Montag, 13. Dezember 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax bricht Aufstieg ab - Daimler Truck mit kräftigem Plus

Erst hohe Gewinne, dann ein Zurückrudern: Der deutsche Aktienmarkt hat am Nachmittag seine Tagesgewinne wieder abgegeben. Zum einen sind die US-Börsen mit Abschlägen gestartet, zum anderen wurden charttechnische Hürden nicht genommen. Viele Anleger hielten sich zurück vor den zahlreichen geldpolitischen Entscheidungen dieser Woche.

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Der Dax schloss am Ende fast unverändert auf bei 15.622 Punkten, im Tageshoch stand der Index bei 15.794 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 4178 Zählern.

Diese Woche ist eine der Zentralbanken: Mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch sowie der EZB und der Bank of England (BoE) am Donnerstag stehen die wichtigen Termine erst ab Wochenmitte an. Erst Anfang November hatte die Fed Pläne zum allmählichen Auslaufen des Anleihekaufprogramms auf den Weg gebracht. Der EZB-Rat dürfte beschließen, die Nettokäufe unter dem Pandemieprogramm PEPP per Ende März 2022 einzustellen. Das ist der einzige Punkt, über den sich Analysten im Vorfeld der Beratungen einigermaßen einig sind.

Bei den Einzelwerten hausierten Daimler Truck am zweiten Handelstag. Die ausgegliederte Nutzfahrzeugtochter war am Freitag erstmals an der Börse gelistet worden. Für Daimler Truck ging es heute um 10,7 Prozent auf 32,96 Euro nach oben. Hintergrund war ein ganzer Reigen von Kaufempfehlungen für die Aktie. Auch andere Kursbewegungen werden von Analystenkommentaren getrieben - etwa der Anstieg von 2,6 Prozent bei SAP nach einer Kaufempfehlung der UBS.

Im MDax gewannen Hugo Boss zwischenzeitlich fast vier Prozent, am Ende waren es dann ein Prozent. Carl Zeiss Meditec machten mit einem Satz von 7,8 Prozent den Dämpfer vom Freitag nach Geschäftszahlen endgültig vergessen. Aktien von United Internet profitierten von den Plänen des Vorstandschefs zur Anteilsaufstockung und verteuerten sich um 3,7 Prozent.

17:19 Uhr

Pfizer hat nun Arena Pharmaceuticals an der Angel

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Der US-Pharmakonzern Pfizer will für 6,7 Milliarden Dollar das kalifornische Biotechunternehmen Arena Pharmaceuticals kaufen. Je Arena-Aktie will Pfizer 100 Dollar zahlen - das ist rund das Doppelte des Schlusskurses vom Freitag. Die Übernahme soll in bar bezahlt werden, wie Pfizer mitteilte.

Für den Konzern ist es die zweite Milliardenübernahme innerhalb kurzer Zeit: Erst im Sommer hatte Pfizer den Kauf des kanadischen Krebsspezialisten Trillium Therapeutics für 2,26 Milliarden Dollar angekündigt und diesen im November abgeschlossen.

17:10 Uhr

Siemens erhält Großauftrag aus dem "hohen Norden"

Der deutsche Technologiekonzern Siemens soll in den nächsten Jahren das Zugsteuerungssystem für die U-Bahn in der norwegischen Hauptstadt Oslo modernisieren. Die Zugsparte Siemens Mobility bezifferte den Auftragswert auf 270 Millionen Euro.

Neben der Planung, Entwicklung und Installation der digitalen Zugsteuerungstechnik für das bestehende, 94 Kilometer lange Streckennetz und eine sechs Kilometer lange neue Strecke ist auch ein 25-jähriger Wartungs- und Dienstleistungsvertrag Teil des Projekts.

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Blick auf Oslo.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

16:51 Uhr

Bayer hofft auf Ende des Glyphosat-Streits

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(Foto: imago images/Action Pictures)

Bayer kann sich Hoffnung machen, dass das oberste US-Gericht einen wegweisenden Fall im Glyphosat-Streit zur Überprüfung annehmen wird. Wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht, will der US Supreme Court sich die Meinung der US-Regierung in Washington zu dem Fall einholen. Das zeigt, dass die Richter den Fall für interessant halten. Sollten sie ihn zur Verhandlung annehmen, hätte ihr Urteil Signalwirkung.

Von einem möglichen Sieg in einem Verfahren versprechen sich die Leverkusener, die Streitigkeiten um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter im Grunde beenden zu können.

16:37 Uhr

Dax gibt Gewinn vollständig ab

Der Gewinn ist weg: Der Dax ist am späten Nachmittag ins Minus gedreht. Der Leitindex verlor 0,1 Prozent auf 15.616 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent auf 4202 Zähler.

16:26 Uhr

Vorsicht an der Wall Street vor Fed-Entscheid

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(Foto: picture alliance / newscom)

US-Anleger haben sich vor dem anstehenden Entscheid der US-Notenbank Fed zurückhaltend gezeigt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete leicht schwächer bei 35.890 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 0,2 Prozent auf 4703 Punkte ein, nachdem er am Freitag ein Rekordhoch erzielt hatte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab zum Wochenauftakt 0,1 Prozent auf 15.620 Punkte nach.

Für Verunsicherung sorgte weiter die Corona-Variante Omikron. Vor allem Aktien von Flugzeuggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen gerieten unter Druck. So büßten die Titel von American Airlines und Carnival in den ersten Handelsminuten rund vier Prozent ein. Anleger zeigten sich besorgt, nachdem mindestens ein Patient in Großbritannien an der Variante starb.

Unterdessen zog die Aktie von Apple um bis zu 1,3 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 181,30 Dollar. Damit ist der Konzern dicht davor, weltweit das erste Unternehmen mit einem Börsenwert von drei Billionen Dollar zu werden.

16:18 Uhr

Weihnachtsrally voraus? Dax-Strategien für den Jahreswechsel

Die Anleger scheinen den Omikron-Schock erstmal überwunden zu haben. Der Dax bekommt seit Tagen neuen Aufwind. Ist das also doch noch eine kleine Weihnachtsrally? Wie Anleger mit einem Sicherheitspuffer auf den Dax setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Société Générale.

15:56 Uhr

Insolvenzverwalter will Wirecard-Bilanzen für nichtig erklären lassen

Das Münchner Landgericht wird in dieser Woche im Wirecard-Skandal eine Klage von großer Bedeutung für Aktionäre und Finanzamt verhandeln: Insolvenzverwalter Michael Jaffé will die mutmaßlich gefälschten Jahresbilanzen des ehemaligen Dax-Konzerns für 2017 und 2018 für nichtig erklären lassen. Der Anwalt will darüber hinaus auch die Beschlüsse der Hauptversammlungen anfechten, auf denen die Aktionäre die Dividendenzahlungen für diese beiden Jahre abgesegnet hatten.

Verhandelt wird die Zivilklage am Donnerstag, wie das Landgericht München I mitteilte. Ein Urteil wird nicht erwartet.

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15:25 Uhr

Omikron befällt Airline-Aktien

Die Lage im Airline-Sektor dürfte sich nach Einschätzung aus dem Handel zunächst verschlechtern, bevor es wieder besser wird. Analysten verweisen auf die rasante Verbreitung von Omikron, die in der Zwischenzeit bereits ein Drittel aller neuen Infektionen in London stellte. Es sei nicht mehr auszuschließen, dass Weihnachtsfeierlichkeiten verboten würden, hieß es.

Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante hat Großbritannien die landesweite Corona-Warnstufe erhöht. Die Bewertung des Risikos für die öffentliche Gesundheit erreicht nun mit Stufe vier die zweithöchste. IAG fielen 4,2 Prozent, Air France 1,2 Prozent und Lufthansa 2,1 Prozent. MTU Aero und Fraport verloren je 0,6 Prozent.

Lufthansa
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15:11 Uhr

Deutsche-Wohnen-Chef lehnt Spitzenposten bei Vonovia ab

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Michael Zahn

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche-Wohnen-Vorstandschef Michael Zahn wird nun doch nicht stellvertretender CEO bei Vonovia, wie ursprünglich bei der Übernahme der Berliner durch die Bochumer vereinbart. Als Grund führt er nun in einer eigenen Stellungnahme an, "dass ich nach 14 Jahren als Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen die Integration nicht so unbefangen und sachlich hätte vorantreiben können, wie es meinen eigenen Anforderungen entspricht".

Vonovia hatte angekündigt, dass Philipp Grosse als Finanzvorstand von Deutsche Wohnen zu Vonovia wechsle und die derzeitige Vonovia-Finanzchefin Helene von Roeder Vorständin für Digitalisierung und Innovation werde. Zahn habe sich entschieden, das Angebot nicht anzunehmen, teilte Vonovia ohne Begründung mit.

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14:46 Uhr

Starbucks schließt zwei Cafes in China nach negativem Bericht

Starbucks
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Starbucks zieht Konsequenzen: Die US-Kaffeehauskette in China zwei Filialen geschlossen, nachdem eine staatliche Zeitung über die Verwendung abgelaufener Zutaten berichtet hat. "Wir nehmen die Berichte der lokalen Medien sehr ernst und haben sofort die beiden Läden geschlossen, um eine gründliche Durchsuchung durchzuführen" teilte das Unternehmen mit.

Die "Beijing News" berichtete unter Berufung auf eigene verdeckte Ermittlungen, in zwei Starbucks-Kaffeehäusern in der Millionenstadt Wuxi durchgeführt seien unter anderem abgelaufene Matcha-Flüssigkeit für Milchkaffees benutzt worden. China ist nach den USA der zweitgrößte Markt für das Unternehmen.

14:34 Uhr

Harley hat mit E-Motorradsparte viel vor - Kurs schnellt hoch

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(Foto: REUTERS)

Auch Harley-Davidson geht mit der Zeit. Das Traditionsunternehmen will sein Geschäft mit Elektromotorrädern an die Börse bringen. Das Geschäft namens Livewire soll laut Mitteilung über einen Zusammenschluss mit der leeren Unternehmenshülle AEA-Bridges Impact Corp auf das Parkett gebracht werden. Livewire soll an der New York Stock Exchange unter dem Symbol LVW notiert werden. Die Bewertung der Sparte liege bei rund 1,77 Milliarden US-Dollar.

Investoren reagieren mit Käufen der Aktie von der Harley-Davidson auf die Informationen: Das Papier verteuert sich im vorbörslichen US-Handel um rund elf Prozent.

14:12 Uhr

Personalvermittler-Aktienkurs stürzt ab

Der anstehende Führungswechsel bei SThree hat zahlreiche Anleger verunsichert. Die Aktie des Personalvermittlers steuerte in London mit einem Minus von gut 13 Prozent auf den größten Tagesverlust der Firmengeschichte zu.

Zudem hätten die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr nur im Rahmen der Erwartungen gelegen, kommentiert ein Analyst das Geschehen. Außerdem deuteten die Unternehmensziele für das angelaufene Geschäftsjahr auf eine Senkung der Gewinnprognosen durch Analysten hin. SThree-Chef Mark Dorman verlässt die Firma aus persönlichen Gründen.

SThree
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13:56 Uhr

Berlusconi-Firmen erhöhen Anteile bei Prosiebensat1

Prosiebensat1
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Bei Prosiebensat1 haben mehrere vom ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gesteuerte Unternehmen zusammen die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten. Die Aufstockung der Stimmrechte durch Fininvest SpA, MFE-Mediaforeurope NV und Mediaset Espana Comunicacion SA sei Teil der langfristigen strategischen Ziele für Prosiebensat1, sagte der 85-jährige Berlusconi in einer Erklärung.

Die Unternehmen beabsichtigen, in den kommenden zwölf Monaten weitere Stimmrechte zu erwerben, abhängig von den Marktbedingungen, dem Aktienkurs und möglichen strategischen Optionen und vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, fügte Berlusconi hinzu.

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(Foto: REUTERS)

13:44 Uhr

Japans wirtschaftliches Rückgrat gerät in die Bredouille

Die Lieferkrise bei Elektronik-Bauteilen bereitet der japanischen Automobilindustrie weiter Sorgen. Wie aus einer Quartalsumfrage ("Tankan") der japanischen Notenbank hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die Autobauer um Branchenprimus Toyota zwischen September und Dezember um einen Punkt im Vergleich zum Vorquartal auf minus acht. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Branche in der Mehrheit sind. Branchenübergreifend verharrte der Stimmungsindex für die gesamte Großindustrie des Landes bei plus 18, nachdem sich die Stimmung in den fünf vorangegangenen Quartalen aufgehellt hatte.

Japans Automobilindustrie, die das Rückgrat der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt darstellt, hatte wegen fehlender Zulieferteile und Halbleiter-Engpässen die Produktion in den vergangenen Monaten drosseln müssen. Dagegen hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor des Landes nach der Aufhebung des Corona-Notstands im Oktober weiter deutlich auf und liegt jetzt wieder auf dem Niveau vor Beginn der Pandemie, wie der Tankan zeigt.

13:25 Uhr

Wall Street vor positivem Start in "Woche der Wahrheit"

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(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Wall Street könnte ihre Aufschläge vom Wochenschluss heute noch etwas ausbauen. Der Aktienterminmarkt deutet einen etwas festeren Handelsauftakt am Kassamarkt an. Händler sprechen von einer "Woche der Wahrheit" mit den Notenbanksitzungen von Federal Reserve, Europäischer Zentralbank, Bank of England sowie der Bank of Japan. Von der US-Notenbank erwarten Marktakteure eine forschere Gangart bei der geldpolitischen Straffung.

Doch offenbar nehmen Anleger die Sache ziemlich gelassen. Im Handel hört man, dass die Straffungen weitgehend eingepreist seien und daher wohl kaum belasten dürften. Zudem sei Inflationsbekämpfung wirklich geboten, denn nachhaltige Inflationsraten auf dem aktuellen Niveau dürften früher oder später auch die Konjunktur und damit den Aktienmarkt treffen, heißt es.

12:40 Uhr

Elektroindustrie verschärft Materialknappheit noch

Ein Mitarbeiter montiert einen Lüfter. Foto: Daniel Maurer/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Maurer/dpa/Archivbild)

Die deutsche Digital- und Elektroindustrie leidet nicht nur unter der internationalen Materialknappheit, sondern heizt diese auch notgedrungen an. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes ZVEI bestellen zwei von drei Unternehmen mehr Vorprodukte, als sie eigentlich benötigen. Um Knappheiten möglichst zu vermeiden, sei man dazu gezwungen, berichtete der Verband.

Auch auf der Kundenseite werde zunächst mehr geordert als benötigt, habe rund die Hälfte der Teilnehmer berichtet. Mit den Knappheiten und Lieferengpässen seien nahezu alle Betriebe konfrontiert, wobei sich für drei Viertel die Lage in den vergangenen drei Monaten verschärft habe.

12:20 Uhr

Peloton nach "Sex and the City"-Rückschlag erholt

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(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Nach dem jüngsten Kursrutsch als Reaktion auf die neueste Folge der TV-Serie "Sex and the City" steigen Anleger wieder bei Peloton ein. Die Aktie gewinnt im vorbörslichen US-Geschäft drei Prozent. Am Freitag war der Kurs um mehr als fünf Prozent abgerutscht, weil "Mr. Big" - eine der Hauptfiguren der Serie - nach einer Trainingseinheit auf einem Peloton-Gerät an einem Herzinfarkt gestorben war.

Dies werde wohl kaum die Verkaufszahlen beeinträchtigen, sagte ein  Analyst. Allerdings seien künftig nicht mehr die Wachstumszahlen wie zu Beginn der Pandemie zu erwarten.

12:03 Uhr

Morphosys wird vom Tiger zum Bettvorleger - dickes Minus

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Morphosys 22,81

Positive Studienergebnisse zu seinen Krebsarzneien haben der Aktie von Morphosys nur kurzzeitig Rückenwind gegeben. Das Papier der Biotechfirma konnte seine anfänglichen Kursgewinne von bis zu 2,6 Prozent nicht halten und fiel am Mittag um 4,1 Prozent.

Offenbar hätten Anleger das Eröffnungsplus genutzt, um sich von den Papieren zu trennen, hieß es an der Frankfurter Börse. Wegen der enttäuschenden Kursentwicklung der vergangenen Monate wolle sie niemand zum Jahresende im Depot haben. Morphosys-Titel büßten seit Anfang Januar rund zwei Drittel ihres Wertes ein.

Morphosys hatte am Wochenende Studienergebnisse zu seinem bereits zugelassenem Blutkrebsmedikament Monjuvi sowie zu einem  neuen Mittel Pelabresib, das sich das Unternehmen mit der Übernahme des US-Krebsspezialisten Constellation Pharmaceuticals in diesem Sommer gesichert hatte, veröffentlicht.

11:33 Uhr

Milliarden für Netzausbau in Deutschland

Deutsche Glasfaser holt sich für den Netzausbau mehr finanzielle Feuerkraft. Ein Kreditorenkonsortium stelle eine Finanzierung in Höhe von 5,75 Milliarden Euro zur Verfügung, teilte das vom schwedischen Investor EQT und dem kanadischen Pensionsfonds Omers kontrollierte Unternehmen mit.

Laut Branchenverband Breko liegt die Glasfaserquote in Deutschland bei 17,7 Prozent. Deutsche Glasfaser hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2025 die Zahl der mit Glasfaser-Anschlüssen bis in das Haus versorgten Haushalte auf vier Millionen zu steigern und konzentriert sich dabei vor allem auf den ländlichen Raum, der bisher im Vergleich zu den Metropolen kaum berücksichtigt wurde.

11:13 Uhr

Daimler-Tochter erwartet Verkaufsrekord

Die Daimler-Tochter AMG rechnet mit einem Verkaufsrekord. "Die Nachfrage nach AMG ist ungebrochen hoch, daher werden wir 2021 voraussichtlich sogar mehr Autos verkaufen als im Rekordjahr 2019", sagt AMG-Chef Philipp Schiemer der "Automobilwoche". Auch die G-Klasse und Maybach verkauften sich sehr gut. Schiemer begrüßte eine mögliche stärkere Kooperation mit dem britischen Luxussportwagen-Hersteller Aston Martin: "Wenn es Möglichkeiten für Synergien gibt und wir Aston Martin in Zukunft auch mit weiteren Antriebskomponenten beliefern können, sind wir dafür offen." Denkbar sei es, ab 2025 die komplette Elektroplattform AMG.EA zu teilen. "Wenn Interesse besteht, haben wir auch hierfür ein offenes Ohr – auch Aston Martin gegenüber."

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10:52 Uhr

Habeck verlängert Innovationsprämie für E-Autos

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(Foto: dpa)

Um den Umstieg auf saubere Mobilität voranzutreiben, verlängert Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach Angaben aus seinem Haus die aktuelle Innovationsprämie für Elektrofahrzeuge zunächst um ein Jahr und richtet danach die Förderung deutlich stärker auf Klimaschutz aus. So sollten ab 2023 nur noch Elektrofahrzeuge gefördert werden, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben. Dieser solle über den elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert werden. Die Arbeiten an diesem neuen Förderdesign seien gleich mit dem Start der neuen Regierung aufgenommen worden.

Die hierfür notwendige Änderung der Förderrichtlinie für Elektrofahrzeuge sei in der Bundesregierung abgestimmt. Sie werde zum Jahresende im Bundesanzeiger veröffentlicht und trete am 1. Januar 2022 in Kraft. Käuferinnen und Käufer rein elektrisch betriebener E-Autos erhalten demnach 2022 weiterhin bis zu 9000 Euro Förderung. Plug-In-Hybride werden mit maximal 6750 Euro gefördert.

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10:42 Uhr

Wann verliert das Coronavirus seinen Schrecken?

Obwohl der erste Schock wegen der Omikron-Variante überwunden ist, bleiben die Börsen nervös. Dazu kommt die weiter anziehende Inflation. Wie werden die Notenbanken in den kommenden Monaten gegensteuern und welche Auswirkungen wird das auf die Märkte haben? Und welche Rolle wird die neue Bundesregierung spielen? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Anouch Wilhelms von der Société Générale und Daniel Saurenz von Feingold Research über Chancen und Risiken für das kommende Jahr.

10:24 Uhr

Dax mit dickem Plus - Daimler-Truck-Aktie geht kräftig ab

Daimler Truck
Daimler Truck 27,70

Der Dax hat sich zum Start der Woche der Notenbanken kräftig erholt. Der deutsche Leitindex legte am Vormittag 1,1 Prozent zu und notierte bei 15.789 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,7 Prozent auf 4227 Punkte. Neben der US-Notenbank Fed werden in den kommenden Tagen auch die Währungshüter aus Europa, Großbritannien und Japan den weiteren geldpolitischen Kurs festlegen. Dabei treibt die Marktteilnehmer besonders um, ob die Fed in den USA bereits eine Zinswende einläutet oder nicht.

Mit weiteren Ersteinstufungen von Analysten stehen die Papiere von Daimler Truck im Fokus. Die Nutzfahrzeugsparte von Daimler war am Freitag vom Konzern abgespalten und eigenständig an die Börse gebracht worden. Heute gewann die Aktie 9,9 Prozent auf 32,70 Euro. Experten mögen die Anlagestory des Lkw-Marktführers mit Kurszielen von bis zu 48 Euro. Am Freitag war die Aktie bei 28 Euro gestartet.

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10:04 Uhr

Deutsche Börse will bei Kryptos zukaufen

Die Deutsche Börse will sich im Geschäft mit nachhaltigen Investments und digitalen Assets weiter verstärken. In dem Bereich gebe es große Wachstumschancen, sagte Vorstand Thomas Book dem "Handelsblatt". "In beiden Bereichen wollen wir unser Angebot nicht nur organisch ausbauen, sondern sehen uns auch nach Zukaufmöglichkeiten um."

Im Juni hatte der Börsenbetreiber die Übernahme des Schweizer Handelsplatzes Crypto Finance angekündigt. Dadurch werde die Deutsche Börse von der wachsenden Nachfrage von institutionellen Investoren nach Kryptoassets künftig noch stärker profitieren, sagte Book.

Deutsche Börse
Deutsche Börse 173,85

Der Börsen-Vorstand forderte einen "Aktionsplan, um den Kapitalmarkt in Deutschland und Europa zu stärken". Er sieht die Gefahr, dass nach dem Pharmaunternehmen Biontech weitere deutsche Wachstumsunternehmen in den USA an die Börse streben. "Bei den späten Finanzierungsrunden von Start-ups in Deutschland kommt das Kapital heute zu 80 Prozent von ausländischen Investoren. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Firmen im Ausland an die Börse gehen und dort verstärkt investieren", sagte Book.

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09:42 Uhr

Aktienkurs von Busbetreiber geht durch die Decke

Eine Übernahmeofferte des Finanzinvestors Basalt hat dem schwedischen Busbetreiber Nobina den größten Kurssprung der Firmengeschichte beschert. Der Kurs der Aktie stieg in Stockholm um gut 30 Prozent und war mit 108,40 Kronen so teuer wie nie. Basalt bietet 108 Kronen pro Aktie oder umgerechnet insgesamt 909 Millionen Euro.

09:31 Uhr

"Lieferketten - Der globale Stresstest"

Unsere Welt des Konsums basiert auf einem internationalen Netzwerk aus Lieferanten, Produzenten und Spediteuren. Unterbrechungen in dieser Lieferkette führen zu einer globalen Krise. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie fragil unsere Lieferstrukturen sind - und was passiert, wenn die Lieferketten gestört werden.

Auf ntv ist in dieser Woche die Serie "Lieferketten - Der globale Stresstest" zu sehen. Heute wird um 22:10 Uhr die erste Folge ausgestrahlt. Von Medikamenten in Europa bis hin zur Weihnachtsbeleuchtung in Amerika - die Dokumentation deckt auf, wie eng globale Handelsketten miteinander verknüpft sind.

Hier erfahren Sie mehr über das aktuelle Lieferketten-Chaos:

09:19 Uhr

Türkische Lira wird immer weicher - Zinsentscheid am Freitag

Die türkische Lira ist vor der in dieser Woche erwarteten erneuten Zinssenkung auf ein Rekordtief gefallen. Ihr Kurs gab auf bis zu 14,99 zum US-Dollar nach, nachdem er am Freitag noch bei 14,10 gelegen hatte. Die Währung hat damit bereits in diesem Jahr rund 47 Prozent an Wert verloren. Dabei hatte die Zentralbank in den vergangenen zwei Wochen drei Mal am Devisenmarkt interveniert und Dollar aus ihren Reserven verkauft, um die Lira zu stabilisieren.

Für diesen Freitag erwarten Ökonomen, dass der Zinssatz erneut gesenkt wird - und zwar von aktuell 15,0 auf dann 14,0 Prozent. Und das, obwohl die Inflationsrate derzeit bei mehr als 21 Prozent liegt.

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09:07 Uhr

Dax geht mit leichtem Gewinn in die Woche

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Aufschlägen in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 15.652 Punkte. In dieser Größenordnung legten auch MDax und TecDax zu. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,2 Prozent höher bei 4208 Stellen.

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08:57 Uhr

Asien-Börsen folgen der Wall Street ins Plus

Nikkei
Nikkei 28.175,87

Gestützt auf die jüngsten Kursgewinne an der Wall Street haben die asiatischen Börsen zum Start in die neue Woche ebenfalls zugelegt. Der japanische Nikkei stieg um 0,7 Prozent auf 28.640 Punkte, die chinesische Börse in Shanghai kletterte 0,5 Prozent auf 3683 Zähler.

Daneben richteten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die anstehenden Beratungen zahlreicher Notenbanken, schrieben die Analysten der britischen Bank Barclays. Sie stünden vor einer schwierigen Aufgabe, da der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus der erhöhte Preisdruck gegenüberstehe.

Gegen den Trend rutschten die Aktien von Toyota in Tokio um 2,4 Prozent ab. Wegen fehlender Zulieferteile weitet der Autobauer seine Produktionspausen in japanischen Werken aus. In China rutschten die Titel von Fenglong Electric, Jingsheng Mechanical, Zhongxin Fluoride und Ningbo Homelink um bis zu 4,4 Prozent ab. Die in der Region Zhejiang ansässigen Firmen stellen wegen eines Corona-Ausbruchs ihre Produktion vorübergehend ein.    

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08:47 Uhr

Omikron-Sorgen schwinden, Ölpreise steigen

Die nachlassende Furcht vor einem Nachfrage-Rückgang nach Öl wegen der neu entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus lockt Anleger an den Rohölmarkt zurück. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich 1,4 Prozent auf 76,22 Dollar je Barrel. "Es herrscht Erleichterung, dass das Risiko einer schweren Erkrankung offenbar gering ist", sagt Volkswirt Tatsufumi Okoshi von der Investmentbank Nomura.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 88,64
Brent Rohöl
Brent Rohöl 95,03

 

08:32 Uhr

Testresultate für Krebsmittel geben Morphosys Auftrieb

Ermutigende Testergebnisse eines Krebsmedikaments ermuntern Anleger zum Einstieg bei Morphosys. Die Aktien der bayerischen Biotechfirma steigen vorbörslich 1,6 Prozent.

Morphosys
Morphosys 22,43

 

08:16 Uhr

Stärkster Anstieg der Großhandelspreise seit 1962

Die Verkaufspreise im Großhandel sind im November 2021 um 16,6 Prozent gegenüber November 2020 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Berechnung der Großhandelspreis-Indizes 1962. Im Oktober 2021 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei plus 15,2 Prozent und im September 2021 bei plus 13,2 Prozent gelegen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Großhandelspreise im November 2021 um 1,3 Prozent.

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08:05 Uhr

Beginnt die Dax-Weihnachtsrally?

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Freitag war er um 0,1 Prozent auf 15.623 Punkte gefallen. Im Blick haben Anleger bereits, wie die US-Notenbank am Mittwoch auf die hohe Inflationsrate reagieren wird. Mit 6,8 Prozent im November sind die USA meilenweit über das Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent hinausgeschossen. Das dürfte die Fed unter Handlungsdruck setzen, sagten Experten. Viele von ihnen gehen davon aus, dass auf der geldpolitischen Sitzung der Fed am Mittwoch ein Beschluss gefasst wird, den Abbau der Anleihenkäufe zu beschleunigen.

Zum Wochenstart werden Investoren zudem den Tankan-Konjunkturbericht aus Japan beäugen. Bei den Unternehmen lädt der Der Großküchen-Ausrüster Rational zum virtuellen Kapitalmarkttag.

07:51 Uhr

Techies in Asien gefragt

Die Börsenwoche in Ostasien beginnt so, wie die alte Woche an der Wall Street endete, mit auf breiter Front steigenden Kursen. Die November-Verbraucherpreisdaten aus den USA am Freitag seien im Rahmen der Erwartung ausgefallen, so dass von der US-Notenbank zumindest keine nochmals beschleunigte geldpolitische Straffung als die ohnehin schon in Aussicht gestellte kommen dürfte, heißt es im Handel zur positiven Stimmung.

In Hongkong verweisen die Analysten von IG auf im Wochenverlauf aus China erwartete Konjunkturdaten wie Industrieproduktion oder Einzelhandelsumsätze, die Peking dazu veranlassen könnten, weitere geldpolitische Lockerungen zu verfolgen. Der Stimmung zuträglich ist auch, dass es um die Konjunkturgefahren durch die Corona-Virusvariante Omikron zuletzt etwas ruhiger wurde. Dies spiegeln auch die steigenden Ölpreise wider.

Treiber in Hongkong sind Technologieaktien. Für Tencent, Alibaba und Meituan geht es zwischen 2,6 und 4,4 Prozent nach oben. Dagegen stehen Immobilienaktien mit den bekannten Problemen vieler Branchenunternehmen auf den Verkaufszetteln. China Evergrande verlieren 2,8 Prozent, China Vanke 1,2 Prozent und Country Garden 2,7 Prozent. Auch in Seoul schneiden Technologietitel besser als der breite Markt ab. LG Electronics legen um 4,4 Prozent und Samsung Electronics um 0,9 Prozent zu.

In Sydney berichteten Teilnehmer von einem Rücksetzer in den letzten Minuten des Handels. Nachdem zuvor noch sämtliche Branchenindizes im Plus gelegen hätten, seien einige noch in negatives Terrain abgerutscht. Zu den Favoriten in "Down Under" gehörten mit den steigenden Ölpreisen die Ölwerte. Auch Rohstoffaktien wurden gekauft, wozu auch steigende Rohstoffpreise in China beitrugen. Diese wiederum profitierten laut Marktbeobachtern von den eingeleiten Unterstützungsmaßnahmen Pekings für den Immobiliensektor in China.

07:41 Uhr

Bitcoin überspringt 50.000er Marke

Der Bitcoin ist erneut über die Marke von 50.000 Dollar geklettert. Die Kryptowährung steigt zeitweise 2,1 Prozent auf 50.439,06 Dollar. Seit dem diesjährigen Tiefstand von 27.734 Dollar am 4. Januar ist der Kurs um rund 82 Prozent gestiegen.

Bitcoin
Bitcoin 23.246,68

07:30 Uhr

Europäische Anleihen weiter unter Druck

Die Risikoaufschläge für südeuropäische Staatsanleihen sind zuletzt auf den höchsten Stand seit gut einem Jahr gestiegen. Bei zehnjährigen italienischen Schuldverschreibungen beträgt das Renditeplus gegenüber den entsprechenden Bundesanleihen aktuell 1,34 Prozentpunkte und bei spanischen Titeln 0,73 Prozentpunkte. Obwohl die laufende Verzinsung der Bonds damit interessanter geworden ist, mahnt Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank, zur Vorsicht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte bald das Ende ihres Notfallankaufprogramms im März beschließen und 2022 nur noch etwa halb so viele Staatsanleihen erwerben wie in diesem Jahr. Gleichzeitig könnten die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich und in Italien für Unsicherheit an den Märkten sorgen. Das Risiko einer erneuten Ausweitung der Risikoprämien auf kurze Sicht sei somit groß, auch weil die Staaten im ersten Quartal üblicherweise viele Anleihen begäben und das Angebot entsprechend zunehme.

07:12 Uhr

Dollar zieht zu Yen und Euro an

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der US-Dollar 0,1 Prozent auf 113,52 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3624 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9219 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,1 Prozent auf 1,1295 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 1,0415 Franken nach. Das Pfund Sterling verliert 0,2 Prozent auf 1,3249 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,02
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,98

 

07:00 Uhr

Asien-Börsen wagen sich nach vorn

Die asiatischen Aktienmärkte legen zunächst zu. Die Anleger sind anscheinend zuversichtlich, dass die Märkte alles überstehen, was in dieser Woche auf sie zukommt: Premierminister Boris Johnson warnte wegen der Virus-Variante Omikron vor einer "Flutwelle" an Neuinfektionen und es wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed diese Woche eine schnellere Rückführung der Wertpapierkäufe und damit einen früheren Beginn der Zinserhöhungen signalisieren wird. Auch die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die Bank of Japan steuern auf eine Normalisierung der Geldpolitik zu. "Die Aussichten auf eine globale Geldpolitik, die sich in mehreren Ländern in unterschiedlichem Tempo entwickelt, sind ein Rezept für Volatilität, und man könnte argumentieren, dass auch die Risiken rund um den Virus gestiegen sind", sagte John Briggs, Anlagestratege bei NatWest Markets.

Der Nikkei-Index zieht zunächst 0,9 Prozent auf 28.697 Punkte an. Der Topix steigt 0,5 Prozent und lag bei 1985 Punkten. Der Shanghai Composite notiert 0,9 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 1,2 Prozent.

Nikkei
Nikkei 28.175,87

06:46 Uhr

Musk: Könnte jährlich 600.000 Tesla in China produzieren

Tesla-Chef Elon Musk twittert, dass die Produktionsstätte des Elektroautobauers in Shanghai eine Kapazität von jährlich 600.000 Fahrzeugen erreichen könnte. Musk verweist in seinem Post auf einen Artikel von "Electrek", einer amerikanischen Nachrichten-Website, die sich mit Elektromobilität und nachhaltiger Energie beschäftigt. Darin heißt es, dass das Unternehmen in China in den vergangenen drei Monaten mehr als 50.000 Elektroautos pro Monat produziert hat und das Jahresziel deswegen schaffen könnte. Tesla hat die chinesische Fabrik wegen der hohen Produktionskapazität inzwischen schon zu seinem neuen Hauptexportzentrum gemacht.

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06:28 Uhr

Notenbanken, Geopolitik, Omikron: Das wird für den Dax heute wichtig

Ist der Dax wieder in der Spur? Der "Black Friday" scheint zumindest vorerst abgehakt. In der vergangenen Woche kletterte der deutsche Börsenleitindex stolze rund drei Prozent nach oben, schloss am Freitag mit 15.623 Punkten. Das war der größte Wochengewinn seit einem Dreivierteljahr. Nachlassende Sorgen rund um die neue Coronavirus-Variante Omikron befeuerten dabei die Zuversicht der Anleger. Zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen wurden zum Positionsaufbau genutzt. Auch an der Wall Street ist die Stimmung wieder optimistisch.

Nun könnte aber eine Woche der Entscheidung anstehen, denn mehrere wichtige Notenbanksitzungen werden Börsianer auf Trab halten. Die größte Aufmerksamkeit richten sie auf die Entscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Einen Tag später sind die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank von England (BoE) an der Reihe.

Die Fed stehe vor dem Problem, wegen der steigenden Inflation die Geldpolitik energisch straffen zu müssen, ohne dabei die Konjunktur abzuwürgen, sagt Olivier de Berranger, Chef-Anleger des Vermögensverwalters La Financiere de l'Echiquier. Gleichzeitig komme mit der Omikron-Variante des Coronavirus ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ins Spiel. "Die Fed wird ein Risiko eingehen müssen, bevor sie das Geschehen richtig einschätzen kann. Eine zentrale Entscheidung bei fehlender Sicht."

Daneben rückt die große Geopolitik in den Fokus - zum einen mit dem Streit um den diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in China durch die USA. Zum anderen bereitet Börsianern der Aufmarsch russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine sorgen. "Der Westen unterschätzt nach wie vor die russische Psyche in Bezug auf die Grenzsicherheit, ebenso wie er es mit China tut", warnt Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda. Bei einem russischen Einmarsch müsse mit einem starken Anstieg des Ölpreises und einem Crash an den Aktienmärkten gerechnet werden.

Der Start in die neue Handelswoche dürfte von der eher ruhig ablaufen: Die planbare Terminlage ist dünn. So veranstaltet die Rational AG einen Kapitalmarkttag, Fraport veröffentlicht Verkehrszahlen. Konjunkturseitig steht von Seiten der Bank of England die Präsentation eines Finanzstabilitätsberichts auf der Agenda, in den USA wird am Nachmittag der halbjährliche ISM-Wirtschaftsausblick veröffentlicht. Am interessantesten dürften für Anleger aber die deutschen Großhandelspreise um 08.00 Uhr sein.

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