmenszahlen von Telekom, Bayer und Allianz die wirkliche Stütze für den Dax, der damit ein paar Verluste des Vortages wettmachen konnte", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die frischen Inflationszahlen aus den USA dagegen werfen einen längeren Schatten über den Handelstag hinaus, denn 4,2 Prozent Inflation werden in den kommenden Wochen die Diskussion darüber befeuern, ob die US-Notenbank noch auf dem richtigen Pfad ist", erläutert Meyer und unterstreicht: "Doch was will sie tun? Angeblich seien die Teuerungsraten zeitlich begrenzt und auch statistisch verzerrt. Doch was, wenn sich die Teuerung nicht an diese in den letzten Tagen viel beschworene zeitliche Begrenzung halten will?"

Bei den Einzelwerten im Dax zeigen sich dann auch die Ergebnislieferanten des Tages an der Spitze der Gewinner: Bayer zieht knapp sieben Prozent an, Deutsche Telekom immerhin noch etwa 2,5 Prozent. Allianz-Titel fallen mit einem Aufschlag von rund 1,5 Prozent etwas ab. Auf der Verliererseite finden sich dagegen Delivery Hero ganz oben mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent. Der Essensliefer-Konzern will zurück auf den deutschen Markt - und der Einstieg dürfte kostenintensiv werden. Infineon verlieren gut 2,5 Prozent.

Dax
Dax 15.448,04

Delivery Hero
Delivery Hero 107,95
Bayer
Bayer 52,79

 

16:51 Uhr

Mymuesli prüft Börsengang im Herbst

Der Passauer Frühstücksflocken-Händler Mymuesli strebt Insidern zufolge spätestens im Herbst an die Börse. Das 2007 gegründete Unternehmen könnte bei dem Börsengang mit rund 250 Millionen Euro bewertet werden und Aktien im Wert von 100 Millionen Euro verkaufen, sagen mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Mymuesli habe bereits die Investmentbank Berenberg mit den Vorbereitungen der Emission beauftragt. Diese sei für September angepeilt, könne aber auch auf Juli vorgezogen werden.

Ein Mymuesli-Sprecher wollte sich zu den Plänen nicht konkret äußern. "Als schnell wachsendes Unternehmen prüfen wir fortlaufend strategische Alternativen, um auch unser zukünftiges Wachstum zu finanzieren", sagte er nur. Berenberg lehnt eine Stellungnahme ab.

16:25 Uhr

Ethereum setzt neue Marke

Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum hat erneut einen Höchststand markiert. Die Kryptowährung verteuert sich auf ein Rekordhoch von 4372,35 Dollar. Damit beträgt der Anstieg seit Jahresbeginn fast 500 Prozent.

16:15 Uhr

Electronic Arts-Zahlen sorgen für Druck auf Aktienkurs

Um 1,7 Prozent geht es für die Aktien von Electronic Arts an der Nasdaq abwärts. Der Videospiele-Entwickler hatte Geschäftszahlen vorgelegt, die eher enttäuschten, diese aber mit einem optimistischen Ausblick garniert.

Electronic Arts
Electronic Arts 119,34

16:06 Uhr

Zinserhöhungsspekulationen bremsen Wall Street aus

Ängste vor einer Straffung der US-Geldpolitik drücken die Wall Street ins Minus. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 geben im frühen Geschäft bis zu 1,4 Prozent nach.

S&P 500
S&P 500 4.144,25

Auslöser der Verkäufe war ein überraschend starker Anstieg der US-Verbraucherpreise. Sie stiegen im April um 4,2 Prozent, nach plus 2,6 Prozent im Vormonat. Analysten hatten mit einem Anstieg um 3,6 Prozent gerechnet. "Die Diskussion dreht sich darum, ob diese Inflationsrunde vorübergehend oder dauerhaft ist", sagte Peter Tuz, Chef des Vermögensverwalters Chase Investment Counsel. Die Teuerung werde erst wieder zurückgehen, wenn es Entspannung bei den Löhnen und den Rohstoffpreisen gebe.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählen die Chip-Hersteller. Die Aktien von AMD, Intel und Texas Instruments fallen jeweils rund zwei Prozent. Börsianern zufolge fürchteten Investoren Gewinneinbußen durch Produktionsausfälle in Taiwan, wo zahlreiche Halbleiter-Werke stehen. Wegen steigender Corona-Fallzahlen könnte das Land bald seine Warnstufe erhöhen. Gleichzeitig beeinträchtigen Quarantäne-Auflagen für Fracht-Piloten die Chip-Exporte des Inselstaates. Die in den USA gehandelten Titel des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers TSMC aus Taiwan verloren drei Prozent.

15:34 Uhr

Airbus und Air France müssen wegen Absturz vor Gericht

Der Flugzeugbauer Airbus und die Fluglinie Air France KLM müssen sich wegen des Absturzes einer Maschine mit mehr als 220 Insassen im Jahr 2009 vor Gericht verantworten. Das entschied ein Pariser Berufungsgericht. Es hebt damit ein Urteil aus dem Jahr 2019 auf, welches von einer Strafverfolgung absah. Beide Firmen kündigten eine Berufung bei einem höheren Gericht an. "Das Urteil, das soeben verkündet wurde, reflektiert in keinster Weise die Schlussfolgerungen der Untersuchungen" erklärte Airbus. Ein Sprecher von AirFrance bekräftige, es habe kein vorsätzliches Fehlverhalten gegeben, das den tragischen Unfall verursacht habe.

Am 1. Juni 2009 war ein Airbus im Dienst von Air France auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris abgestürzt, alle 228 Insassen kamen ums Leben. Ermittlungen ergaben, dass die Piloten auf Angaben von durch Eis blockierte Geschwindigkeitssensoren falsch reagiert hatten. Die Aktien von Airbus legen knapp ein Prozent zu, Air France KLM-Papiere büßen etwa ein Prozent ein.

Airbus
Airbus 112,00
Air France-KLM
Air France-KLM 4,54

15:12 Uhr

Rendite der Bundesanleihen steigt auf 14-Monats-Hoch

Im Sog der Kursverluste bei US-Staatsanleihen trennen sich Investoren auch von deutschen Papieren. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Bundestitel auf ein 14-Monats-Hoch von minus 0,142 Prozent. Wegen der von überraschend hohen Inflationsdaten angefachten Spekulationen auf vorzeitige Zinserhöhungen in den USA rentieren die T-Bonds bei plus 1,656 Prozent.

14:53 Uhr

Überraschend hohe US-Inflation setzt Euro zu, zieht Dax ins Minus

Aus Furcht vor einer vorzeitigen Straffung der US-Geldpolitik ziehen sich Anleger aus Aktien zurück. Dax und EuroStoxx50 drehen ins Minus und verlieren jeweils etwa 0,3 Prozent auf 15.080 beziehungsweise 3929 Punkte. Bei der US-Währung greifen sie dagegen zu. Dies verbilligt den Euro auf 1,2078 von zuvor 1,2118 Dollar.

Auslöser dieser Entwicklung war ein überraschend starker Anstieg der US-Verbraucherpreise. Sie stiegen im April um 4,2 Prozent gegenüber 2,6 Prozent im Vormonat. Analysten hatten mit einem Anstieg um 3,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum gerechnet.

"Diese Zahlen bestätigen die Furcht des Marktes, dass die Inflation außer Kontrolle gerät", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Die Anleger wollen, dass die Fed dies einräumt." Die US-Notenbank hat bislang stets betont, dass sie den aktuellen Preisauftrieb als vorübergehend betrachtet und an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik nicht rütteln will.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

EuroStoxx50
EuroStoxx50 4.083,37
Dax
Dax 15.448,04

14:38 Uhr

Corona-Fälle in Taiwan belasten US-Chipwerte

Die Furcht vor Gewinneinbußen durch drohende Produktionsausfälle in Taiwan setzen den US-Chipkonzernen zu. Die Aktien von AMD, Intel und Texas Instruments fallen im vorbörslichen US-Geschäft um bis knapp zwei Prozent. Die in den USA gehandelten Titel des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers TSMC verlieren 2,3 Prozent. Wegen steigender Corona-Fallzahlen könnte Taiwan bald seine Warnstufe erhöhen. Gleichzeitig beeinträchtigen Quarantäne-Auflagen für Fracht-Piloten die Chip-Exporte des Inselstaates.

Intel
Intel 47,02

AMD
AMD 70,96
Texas Instruments
Texas Instruments 154,50

14:18 Uhr

Aktien von IT-Dienstleister gefragt

Bechtle sind nach einer Kaufempfehlung gefragt. Die Titel des IT-Dienstleisters steigen mehr als zwei Prozent. Analysten von Baader haben Händlern zufolge die Bewertung auf "Buy" von "Add" heraufgesetzt.

Bechtle
Bechtle 151,45

14:00 Uhr

Vor EU-Gericht: Amazon gewinnt Streit mit EU-Kommission um Steuerzahlung

Rückschlag für die EU-Kommission im Kampf gegen Steuervermeidung bei Großkonzernen: das EU-Gericht in Luxemburg kassierte eine Anordnung der EU-Kommission, wonach der Online-Händler Amazon rund 250 Millionen Euro Steuern an Luxemburg zahlen muss. Die Kommission habe nicht ausreichend nachgewiesen, dass die Steuerbelastung einer europäischen Amazon-Tochter in unangemessener Weise gesenkt worden sei, hieß es in dem Urteil des zweithöchsten EU-Gerichts. Die Kommission hatte argumentiert, Luxemburg habe dem US-Konzern die Zahlung von Steuern auf einen Großteil seiner Gewinne aus dem EU-Geschäft erspart, indem es ihm ermöglicht habe, Gewinne steuerfrei an eine Holding weiterzuleiten.

Die EU-Kommission und viele Mitgliedsländer arbeiten seit längerem daran, Tricks von Großkonzernen zur Steuervermeidung zu unterbinden. Kritiker monieren, dass auch manche EU-Länder Schlupflöcher zur Steuervermeidung zulassen. Amazon zählt zu den großen Arbeitgebern in Luxemburg.

13:24 Uhr

Urlaubsaussichten sprechen für Knaus Tabbert

Knaus Tabbert ist flott ins Jahr gestartet. Für die Analysten von Jefferies liegen sowohl die Nachfrage als auch die Profitabilität im ersten Quartal deutlich über ihren Erwartungen. Der Auftragsbestand blieb trotz des Auslaufens der temporären Mehrwertsteuersenkung in Deutschland im Quartalsvergleich weitgehend stabil. Die Umsatzerlöse stiegen derweil um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lagen ebenfalls über den Erwartungen. Die Marge für das bereinigte EBITDA verbessert sich um 1,3 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent und lag damit trotz Verzögerungen in der Lieferkette über den Schätzungen der Analysten. Der Aktienkurs springt allerdings nicht an, die Titel geben 0,4 Prozent ab.

13:00 Uhr

Autozulieferer blickt optimistischer auf 2021: Kurs steigt

Bessere Aussichten für den weltweiten Automarkt lassen den Industrie- und Autozulieferer Schaeffler zuversichtlicher auf das Gesamtjahr blicken. Das Unternehmen hob seine Prognose an und rechnet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von mehr als zehn Prozent. Auch die Gewinnmarge dürfte sich verbessern und mit sieben bis neun Prozent um zwei Punkte höher ausfallen als im März erwartet. Der Aktienkurs legt knapp 1,5 Prozent zu.

Schaeffler Vz
Schaeffler Vz 7,70

12:45 Uhr

Preisdaten geben Richtung an Wall Street vor

Im Vorfeld der vor dem US-Börsenstart anstehenden US-Verbraucherpreisentwicklung im April sieht es nach leichten Verlusten für Dow-Jones-Index & Co aus. Weil derzeit die Inflation aber das absolut dominierende Thema ist, und zuletzt Sorgen vor einer stark steigenden Inflation und damit einer potenziell darauf mit einer strafferen Politik reagierenden US-Notenbank die Aktienmärkte stärker belasteten, könnten die Preisdaten letztlich die Richtung im weiteren Tagesverlauf vorgeben.

Gleichwohl haben zuletzt diverse US-Notenbanker betont, dass sie derzeit noch keine Notwendigkeit dafür sehen, die monatlichen Anleihekäufe zurückzufahren, mithin die geldpolitischen Zügel etwas anzuziehen. Andererseits kamen auch aus ihren Reihen hohe Inflationsprognosen. Allerdings hat die US-Notenbank in der jüngeren Vergangenheit immer wieder betont, derartige Preisauftrieb als von vorübergehender Natur einzustufen. Am Anleihemarkt stagniert die Zehnjahresrendite aktuell bei 1,61 Prozent, nachdem sie zuletzt leicht gestiegen war.

12:24 Uhr

Daimler zufrieden mit Kundeninteresse an E-Luxusauto EQS

Daimler hat sich zum Produktionsstart der Elektro-Luxuslimousine EQS zufrieden über die Kundennachfrage gezeigt. Der EQS habe so eingeschlagen, dass auch deshalb in der neuen Fabrik in Sindelfingen ab Juli eine dritte Schicht eingeführt werde, sagt Mercedes-Produktionschef Jörg Burzer zum Anlauf der Fertigung. In der nagelneuen "Factory56" produziert Mercedes neben dem neuen Elektroauto das Flaggschiff-Modell S-Klasse und die E-Klasse mit Verbrennungsmotoren. Für die S-Klasse gebe es schon mehr als 50.000 Bestellungen. Auftragsdaten zum EQS wollte Burzer nicht nennen, ergänzte aber: "Nach den harten Zahlen zur S-Klasse und dem Feedback aus dem Markt zum EQS gehe ich von sehr erfolgreichen Baureihen aus, die miteinander verbunden sind." Mitte Juni soll der Tesla-Herausforderer EQS an die ersten Kunden ausgeliefert werden.

Weiter zu kämpfen hat der Stuttgarter Autobauer wie viele seiner Konkurrenten mit dem Mangel an Halbleiter-Bauteilen. Daimler musste in mehreren Werken deshalb schon die Produktion stoppen und Kurzarbeit anordnen. Das betrifft nach den kleineren Modellen demnächst auch die E-Klasse. Das profitabelste Modell S-Klasse und die neuen Elektro-Modelle sollen von Produktionsstopps verschont bleiben. "Wir fahren auf Sicht", bekräftigte Burzer. In den kommenden zwei, drei Wochen gebe es keine Störungen. Prognosen darüber hinaus seien nicht möglich, die Lage könne sich jederzeit kurzfristig ändern.

Daimler
Daimler 76,81

 

12:01 Uhr

Gewinnmitnahmen setzen Hapag Lloyd-Kurs zu

Hapag Lloyd kommen nach dem Quartalsausweis deutlich zurück. Der Kurs fällt um mehr als vier Prozent auf 151,30 Euro. Händler sprechen von einsetzenden Gewinnmitnahmen, nachdem sich der Kurs seit Jahresbeginn verdoppelt hat. Bei Jefferies heißt es, der Gewinn von Hapag-Lloyd sei im ersten Quartal aufgrund des Rekordstandes bei den Frachtsätzen hoch gewesen. Die Marktbedingungen dürften sich aber im zweiten Halbjahr normalisieren. Das Haus stuft die Aktie mit "Underperform" ein bei einem Kursziel von 100 Euro.

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 189,80

11:47 Uhr

Sonne satt, dann Schatten: SMA-Kursgewinne bröckeln

Bei den Nebenwerten sticht SMA Solar mit einem zeitweiligen Kursplus von sieben Prozent auf 45,60 Euro hervor. Im frühen Handel ist das bislang das Tageshoch. Im Anschluss schrumpfen die Gewinne wieder auf rund 0,8 Prozent zusammen um Kurse von 42,95 Euro. Marktteilnehmer verweisen auf Gewinnmitnahmen. Der Solartechnikkonzern hat trotz einer wegen der Coronakrise schwächeren Nachfrage mehr verdient. Auf den ersten Blick seien die Zahlen solide, sagte ein Händler.

SMA Solar
SMA Solar 42,74

11:16 Uhr

Industrieproduktion in Eurozone stagniert weitgehend

Die Industrie in der Eurozone tritt auf der Stelle und hat ihre Produktion zuletzt überraschend kaum gesteigert. Die Betriebe stellten im März nur 0,1 Prozent mehr als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilt. Ökonomen hingegen hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von 1,2 Prozent im Februar. Während die Unternehmen 0,6 Prozent mehr Vorleistungsgüter wie Chemikalien produzierten, gab es einen Rückgang von einem Prozent bei Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen. Die Industrie klagte jüngst über Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten, etwa bei Halbleitern aus der Chipbranche.

11:06 Uhr

Hasso Plattner will 2022 erneut kandidieren

SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner will sein Mandat im kommenden Jahr erneut verlängern. "Ich werde im Jahr 2022 - wenn meine aktuelle verkürzte Wahlperiode ausläuft - noch ein letztes Mal zur Wiederwahl für zwei weitere Jahre antrete", sagt der 77-Jährige auf der virtuellen Hauptversammlung des Dax-Konzerns. Damit strebe er lediglich eine volle Amtsperiode von fünf Jahren an. Er wolle dem Vorstand in der "sehr wichtigen und kritischen Phase auf dem Weg der Transformation zu einem Cloud-Unternehmen" beiseite stehen und "Stabilität und Kontinuität" gewährleisten. Zudem wolle er Unruhe durch einen weiteren Führungswechsel vermeiden.

Plattner hatte SAP 1972 zusammen mit vier anderen IT-Spezialisten gegründet und ist seit 18 Jahren Aufsichtsratschef. Über konkrete Details zu seiner Nachfolge will der Wahl-Kalifornier zur "gegebenen Zeit" informieren. Er gehe derzeit davon aus, dies ein halbes Jahr vor der nächsten Hauptversammlung tun zu können.

SAP
SAP 118,20

10:46 Uhr

Bayer-Aktien springen an die Dax-Spitze

Ein überraschend starker Jahresauftakt hievt Bayer an die Dax-Spitze. Die Papiere klettern um 3,6 Prozent auf 55,38 Euro und notieren damit so hoch wie seit knapp drei Wochen nicht mehr. Vor allem dank des Agrargeschäftes habe der Umsatz im Quartal vier Prozent über den durchschnittlichen Analystenerwartungen gelegen, heißt es bei Credit Suisse. Obwohl die Jahresprognose nicht angehoben worden sei, sollten die Aktien von den starken Quartalszahlen profitieren, fassten die Analysten von JP Morgan zusammen.

Bayer
Bayer 52,79

10:27 Uhr

Chip-Engpässe dauern bis Mitte 2022 an

Der Marktforscher Gartner rechnet noch bis in das kommende Jahr hinein mit Lieferengpässen bei Halbleitern. "Aktuell ist die Nachfrage höher als das Angebot. Es wird sechs bis neun Monate oder noch länger dauern, bis sich das ausgleicht", sagt Chip-Analyst Alan Priestley. Ein normales Niveau dürfte erst Mitte 2022 erreicht werden. Bis dahin werde die Verfügbarkeit von Chips die Produktion von vielen elektronischen Produkten einschränken.

Laut Priestley lassen sich neue Kapazitäten nicht einfach hinzufügen, "weil die Fabriken in der Regel sowieso mit einer Auslastung von 95 Prozent arbeiten." Zudem sei die Fertigung von Halbleitern "sehr komplex und teuer" und es dauere bis zu drei Jahre, eine Fabrik hochzuziehen. Die derzeitige Knappheit habe aber vielen Industrieländern die Abhängigkeit von den drei großen Halbleiteranbietern Intel, TSMC und Samsung Electronics vor Augen gehalten. Deswegen versuchten nun einige, den Bau von Fabriken zu fördern und subventionieren, um zumindest eine bessere Verteilung der Werke rund um den Globus zu erreichen. Intel hat bereits angekündigt, ein Werk in Europa errichten zu wollen und erwägt, dafür einen Standort in Deutschland zu wählen.

Intel
Intel 47,02

 

Samsung Electronics
Samsung Electronics 80.500,00
Taiwan Semiconductor Manufacturing
Taiwan Semiconductor Manufacturing 98,40

 

10:02 Uhr

Chip-Knappheit: Taiwan greift zu drastischen Maßnahmen

Taiwans Regierung hat einen drastischen Schritt unternommen, um die Abwanderung von hochspezialisierten Halbleiter-Experten in die Volksrepublik China zu stoppen. Laut "Handeslblatt" wies das Arbeitsministerium demnach alle taiwanischen und ausländischen Personalvermittler an, keine offenen Stellen für Chip-Fachleute in China mehr ausschreiben zu dürfen. Damit versucht die Regierung, die Abwerbung von Fachkräften zu verhindern, auf die Taiwans Halbleiterindustrie angewiesen ist.

09:28 Uhr

Britische Wirtschaft schrumpft nach Brexit

Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal trotz der Impffortschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie deutlich geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sank von Januar bis März um 1,5 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt mitteilt. Im Schlussvierteljahr 2020 hatte es noch ein Wachstum von 1,3 Prozent gegeben. Von Reuters befragte Ökonomen hatten diesmal ein Minus von 1,6 Prozent erwartet. Die Wirtschaftsleistung liegt noch um 8,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Ende 2019.

Belastet wurde die Konjunktur nicht nur vom dritten Corona-Lockdown, sondern auch vom Brexit. Seit Anfang 2021 gilt das erst an Weihnachten ausgehandelte Handels- und Kooperationsabkommen mit der EU, das für Unternehmen zahlreiche Änderungen und oftmals einen höheren bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Die schwächelnden Ausfuhren nach Europa, dem wichtigsten Markt für britische Exporteure, gelten als Bremsklotz. Der private Konsum wurde von Corona-Beschränkungen ausgebremst. Auch investierten die Unternehmen weniger.

Die britische Wirtschaft war 2020 wegen der Corona-Krise um fast zehn Prozent eingebrochen - doppelt so stark wie die deutsche. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem Comeback: In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um mehr als fünf Prozent wachsen.

09:09 Uhr

"Die Stimmung am Markt ist angekratzt"

Wie schon in der Vorwoche hat der Dax im Dienstagshandel einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. 1,8 Prozent ging es abwärts auf 15.120 Punkte. Auch vor dem Start in den Mittwochshandel, im vorbörslichen Geschäft, sah es nach weiteren Verlusten aus. Doch zum Handelsbeginn dreht der Dax leicht ins Plus, notiert 0,1 Prozent fester bei 15.032 Punkten. Ein Abrutschen ins Minus erscheint aber jederzeit möglich, denn wie schon am Dienstag verunsichern Inflations- und Zinsängste die Anleger.

Dax
Dax 15.448,04

"Die Stimmung am Markt ist angekratzt - wegen wieder größer werdenden Inflationssorgen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf die am Nachmittag anstehenden US-Verbraucherpreise, die mit Spannung erwartet würden. "Bislang stützen die Quartalszahlen mehrerer Dax-Konzerne: Telekom, Bayer und Allianz."

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 17,56

 

Bayer
Bayer 52,79
Allianz
Allianz 217,00

 

08:55 Uhr

Dessous-Label Victoria's Secret soll eigenständig an die Börse

Nachdem ein Verkauf von "Victoria's Secret" in der Pandemie platzte, will der Mutterkonzern L Brands das Dessous-Label nun als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Auf diese Weise dürfte die Trennung von der Tochter mehr Geld für Aktionäre einspielen als ein Verkauf, teilte L Brands mit. Zum erwarteten Erlös machte der Konzern zunächst keine konkreten Angaben. Einem Bericht der "New York Times" zufolge rechnet das Unternehmen mit einer Bewertung zwischen fünf und sieben Milliarden Dollar.

L Brands
L Brands 62,78

Damit wäre "Victoria's Secret" inzwischen weitaus wertvoller als beim 2020 wegen der Corona-Krise gescheiterten Verkauf an den Investor Sycamore. Hier war die Modemarke lediglich auf 1,1 Milliarden Dollar taxiert worden.

Inzwischen läuft es geschäftlich deutlich besser. Im ersten Quartal 2021 stieg der Umsatz von "Victoria's Secret" im Jahresvergleich um 74 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro)

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08:40 Uhr

Delivery Hero greift wieder in Deutschland an

Gut zweieinhalb Jahre nach dem Verkauf des Deutschlandgeschäfts an den Konkurrenten Just Eat Takeaway.com will der Essenslieferdienst Delivery Hero seine Heimat zurückerobern.

Delivery Hero
Delivery Hero 107,95

Unter der Marke Foodpanda würden ab Juni zunächst in Berlin Restaurant-Essen sowie Lebensmittel als auch andere Supermarkt-Produkte ausgeliefert, kündigte das in mehr als 50 Ländern aktive Unternehmen an. Nach dem offiziellen Start am 10. August werde das Angebot auf weitere Städte ausgeweitet.

08:21 Uhr

Toyota fährt Konkurrenz in der Corona-Krise davon

Toyota schlägt sich trotz Corona-Krise und Chipmangel besser als mancher Konkurrent. Das operative Ergebnis verdoppelte sich im Schlussquartal des Ende März abgelaufenen Geschäftsjahres 2020/2021 fast, wie der weltgrößte Autokonzern mitteilte.

Der Betriebsgewinn lag im Zeitraum Januar bis März bei knapp 690 Milliarden Yen (umgerechnet 5,2 Milliarden Euro). Damit übertraf Toyota die Erwartungen von Analysten, die mit rund 642 Milliarden Yen gerechnet hatten.

Der Hersteller des SUV RAV4 und des Hybridautos Prius lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr konzernweit 9,9 Millionen Fahrzeuge aus. 2021 soll der Absatz auf 10,55 Millionen Einheiten steigern. Der größte japanische Autobauer ist dank des asiatischen Marktes besser durch die Corona-Krise gekommen und hatte 2020 erstmals seit fünf Jahren den deutschen Rivalen Volkswagen von der Weltmarktspitze verdrängt.

Toyota
Toyota 74,20

08:14 Uhr

SMA Solar profitiert von Einsparungen und Preissteigerungen

Der Solartechnikkonzern SMA Solar hat seinen Gewinn im ersten Quartal kräftig gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen unter anderem von Einsparungen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 63,4 Prozent auf 20,1 Millionen Euro. Das lag über den vom Unternehmen ausgegebenen Erwartungen von 14 bis 17 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte der Hersteller von Wechselrichtern einen Gewinn von 8 Millionen Euro, nachdem ein Jahr zuvor ein kleiner Verlust angefallen war.

SMA Solar
SMA Solar 42,74

Der Umsatz nahm um 16,5 Prozent auf 240,4 Millionen Euro ab. SMA begründete dies mit Projektverschiebungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie Preissteigerungen bei Solarmodulen. Zudem konnte das Unternehmen im Vorjahr von einem Großprojekt in den USA profitieren. Die Jahresprognose bestätigte das Management.

08:08 Uhr

Euro fällt in Richtung 1,21 US-Dollar

Der Euro gibt am Morgen nach. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,2125 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,2170 Dollar festgesetzt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

Zur Wochenmitte stehen wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm. In den USA werden Inflationsdaten für den April erwartet. Es zeichnet sich ein Teuerungssprung ab. Hauptgrund sind statistische Effekte aufgrund des Preiseinbruchs während der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr. Allerdings hat das Thema Inflation an den Finanzmärkten zuletzt wieder an Bedeutung gewonnen.

07:56 Uhr

Bayer verstolpert Jahresauftakt

Negative Währungseffekte haben Bayer den Jahresauftakt verhagelt. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) fiel um gut sechs Prozent auf 4,12 Milliarden Euro, wie der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern mitteilte.

Bayer
Bayer 52,79

Analysten hatten allerdings einen noch weitaus stärkeren Rückgang auf 3,82 Milliarden Euro befürchtet. Der Umsatz sank um vier Prozent auf 12,33 Milliarden Euro, währungsbereinigt stand ein Plus von 2,8 Prozent zu Buche. "Insgesamt sehen wir eine gute operative Entwicklung, sind aber wie erwartet durch Währungseffekte belastet worden", sagte Vorstandschef Werner Baumann.

An seinen Jahreszielen hält Bayer fest. Währungsbereinigt peilt der Konzern einen Umsatz von etwa 42 bis 43 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 11,2 bis 11,5 Milliarden an.

07:49 Uhr

Hier greifen die Anleger schon vorbörslich zu

Bechtle sind nach einer Kaufempfehlung gefragt. Die Titel des IT-Dienstleisters steigen bei Lang & Schwarz um 2,8 Prozent. Analysten von Baader haben Händlern zufolge die Bewertung auf "Buy" von "Add" heraufgesetzt.

Bechtle
Bechtle 151,45

07:40 Uhr

Varta mit 16 Prozent Gewinnplus - Apple-Zulieferer findet ersten Autokunden

Der schwäbische Apple-Zulieferer Varta hat einen ersten Kunden im Autobereich für seine Lithium-Ionen-Batterien mit dem Namen V4Drive gefunden. "Wir blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte", sagte Varta-Chef Herbert Schein. Dann seien auch mehr Aufträge für Batterien für Kopfhörer zu erwarten.

Varta AG
Varta AG 136,30

Im ersten Quartal legte der Umsatz um 2,9 Prozent auf 204,3 Millionen Euro zu, der bereinigte Betriebsgewinn stieg um knapp 16 Prozent auf 59,9 Millionen Euro.

07:31 Uhr

Dax vor US-Inflationsdaten niedriger erwartet

Nach dem jüngsten Kursrutsch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Abschlägen starten. Am Dienstag hatte er wegen Spekulationen auf vorzeitige Zinserhöhungen 1,8 Prozent auf 15.119,75 Punkte verloren.

Vor diesem Hintergrund richten Börsianer ihr Augenmerk auf die US-Verbraucherpreise am Nachmittag. Analysten rechnen im Schnitt für April mit einer Teuerungsrate von 3,6 Prozent im Jahresvergleich. Im Vormonat hatte der Wert bei 2,6 Prozent gelegen. Steigt die Inflation stärker als von der US-Notenbank erwartet ist Experten zufolge fraglich, ob sie noch längere Zeit an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik festhalten kann. Daneben rollt eine erneute Welle von Firmenbilanzen auf Investoren zu. Unter anderem legten bereits der Versorger RWE und die Allianz Zahlen vor.

07:25 Uhr

Commerzbank kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

Die im Umbau befindliche Commerzbank ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Unterm Strich erwirtschaftete sie im ersten Quartal einen Gewinn von 133 Millionen Euro, nach einem Verlust von 291 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Commerzbank
Commerzbank 6,18

Das operative Ergebnis lag bei 538 Millionen Euro. Die Bank profitierte von einem florierenden Wertpapiergeschäft und einer niedrigeren Risikovorsorge. Analysten hatten mit einem Betriebsgewinn von 327 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 131 Millionen Euro gerechnet. Commerzbank-Chef Manfred Knof stellte für das Gesamtjahr leicht höhere Erträge als 2020 in Aussicht.

07:21 Uhr

Deutsche Wohnen steigert Gewinn kräftig

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen startet mit einem deutlichen Gewinnplus ins Jahr und bestätigt seine Prognose für 2021.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 51,48

Das Ergebnis aus dem operativen Geschäft (FFO I) stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,8 Prozent auf 154,8 Millionen Euro. Für 2021 rechnet das Management weiter mit einem stabilen FFO I auf dem Vorjahresniveau von rund 544 Millionen Euro.

07:17 Uhr

RWE verdient weniger

Die Jahrhundertkälte in Texas hat beim Energiekonzern RWE im ersten Quartal zu außerordentlichen Belastungen geführt. Dazu lag das Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa weit unter dem überdurchschnittlich hohen Vorjahresniveau. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um ein Drittel auf 883 Millionen Euro, wie der Konzern in Essen mitteilte.

RWE
RWE 30,25

Das bereinigte Nettoergebnis halbierte sich in den ersten drei Monaten des Jahres nahezu im Vergleich zum Vorjahr auf 340 Millionen Euro. Die Prognose und die angestrebte Dividendenerhöhung bekräftigte RWE allerdings dennoch. Die Ergebniskennziffern lagen zudem leicht über den Erwartungen der Experten.

Wegen des extremen Winterwetters im US-Bundesstaat Texas mit Stürmen und Eisregen waren Windkraftanlagen zu Jahresbeginn teilweise ausgefallen. Da RWE aber Strom zum Teil schon auf Termin verkauft hatte, musste der Konzern kurzfristig Strom zu extrem hohen Preisen zukaufen. Für den Konzern waren somit Belastungen in Höhe von 400 Millionen Euro angefallen.

07:13 Uhr

Allianz übertrifft Erwartungen

Die Allianz hat den Gewinn dank nachlassender Corona-Effekte zum Jahresauftakt kräftig gesteigert und sieht sich in ihren Prognosen bestätigt.

Allianz
Allianz 217,00

Das operative Ergebnis schnellte im ersten Quartal um 45 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro in die Höhe, wie Europas größter Versicherer in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 3,1 Milliarden Euro gerechnet. "Das ist ein ermutigender Auftakt und macht uns zuversichtlich, unsere für das Jahr 2021 gesteckten Ziele zu erreichen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte. Die Allianz geht weiterhin von einem Ergebnis in der Spannbreite von 11 bis 13 Milliarden Euro aus. Finanzvorstand Giulio Terzariol stellte eine "Rückkehr zu unserer normalen Ertragskraft" in Aussicht.

06:59 Uhr

Asiatische Aktien stürzen ab

Die asiatische Aktien fallen heute Morgen zum zweiten Mal in Folge auf ein Monatstief, da Investoren spekulieren, dass steigende Rohstoffpreise und wachsender Inflationsdruck in den USA zu früheren Zinserhöhungen und höheren Anleiherenditen weltweit führen könnten. "Es gibt keinen klaren Katalysator hinter dieser Bereinigung", sagte Marios Hadjikyriacos, Investmentanalyst bei XM.

Nikkei
Nikkei 27.888,26

Die Börse in Tokio hat sich am Mittwoch zunächst schwächer gezeigt: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index leigt im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 28.360 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 1 Prozent und notiert bei 1888 Punkten.

Die Börse in Shanghai klettert derweil 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent.


Und so hat die Wall Street gestern geschlossen:


06:38 Uhr

Bezos verkauft milliardenschweres Amazon-Aktienpaket

Jeff Bezos braucht offenbar Bares. Wozu genau, ist nicht bekannt. Allerdings wissen wir, dass er regelmäßig Milliarden von Dollar in sein Raumfahrt-Startup, Immobilien und seine Bezos Earth Stiftung steckt. Seine im Bau befindliche Superyacht soll Berichten zufolge auch rund eine halbe Millarde kosten.

Amazon
Amazon 2.936,00

Dafür hat der Amazon-Chef weitere Amazon-Aktien verkauft und im Mai nun schon Anteile im Wert von 6,7 Milliarden Dollar (5,5 Mrd. Euro) zu Geld gemacht. Insgesamt trennte sich Bezos in den vergangenen Tagen von rund zwei Millionen Aktien seines Konzerns, wie Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC zeigen.

Bezos hatte in jüngerer Vergangenheit schon mehrmals in größerem Stile Amazon-Aktien abgestoßen. Im Februar und November 2020 verkaufte er Papiere im Wert von insgesamt über sieben Milliarden Dollar.

06:16 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

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Droht Ungemach trotz kräftiger Erholung? Gerade die Erwartung auf ein Anziehen der Weltwirtschaft hatte den Aktienmärkten zuletzt kräftigen Rückenwind gegeben.

picture alliance / blickwinkel/A. Hartl

Am Börsenhimmel braut sich etwas zusammen: Unheil droht unter anderem von den steigenden Anleihe-Renditen, die Investoren dazu verleiten könnten, ihr Geld aus dem riskanteren Aktienmarkt abzuziehen und in Bonds zu stecken.

Dax
Dax 15.448,04

Auch die Teuerung bereitet Kopfschmerzen. Einen Vorgeschmack, was passieren köönte, gab es bereits am Dienstag: Inflationssorgen trieben Anleger scharenweise in die Flucht. Zwischenzeitlich drohte der Dax unter die 15.000er-Marke zu rutschen. Kurz vor der psychologisch wichtigen Marke machte der deutsche Leitindex jedoch kehrt und erholte sich wieder etwas von seinem Tagestief. Am Ende schloss der Leitindex nach vier Erholungstagen mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf 15.119 Punkten.

Ob die 15.000er-Marke heute hält, bleibt abzuwarten. Die Sorgen vor einer ansteigenden Teuerung und einer vorzeitigen Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken bleibt groß.

Zurückgemeldet hat sich das Inflationsgespenst vor allem wegen der steigenden Rohstoffpreise (mehr dazu finden Sie im Video unten). Mit Spannung dürften Börsianer deshalb vor allem auf die heutigen US-Inflationsdaten schauen, durch die die Debatte neue Nahrung erhalten wird.

Zur Wochenmitte hagelt es auch wieder Zahlen: Im Dax legen unter anderem Bayer, Deutsche Telekom, RWE und Merck KGaA die Bücher offen. Aus der zweiten Reihe melden Commerzbank, Lanxess, Varta sowie Deutsche Wohnen, Leoni und SMA Solar Zahlen. Einen Überblick über alle Termine finden Sie hier.

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