Mittwoch, 30. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:36 Uhr

Dax-Anleger bleiben auf der Hut

Dax
Dax 12.643,36

Der deutsche Aktienmarkt schließt nach volatilem Verlauf mit Abgaben. Im Blick stand das erste Fernsehduell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden. Dieses wurde von Analysten als chaotisch beschrieben. Die Aktienmärkte reagierten teilweise mit deutlicheren Abgaben, konnten einen Teil der Verluste aber wieder aufholen. Der Dax schließt mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 12.761 Punkten. Im Tagestief stand der Index bei 12.698.

Covestro gaben 7,2 Prozent nach. Das Unternehmen verstärkt sein Geschäft mit Lacken, Klebstoffen und Spezialprodukten mit der Übernahme eines Bereichs des niederländischen Wettbewerbers DSM. Der Werkstoffhersteller aus Leverkusen zahlt 1,61 Milliarden Euro für die DSM-Sparte Resins & Functional Materials. Das übernommene Geschäft erzielte 2019 rund 1 Milliarde Euro Umsatz und einen operativen Gewinn (EBITDA) von 141 Millionen Euro.

Nach vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal ging es für Fielmann um 2,6 Prozent nach oben. Diese untermauern nach Ansicht der Baader-Analysten, dass die Wachstumstreiber Demografie und der Trend hin zu Kontaktlinsen weiterhin intakt sind.

S&T verloren trotz einer Prognosebestätigung 5,7 Prozent. Grund des neuerlichen Kursrückgangs soll eine Short-Empfehlung eines Hedge-Fonds sein, hieß es im Markt.

17:08 Uhr

Bafin guckt bei Grenke ganz genau hin

Die Finanzaufsicht Bafin führt zusätzlich zu ihrer Sonderprüfung bei Grenke auch die klassische Jahresabschlussprüfung durch. Damit übernimmt die Bonner Behörde die Aufgabe der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), die eigentlich dafür zuständig ist, wie sie mitteilte. Es ist ein äußerst seltener Vorgang, dass die Bafin diese Ausgabe der DPR an sich zieht. Die Bafin durchleuchtet nun die Bilanz 2019 sowie den Lagebericht von Grenke. Dem MDax-Unternehmen wird von dem Investor Fraser Perring unter anderem Betrug, Bilanzfälschung und Geldwäsche vorgeworfen. Grenke weist die Behauptungen zurück und versprach Kooperation mit den Aufsehern.

16:23 Uhr

Micron enttäuscht mit Ausblick und ungewissem Huawei-Geschäft

Mit Kursgewinnen starten die US-Börsen in den Handel, nachdem Konjunkturdaten besser als erwartet ausgefallen sind. Kurz nach Handelsbeginn gewinnt der Dow-Jones-Index 0,9 Prozent auf 27.685 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,4 Prozent.

Micron Technology
Micron Technology 45,79

Unter den Einzelwerten fallen Micron um 4,4 Prozent. Der Speicherchiphersteller hat bei der Vorlage von Zahlen zum vierten Geschäftsquartal einen enttäuschenden Ausblick gegeben. Überdies teilte Micron mit, es sei unklar, wann eine Lizenz erneut Verkäufe an einen der größten Kunden Huawei zulasse. Der chinesische Telekom-Ausrüster ist von der Trump-Administration vom Kauf von US-Chip-Produkten ausgeschlossen.

Die Aktie von Progress Software stürzt um 7,2 Prozent ab. Das Unternehmen übertraf mit seinem bereinigten Drittquartalsgewinn die Konsensschätzung knapp und erhöhte zudem den Ausblick. Allerdings verfehlte das Umsatzplus von 3 Prozent auf 109,7 Millionen Dollar die Prognose der Analysten.

15:46 Uhr

In welche Richtung klettert der Ölpreis?

Der Ölpreis ist im Zuge der Corona-Krise stark eingebrochen. Und obwohl er sich in den vergangenen Wochen wieder ein wenig erholt hat, bleiben Anleger misstrauisch, denn zuletzt gab es wieder leichte Rücksetzer. Experten sehen den Ölpreis in den kommenden Monaten jedoch wieder steigen. Wie Anleger mithilfe von sogenannten ETCs auf Rohstoffe wie Öl setzen können und was dabei zu beachten ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:19 Uhr

Leichte Erholung bei Werbeeinnhamen für Prosieben

Die Lage bei den TV-Werbeeinnahmen ist bei der Prosiebensat1 Media SE nicht mehr so dramatisch wie im Frühjahr. "Ich rechne im September mit einem Minus bei den Werbeerlösen von weniger als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr", sagte Vorstandssprecher und Finanzvorstand Rainer Beaujean dem Handelsblatt. "Damit stehen wir gegenüber dem Wettbewerb gut da. Der Oktober wird ähnlich starten."

Eine Prognose für die Geschäftsentwicklung im Rest des Jahres traut er sich noch nicht zu, erst Anfang November werde er einen Ausblick geben. Weitere Kostensenkungen lehnt Beaujean ab. "Wir haben uns dagegen entschieden, radikal im Programm zu kürzen. Momentan kommen keine neuen Filme und Serien von Disney oder Netflix. Das ist ein guter Moment, unsere Plattformen mit Inhalten neu zu positionieren", sagte er. Es werde auch keinen Personalabbau geben. Falls es noch mal zu einem Mega-Lockdown wie im Frühjahr kommen sollte, müssten wir die Situation natürlich noch einmal neu bewerten", schränkte er jedoch ein.

14:25 Uhr

China knöpft sich Google-Mutterkonzern vor

China nimmt Insidern zufolge den Huawei-Rivalen Alphabet ins Visier. Die chinesische Regulierungsbehörde bereite eine Untersuchung gegen den Google-Mutterkonzern vor, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es solle geprüft werden, ob der US-Technologie-Konzern seine dominierende Position beim mobilen Android-Betriebssystem nutzt, um den Wettbewerb zu behindern.

Eine Entscheidung darüber, ob eine förmliche Untersuchung eingeleitet wird, könnte bereits im Oktober fallen, sagte einer der Insider. Damit dürften die Beziehungen Chinas mit den USA weiter belastet werden. Der chinesische Netzwerkausrüster und Mobilfunkkonzern Huawei arbeitet derzeit selbst an einem Betriebssystem, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Der Android-Wettbewerber soll auf Smartphones, Tablets und Laptops laufen.

13:49 Uhr

Fortschritte bei Impfstoff treiben Curevac

CureVac
CureVac 43,00

Curevac-Aktien steigen vorbörslich an der Wall Street um acht Prozent. Das Tübinger Biotech-Unternehmen hat den nächsten Schritt bei der Prüfung seines Corona-Impfstoffkandidaten CVnCoV bekannt gegeben.

Der erste Teilnehmer an einer klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden. Erste Daten würden im vierten Quartal erwartet. Seit dem Börsendebüt Mitte August hat sich der Curevac-Kurs fast verdreifacht.

13:10 Uhr

Für Wirecard ist in Singapur Schluss

Der insolvente Zahldienstleister Wirecard muss auf Anordnung der Regierung von Singapur sein Geschäft in dem südostasiatischen Inselstaat einstellen. Die Finanzaufsicht MAS ordnete an, dass die örtlichen Wirecard-Gesellschaften bis 14. Oktober keine Zahlungen mehr abwickeln dürfen und sämtliche Kundengelder zurückzahlen müssen.

  • Singapur ist ein Hauptschauplatz des mutmaßlichen Milliardenbetrugs, der das Unternehmen Ende Juni in die Insolvenz trieb. Der Stadtstaat ist sowohl Sitz der Wirecard-Asienholding als auch einer örtlichen Tochtergesellschaft. Über einen Treuhänder in Singapur hatte Wirecard nach derzeitigem Ermittlungsstand jahrelang erschwindelte Umsätze in Milliardenhöhe gebucht.
  • Unmittelbarer Auslöser des Verbots war zumindest nach Angaben der MAS aber, dass Wirecard sich selbst geschäftsunfähig meldete.
  • Wirecard habe die Behörde informiert, dass das Unternehmen nicht in der Lage sei, "einer signifikanten Zahl von Händlern weiterhin Zahlungsdienstleistungen anzubieten", hieß es in der Mitteilung. Die Finanzaufsicht hatte schon vorher angeordnet, dass Wirecard sämtliche Kundengelder auf örtlichen Banken verbuchen muss.
12:32 Uhr

Inflationsziel: EZB könnte sich USA zum Vorbild nehmen

Nach dem Strategieschwenk der US-Notenbank erwägt auch die EZB mehr Spielraum beim Ansteuern ihres Inflationsziels. EZB-Präsidentin Christine Lagarde verwies in einer Videoschalte auf einer Finanzkonferenz auf eine laufende Debatte unter Währungshütern. Dabei stelle sich die Frage, ob Zentralbanken sich verpflichten sollten, nach längeren Zeiten mit zu niedriger Inflation danach entsprechend auch einen höheren Preisdruck zu tolerieren. Falls ein solches Konzept "glaubwürdig" umgesetzt werde, könnte die Wirtschaft in einer Phase ultra-niedriger Zinsen besser stabilisiert werden.

11:46 Uhr

Pleitewelle bei US-Ölfirmen geht weiter

Der US-Schieferölproduzent Oasis Petroleum beantragte Insolvenz nach Chapter 11. Ziel sei es, durch Umstrukturierung die Schulden um 1,8 Milliarden Dollar zu reduzieren. "Aufgrund der historisch niedrigen globalen Energienachfrage und der Rohstoffpreise haben wir festgestellt, dass es für Oasis Petroleum am besten ist, entscheidende Maßnahmen zur Stärkung unserer Liquidität zu ergreifen", teilte Vorstandschef Thomas Nusz mit.

Zur Jahresmitte hatte der Vorstand seinen Schuldenstand mit 2,76 Milliarden Dollar beziffert und die liquiden Mittel mit 77,4 Millionen. Anfang 2021 hatten bereits die Wettbewerber Chesapeake Energy und Chaparral Energy Gläubigerschutz beantragt. Whiting Petroleum schloss das Verfahren und seine finanzielle Sanierung Anfang September ab.

11:12 Uhr

Volkswagen sieht Licht am Ende des Tunnels

VW Vorzüge
VW Vorzüge 139,36

Volkswagen bekräftigt nach dem massiven Absatzrückgang in den zurückliegenden Monaten seine Prognose eines operativen Gewinns. Im September erwarte der Konzern Auftragseingänge und Auslieferungen über Vorjahr und gehe für den weiteren Jahresverlauf von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends aus, sagte Konzernchef Herbert Diess laut Redemanuskript auf der virtuellen Hauptsversammlung.

Dementsprechend bestätige Volkswagen sein Ziel, "in der Summe aller Geschäftsteile profitabel zu bleiben und ein positives operatives Ergebnis in 2020 zu erzielen". Alle mittel- und langfristigen Prognosen seien weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und hingen vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, ergänzte Diess. Nach der zuletzt zur Jahresmitte bekräftigten Prognose erwarten die Wolfsburger für das Gesamtjahr einen Umsatz deutlich unter dem des Vorjahres.

10:18 Uhr

Zahl der Arbeitslosen sinkt trotz Corona-Krise

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist trotz der Corona-Krise im September um 108.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Sie lag bei 2,847 Millionen und damit um 613.000 höher als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,2 Prozent.

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10:03 Uhr

​Zukauf-Pläne von Covestro stimmen Anleger skeptisch

Covestro
Covestro 44,07

Unter den Einzelwerten stehen die Aktien von Covestro als Dax-Schlusslicht mit einem Kursverlust von 4,7 Prozent im Anlegerfokus. Der Kunststoffkonzern will dem niederländischen Chemiekonzern Royal DSM dessen Sparte für harzbasierte Farben und Anstriche für gut 1,6 Milliarden Euro abkaufen.

Covestro will den Kauf mit Eigen- und Fremdkapital finanzieren sowie durch den eigenen Barmittelfluss. Aus einer dafür vorgesehenen Kapitalerhöhung sollen rund 450 Millionen Euro erlöst werden. "Die Übernahme erscheint auf den ersten Blick teuer", erklärte Analyst Markus Mayer von Baader.

09:31 Uhr

Shell streicht 9000 Stellen

Royal Dutch Shell
Royal Dutch Shell 10,95

Shell baut wegen der Folgen der Corona-Krise und des Ölpreisverfalls Tausende Stellen ab. Bis Ende 2022 sollen 7000 bis 9000 Stellen gestrichen werden, teilte der britisch-niederländische Ölkonzern mit. Darin seien die rund 1500 Mitarbeiter enthalten, die bereits eine Abfindung in einem seit einiger Zeit laufenden Stellenabbau angenommen haben. Shell beschäftigte zuletzt eigenen Angaben zufolge mehr als 80.000 Menschen in über 70 Ländern.

Durch den Stellenabbau sollen die jährlichen Kosten um 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,7 bis 2,1 Milliarde Euro) gesenkt werden. Shell kündigte zudem wegen des anhaltenden Drucks auf die Margen eine Abschreibung von 1 bis 1,5 Milliarden Dollar im dritten Quartal.

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09:17 Uhr

Dax legt den Rückwärtsgang ein

Nach dem von Beobachtern als chaotisch gewerteten TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf legt der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte den Rückwärtsgang ein. Der Dax fällt in den ersten Handelsminuten um 0,55 Prozent auf 12.754 Punkte.

Dax
Dax 12.643,36

09:05 Uhr

Nachfrage sowie Förderung in Libyen und Iran drücken Ölpreise

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,42

Die Ölpreise geben im frühen Handel leicht nach. Damit setzt sich die Entwicklung vom Vortag fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 41,09 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 41 Cent auf 38,88 Dollar.

Nach dem erneuten Fall unter die Schwelle von 40 Dollar sieht es auf Monatssicht nach dem ersten Preisrückgang bei US-Öl seit April aus. Anfang September hatte der Preis noch über 43 Dollar gelegen. Auch europäisches Rohöl war mit Preisen an die 46 Euro zu Monatsbeginn noch deutlich teurer gewesen. Händler signalisierten angesichts dieser Zahlen, dass bis zu einer bedeutenden Erholung der Nachfrage noch einige Zeit vergehen werde. Neben der Belastung der Nachfrage durch die Corona-Krise hatten in den vergangenen Tagen Berichte über die Ausweitung der Ölförderung in Libyen und dem Iran die Hoffnungen auf höhere Preise geschmälert.

08:43 Uhr

Zahl der Erwerbstätigen steigt erneut - Vorkrisenniveau aber weit weg

Die Beschäftigung in Deutschland ist im August den zweiten Monat in Folge gestiegen - allerdings langsamer als zuvor. Insgesamt waren rund 44,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig - ein Plus von saisonbereinigt 21.000 zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juli lag das Plus bei 55.000. "Allerdings liegt die Erwerbstätigenzahl weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau", hieß es. So waren 1,2 Prozent oder 565.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. Die Millionen Kurzarbeitenden werden nicht als Erwerbslose gezählt.

Die Corona-Pandemie hat Europas größte Volkswirtschaft im Frühjahr so stark einbrechen lassen wie noch nie. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im zweiten Quartal um 9,7 Prozent. Für das laufende Sommerquartal wird aber wieder ein deutliches Wachstum erwartet. Das Ifo-Institut hält ein Plus von 6,6 Prozent für möglich, nachdem sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft zuletzt fünf Monate in Folge verbessert hat.

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08:16 Uhr

TV-Duell dürfte Dax zum Handelsstart Minus bescheren

Dax
Dax 12.643,36

Nach dem ersten TV-Duell von US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden dürften sich Anleger am deutschen Aktienmarkt zurückziehen. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge etwas niedriger starten. Am Dienstag war der deutsche Leitindex 0,4 Prozent schwächer bei 12.826 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die Debatte zwischen Trump und Biden in der Nacht zu Mittwoch war geprägt von gegenseitigen Beleidigungen und persönlichen Angriffen. Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht Biden als Gewinner des Duells, was an den Börsen eher negativ aufgefasst werde. "Ein Präsident Biden könnte die Steuerreform Trumps in Teilen zurückdrehen", erläuterte Altmann. Unter den Börsianern gebe es deswegen nicht wenige, die sich vier weitere Jahre Trump wünschten. Dieser wiederum ließ in dem Duell offen, ob er eine Wahlniederlage akzeptieren werde.

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08:01 Uhr

Euro hält sich wacker

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Der Euro notiert weiter über der Marke von 1,17 Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1735 Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1702 Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte stehen zahlreiche Konjunkturdaten an, die Anleger zu bewerten haben. Höhepunkte sind neue Zahlen vom deutschen und US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Außerdem steht eine aktualisierte Schätzung für die Wirtschaftsentwicklung in den USA im zweiten Quartal auf dem Programm.

Darüber hinaus werden sich Analysten und Anleger mit der Nachbesprechung des ersten TV-Duells zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer in der Präsidentschaftswahl, Joe Biden, beschäftigen. Eine erste Umfrage hatte einen knappen Vorteil für Biden ergeben.

07:40 Uhr

Adidas platziert Anleihe über 500 Millionen Euro

Adidas
Adidas 282,60

Der Sportartikelhersteller Adidas hat eine Nachhaltigkeitsanleihe in Höhe von 500 Millionen Euro platziert. Im Zusammenhang mit der Emission werde der KfW-Kredit, den sich der Konzern angesichts der Probleme inmitten der Corona-Krise gesichert hatte, um weitere 500 Millionen Euro auf nun 2,1 Milliarden Euro zurückgeführt, teilte die Adidas AG mit.

Im April hatte der Konzern einen revolvierenden Konsortialkredit von 3,0 Milliarden Euro erhalten, der eine Darlehenszusage über 2,4 Milliarden Euro seitens der Staatsförderbank KfW sowie Darlehenszusagen von 600 Millionen Euro seitens eines Konsortiums von Partnerbanken des Unternehmens enthält. Die erste Nachhaltigkeitsanleihe des Dax-Konzerns hat eine Laufzeit von acht Jahren und einen Kupon von 0,00 Prozent. Sie wird an der Luxemburger Wertpapierbörse mit einer Stückelung von jeweils 100.000 Euro gelistet. Das Angebot war mehr als fünfmal überzeichnet, wie Adidas mitteilte.

06:55 Uhr

WTO befürwortet wohl EU-Strafzölle auf US-Waren wegen Boeing-Subventionen

Boeing
Boeing 169,07

Im Streit zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA über Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus und den amerikanischen Hersteller Boeing gibt die Welthandelsorganisation (WTO) Insidern zufolge der EU grünes Licht für Strafzölle auf US-Waren. Die Europäische Union dürfe Zölle auf US-Waren im Wert von 4 Milliarden Dollar erheben, um Subventionen für den US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing zu sanktionieren, erklärten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die EU argumentiere, dass sie aufgrund separater ungenutzter Gebühren die Zollschraube bis auf 8,2 Milliarden Dollar anziehen könne.

Die Entscheidung der WTO-Schiedsrichter werde in den kommenden Wochen veröffentlicht. Hintergrund ist ein seit 15 Jahren vor der WTO ausgetragener Streit über staatliche Hilfen für Airbus wie auch für den Rivalen Boeing in Milliardenhöhe, die die WTO jeweils für unzulässig erklärt hat. Der US-Handelsvertreter und das EU-Büro in Washington antworteten nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Boeing lehnte einen Kommentar zu der vertraulichen WTO-Entscheidung ab und Airbus stand für eine Stellungnahme nicht sofort zur Verfügung.

06:29 Uhr

Asiatische Börsen reagieren durchwachsen auf US-TV-Duell

Die asiatischen Aktien haben sich mit Blick auf die erste US-Präsidentschaftsdebatte durchwachsen gezeigt. Das erste Duell zwischen dem Demokraten Joe Biden und Präsident Donald Trump wurde von politischen Analysten als Trumps beste Chance gewertet, seinen in Meinungsumfragen bestehenden Rückstand aufzuholen. Ein gutes Abschneiden für Trump in der Debatte könnte die ansonsten vorsichtige Marktstimmung heben, sagte Michael McCarthy, Chefstratege bei Broker CMC Markets in Sydney.

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 23.510 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1 Prozent und lag bei 1641 Punkten. Positive Wirtschaftsdaten aus China hoben die Börse in Shanghai ins Plus, sie lag 0,5 Prozent höher. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

Chinas Industrie ist im September durch einen Aufschwung im Exportgeschäft gewachsen. Die Daten signalisieren, dass Chinas Industriesektor sich weiter in Richtung des Niveaus vor der Pandemie bewegt, da aufgestaute Nachfrage, stimulierungsbedingte Infrastrukturerweiterungen und überraschend robuste Exporte eine Erholung vorantreiben.