Wirtschaft

Corona bedroht Jobs US-Regierung einig mit Airlines über Hilfe

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Flieger von United Airlines: Die Fluggesellschaft kündigte im September rund 16.000 Entlassungen ab Oktober an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Den US-Fluggesellschaften setzt die Corona-Krise zu. Mehrere große Airlines verordneten bereits Zwangsurlaub und drohen mit umfangreichen Stellenstreichungen. So soll der Druck auf die US-Regierung erhöht werden. Das zahlt sich bislang aber nur teilweise aus.

Die US-Regierung hat mit sieben großen Fluggesellschaften des Landes eine Vereinbarung über staatliche Finanzhilfen in der Corona-Krise getroffen. Wie das Finanzministerium mitteilte, wurde eine Einigung über die Vergabe von Mitteln aus einem Hilfspaket für die Branche in Höhe von 25 Milliarden Dollar erzielt.

Diese Hilfen für die Airlines waren vom Kongress Ende März als Teil des gigantischen Programms gegen die Corona-Krise im historischen Rekordvolumen von 2,2 Billionen Dollar beschlossen worden. Seit Juli verhandelten die Fluggesellschaften mit der Regierung über die Modalitäten der Kredite.

Hilfen an Bedingungen geknüpft

Das Finanzministerium teilte jetzt aber nur mit, dass die Kreditvergabe "unter bestimmten Bedingungen" erfolgen werde, ohne diese Konditionen zu präzisieren. Auch ließ das Ministerium offen, ob die Hilfen ausreichen werden, um die von American Airlines und United Airlines für Oktober anvisierten Streichungen zehntausender Stellen noch abzuwenden.

Finanzminister Steven Mnuchin zeigte sich aber "erfreut", dass dieser für die US-Wirtschaft "wesentlichen" Branche nun geholfen werden könne. Er appellierte an den Kongress, die Stützungsmaßnahmen für die Airlines auszuweiten. Die Verhandlungen zwischen den Republikanern von Präsident Donald Trump und den oppositionellen Demokraten über ein neues Corona-Konjunkturpaket kommen seit Monaten nicht entscheidend voran.

Entlassungen drohen

Laut der jetzt erzielten Vereinbarung soll die maximale Kredithöhe für einzelne Airlines bei 7,5 Milliarden Dollar liegen. Neben American und United sind Alaska Airlines, Frontier Airlines, JetBlue, Hawaiian Airlines und SkyWest Airlines an der Vereinbarung mit der Regierung beteiligt. Delta und Southwest beteiligen sich hingegen nicht.

United Airlines hatte Anfang September angekündigt, im Oktober rund 16.000 Mitarbeiter zu entlassen, falls bis dahin keine neuen Staatshilfen vom Kongress beschlossen würden. Betroffen wären unter anderem mehr als 6900 Flugbegleiter. American Airlines wiederum hatte Ende August erklärt, im Oktober 19.000 Mitarbeiter entlassen zu müssen, sollte es keine neuen Staatshilfen geben. Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrtbranche weltweit hart getroffen, die Zahl der Fluggäste ist massiv eingebrochen.

Quelle: ntv.de, bad/AFP

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