Montag, 15. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
17:44 Uhr

Dax-Rally im Pausenmodus: Wie geht es weiter?

Die schlechte Nachricht: Der Dax kann an die Vorwoche der Rekorde nicht anknüpfen. Die gute Nachrichte: Der deutsche Börsenleitindex zeigt sich zum Start in die neue Handelswoche relativ stabil. Er fällt zunächst bis auf 14.481 Punkte im Tagestief, erholt sich von der kleinen Schwäche, klettert bis auf ein Tageshoch von 14.572 Zählern und verfehlt damit sein erst in der Vorwoche erreichtes Allzeithoch nur um knapp 25 Punkte. Stützen zunächst positive Konjunkturdaten aus China, sind es am Nachmittag grüne Vorzeichen und ein Dow-Jones-Rekord an der Wall Street. Allerdings geben die US-Leitindizes ihre Gewinne zum Handelsende hierzulande wieder ab. Der Dax verabschiedet sich 0,3 Prozent schwächer mit 14.461 Zählern aus dem Handel.

Dax
Dax 15.320,52

"Die Stimmung ist nach wie vor gut, ein neuer Rekord ist durchaus im Blickfeld", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta. "Viele Marktteilnehmer denken, dass diese Rally noch nicht zu Ende ist", unterstreicht er, verweist aber darauf, dass für ein neues Allzeithoch die Wall Street mitspielen müsse.

 

Bei den Einzelwerten im Dax stechen zum Wochenauftakt VW hervor, die mehr als drei Prozent zulegen. MTU und Infineon folgen mit Aufschlägen von jeweils mehr als einem Prozent. Auf der Gegenseite führen BASF und Covestro die Verliererliste mit Abschlägen von mehr und um zwei Prozent an.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05
BASF
BASF 70,38

 

17:07 Uhr

Solarauto-Entwickler lotet Börsengang in USA aus

Der Münchner Solarauto-Entwickler Sono Motors lotet Insidern zufolge einen Börsengang in den USA aus. Das 2016 gegründete Unternehmen könnte dabei mit deutlich mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden, sagen mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Sono prüfe sowohl einen normalen Börsengang als auch die Fusion mit einer bereits börsennotierten leeren Unternehmenshülle (SPAC), von denen in den USA viele auf Übernahmeobjekte lauern. Sono habe dazu die Investmentbanken Citi und Berenberg als Berater angeheuert. Sono Motors habe die für einen Börsengang nötigen Unterlagen bereits vertraulich bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.

Bisher gibt es vom ersten Sono-Modell mit dem Namen "Sion" nur einen Prototypen. Die Produktion soll im zweiten Halbjahr aufgenommen werden. Das Elektrofahrzeug kann nicht nur an der Steckdose geladen werden, sondern auch über Solarzellen, die in der Karosserie verbaut sind und pro Woche Strom für eine Strecke von 112 Kilometern erzeugen sollen. Zu den Entwicklungspartnern von Sono gehören die Autozulieferer Continental und ElringKlinger. Anfang 2020 hatte Sono 53 Millionen Euro frisches Kapital über eine Crowd-Finanzierungsrunde eingeworben. Ende des vergangenen Jahres steuerten Investoren wie Swedbank Robur weitere 45 Millionen Euro bei.

16:42 Uhr

Sparte droht Kollaps: Kurssturz bei Kreditanbieter

Die Warnung vor dem Kollaps der Konsumentenkredit-Sparte brockt Provident Financial den zweitgrößten Kurssturz der Firmengeschichte ein. Die Aktien des Anbieters von Krediten für Kunden mit geringer Bonität stürzen zeitweise mehr als 30 Prozent ab und waren mit 181 Pence so billig wie zuletzt vor sieben Monaten. Dabei wechselten innerhalb der ersten beiden Handelsstunden bereits mehr als sieben Mal so viele Provident-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Das Unternehmen hatte zuvor einen umgerechnet 58 Millionen Euro schweren Plan vorgelegt, um Kundenbeschwerden beizulegen. Sollte der Vorschlag nicht angenommen werden, drohe der Konsumentenkredit-Sparte das Aus. Einige Aspekte des Programms dürften auf Widerstand der britischen Finanzaufsicht FCA stoßen, kommentierte Analyst Julian Roberts. Hierzu gehöre die Tatsache, dass Kreditnehmer ihre Ansprüche nicht vollständig ersetzt bekämen.

Parallel dazu ermittle FCA wegen möglichen Fehlverhaltens, teilte Provident weiter mit. Untersucht werde, wie das Institut ermittelt habe, ob ein Kunde einen Kredit zurückzahlen könne. Die Behörde prüfe außerdem, wie das Unternehmen bei Kunden-Beschwerden Entscheidungen des Ombudsmanns für Finanzfragen umgesetzt habe.

Provident Financial
Provident Financial 2,18

15:54 Uhr

Dow Jones startet mit Rekord

Die Verabschiedung der knapp zwei Billionen Dollar schweren Corona-Staatshilfen in den USA lockt weitere Anleger an die Wall Street. Der Dow-Jones-Index klettert zum Börsenstart bis zu 0,5 Prozent auf den Rekordwert von 32.931 Punkte. Dagegen zeigt sich der breiter gefasste S&P-500 wenig verändert mit 3942 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt 0,1 Prozent nach auf 13.310 Punkte. Vergangene Woche hatten die Indizes die größten Wochengewinne seit sechs Jahren eingefahren.

Börsianern zufolge zeigen sich Investoren vor der Sitzung der US-Notenbank (Fed) in dieser Woche etwas zurückhaltender. Die Angst vor einem Anstieg der Inflation hatte die Renditen von US-Anleihen mit längeren Laufzeiten zuletzt nach oben getrieben. Zum Wochenauftakt sanken die Renditen der richtungweisenden zehnjährigen Bonds aus den USA zwar leicht auf 1,61 Prozent, hielten sich damit aber weiterhin in der Nähe ihres am Freitag erreichten Höchststands von 1,64 Prozent.

"Die US-Wirtschaft scheint in einer besseren Verfassung zu sein als die meisten anderen entwickelten Volkswirtschaften", sagt Hussein Sayed, Chef-Marktstratege beim Broker FXTM. "Trotz der rosigeren Wirtschaftsaussichten wird erwartet, dass bei der Fed-Sitzung in dieser Woche keine größeren politischen Änderungen vorgenommen werden."

Gefragt sind vor allem US-Airlines. Der entsprechende Index stieg um 4,7 Prozent. Bei den Einzelwerten zieht Boeing mehr als zwei Prozent auf 275 Dollar an, nachdem Morgan Stanley das Kursziel auf 274 Dollar von zuvor 250 Dollar hochgesetzt hat.

Boeing
Boeing 195,34

15:18 Uhr

Russischer Leitindex klettert auf Rekordstand

Der jüngste Preisrally des für Russland wichtigen Exportguts Rohöl gibt der Börse in Moskau Auftrieb. Der Leitindex steigt um 1,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 3596,31 Punkten. Die Währung des Landes ist ebenfalls gefragt. Sie erhält Börsianern zufolge zusätzlichen Rückenwind durch den nahenden Steuer-Ultimo für Unternehmen. Im Gegenzug fällt der Dollar auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 72,95 Rubel. Der Euro ist mit 87,05 Rubel so billig wie zuletzt vor mehr als einem Jahr.

15:00 Uhr

Southwest Airlines-Kurs geht nach Ausblick in Steigflug über

Ein optimistischerer Ausblick ermuntert Anleger zum Einstieg bei Southwest Airlines. Die Aktien der Fluggesellschaft steigen im vorbörslichen US-Geschäft um ein knappes Prozent auf ein Zweieinhalbjahreshoch von etwa 61,50 Dollar. Das Unternehmen stellt dank einer anziehende Nachfrage für März und April steigende operative Gewinne in Aussicht. Der Mittelabfluss im ersten Quartal werde lediglich bei 14 statt wie bisher erwartet 15 Millionen Dollar liegen.

Southwest Airlines
Southwest Airlines 51,39

14:44 Uhr

Carnival bremst Lufthansa aus

Nicht überbewerten wollen Marktteilnehmer das Plus von rund einem Prozent bei Lufthansa. "Die Planung für mehr Mallorca-Flüge stützt die Stimmung", heißt es zwar; von anderer Seite heißt es aber auch, die Aussagen der Kreuzfahrtreederei Carnival deuteten auf Gewinnmitnahmen in der Branche hin. Carnival rechnet mit mindestens zwei weiteren schwierigen Jahren und frühestens 2023 wieder mit dem Vorkrisenniveau. "Das könnte die jüngste Euphorie für Reiseaktien ein wenig dämpfen", so diese Marktteilnehmer.

Lufthansa
Lufthansa 10,61
Carnival Corporation
Carnival Corporation 22,45

 

13:59 Uhr

Aktien im Würgegriff von Inflation und Zinsen?

Joe Biden spritzt Geld, Christine Lagarde macht Tempo, die Inflation zieht an, die Zinsen auch. Ist das nur übliche Begleitmusik für die Finanzmärkte oder steckt mehr dahinter? Darüber sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in dieser neuen Folge des ntv-Podcasts "Brichta & Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

13:45 Uhr

Wall Street dürfte Rekordjagd fortsetzen

Die Rekordjagd an der Wall Street dürfte sich zu Wochenbeginn fortsetzen. Allerdings sind die Blicke schon auf die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet. Einige Marktteilnehmer sind besorgt, dass das große Fiskalpaket der US-Regierung im Volumen von 1,9 Billionen Dollar zu einer deutlich höheren Inflation führen könnte, und zwar für einen längeren Zeitraum, was die Fed dazu zwingen würde, die Zinsen früher zu erhöhen als gedacht. Fed-Mitglieder hatten zuletzt allerdings wiederholt versucht, solche Ängste zu beschwichtigen.

Für die Aktien von Genmark Diagnostics geht vorbörslich um 30 Prozent auf 23,91 Dollar nach oben. Der Schweizer Pharmakonzern Roche übernimmt das Unternehmen für 1,8 Milliarden Dollar. Es werden 24,05 Dollar je Aktie gezahlt. Das entspricht einem Aufschlag von rund 43 Prozent auf den Schlusskurs der Genmark-Aktie am 10. Februar - dem letzten Handelstag, bevor Spekulationen über einen möglichen Verkauf aufkamen.

13:22 Uhr

Elon Musk ist offiziell "Technoking of Tesla"

Der für seine Eskapaden bekannte Tesla-Chef Elon Musk hat sich in der internen Hierarchie des Elektroauto-Herstellers einen Königstitel zugelegt. Musk sei nun der "Technoking of Tesla", meldet das Unternehmen. Finanzchef Zack Kirkhorn trage ab sofort den Titel "Master of Coin" (etwa: "Meister der Münze") - in Anlehnung an die jüngsten Geschäfte Teslas mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Ihre Positionen als Konzern- und Finanzchef behielten Musk und Kirkhorn weiter, schränkte Tesla ein.

Der 49-jährige Musk sorgt immer wieder unter anderem mit seinen Tweets für Aufsehen und mitunter auch für starke Bewegungen an den Finanzmärkten. Ein Investor des US-Elektroautobauers wirft dem Milliardär in einer jüngsten Klage "erratische" Twitter-Nachrichten vor, die das Unternehmen angeblich hohen juristischen Risiken und milliardenschweren Kursverlusten aussetzten.

Bitcoin
Bitcoin 52.893,93

Im Mai 2020 etwa ließ Musk Teslas Aktien mit einer Reihe sonderbarer Tweets an einem einzelnen Handelstag um mehr als zehn Prozent fallen. Damals schrieb er unter anderem, dass er den Börsenwert des Unternehmens für zu hoch halte und kündigte an, sich von fast allem physischen Besitz trennen zu wollen. Am 1. April 2019 postete er ein Scherzfoto über eine Tesla-Pleite.

Tesla
Tesla 600,40

13:07 Uhr

US Steel zieht auf Mehrjahreshoch

Angehobene Quartalsziele geben US Steel Auftrieb. Die Aktien des Stahlkonzerns steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,2 Prozent auf ein Zweieinhalbjahreshoch von 25,19 Dollar. Das Unternehmen peilt für das laufende Vierteiljahr einen Umsatz von 265 Millionen Dollar und einen Gewinn von 1,02 Dollar je Aktie an. Bislang hatte es 160 Millionen Dollar beziehungsweise 0,61 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

US Steel
US Steel 18,35

12:52 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten Salzgitter-Kurs

Einige Salzgitter-Anleger nutzen die Veröffentlichung der Gesamtjahres-Bilanz für Gewinnmitnahmen. Die Aktien des Stahlkonzerns fallen um knapp drei Prozent auf 26,28 Euro, nachdem sie zuvor auf ein Zweijahreshoch von 27,35 Euro gestiegen waren. Die Geschäftszahlen seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schreibt Analyst Alan Spence von der Investmentbank Jefferies. Allerdings hätten viele Anleger auf eine kleine Dividende für 2020 gehofft. Salzgitter will erst für 2021 wieder Geld ausschütten.

Salzgitter
Salzgitter 26,32

12:14 Uhr

Deliveroo will Aktien für 1,4 Milliarden Dollar verkaufen

Der britische Essenslieferdienst Deliveroo will beim größten Börsengang in London seit sieben Jahren neue Aktien für rund 1,4 Milliarden Dollar verkaufen. Zudem würden Anteilsscheine einiger Bestandsinvestoren auf den Markt gebracht, teilt Deliveroo mit, das bei der Neuemission mit mehr als sieben Milliarden Dollar bewertet werden dürfte. Beim Debüt will Deliveroo zwei Aktiengattungen an die Börse bringen, um Mitgründer und Firmenchef Will Shu für drei Jahre mehr Kontrolle über das Unternehmen zu gewähren. Damit kann die Firma, an der Amazon mit etwa 16 Prozent beteiligt ist, zunächst nicht in den britischen Auswahlindex FTSE einziehen. Allerdings wird erwogen, diese Regel zu ändern. Deliveroo konkurriert unter anderem mit dem Lieferando-Eigner Just Eat Takeaway.com.

Amazon
Amazon 2.796,00
Delivery Hero
Delivery Hero 128,15

 

11:56 Uhr

CL-Hoffnungen beleben BVB-Aktienkurs

Nach dem 2:0-Sieg gegen Hertha BSC übernimmt Borussia Dortmund (BVB) zwischenzeitlich die Tabellenspitze im SDax. Die Aktien des Fußball-Bundesligisten, dessen Chancen auf eine Champions-League-Teilnahme sich durch den Erfolg verbessert haben, steigen knapp ein Prozent. Im vorbörslichen Handel hatte das Plus aber schon jenseits der Drei-Prozent-Marke gelegen.

BVB
BVB 5,70
SDax
SDax 16.044,30

 

11:16 Uhr

US-Börsenplan beflügelt Glücksspiel-Konzerne

Der Plan für einen Börsengang der Sportwetten-Tochter Fanduel in den USA hievt Flutter auf ein Rekordhoch. Die Aktien des weltgrößten Anbieters von Online-Glücksspielen steigen in London um knapp acht Prozent auf 17.030 Pence. Sollte die Bewertung von Fanduel diejenige des Rivalen DraftKings erreichen, könnten Flutter-Papiere weitere 35 Prozent steigen, prognostiziert Analyst James Wheatcroft von der Investmentbank Jefferies. Im Windschatten von Flutter steigen die Titel des Rivalen Entain 3,5 Prozent und markieren mit 1518,5 Pence ebenfalls eine neue Bestmarke.

10:45 Uhr

H&M-Zahlen überzeugen Anleger: Kurs steigt

Ein Quartalsumsatz leicht über Markterwartungen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Hennes & Mauritz (H&M). Die Aktien des weltweit zweitgrößten Modehändlers steigen in Stockholm um gut drei Prozent auf ein Dreieinhalbjahreshoch von 226,80 Kronen. Im deutschen Handel beträgt das Plus etwa 2,5 Prozent. Die Experten von JP Morgan lobten die Erlöse von umgerechnet vier Milliarden Euro vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie als ordentliches Ergebnis.

H&M
H&M 20,36

10:25 Uhr

Analystenkommentar schiebt Hugo Boss an MDax-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar hievt Hugo Boss an die Spitze des MDax. Die Aktien des Modekonzerns steigen rund 3,5 Prozent über die Marke von 34 Euro. Die Experten der Baader Helvea Bank haben die Titel auf "Add" von "Reduce" hochgestuft und das Kursziel auf 36 von 20 Euro angehoben.

Hugo Boss
Hugo Boss 37,94

09:36 Uhr

China-Daten befeuern Anstieg des Ölpreises

In Erwartung einer anziehenden Nachfrage aus China decken sich Anleger mit Rohöl-Kontrakten ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,7 Prozent auf 69,71 Dollar je Barrel. Die Industrieproduktion der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft beschleunigte zum Jahresauftakt ihr Wachstumstempo.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25

09:09 Uhr

Rally oder Inflationssorgen? Dax liefert die Antwort

Die große Frage nach der zurückliegenden Rekordwoche am deutschen Aktienmarkt wird sein: Wie geht es weiter? Ist das neue Allzeithoch des Dax' bei 14.595 Punkten nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu weiteren Rekorden? Übernimmt die Inflationsangst wieder das Ruder? Oder hebt die Hoffnung auf eine schnelle und rasante Konjunkturerholung die Stimmung der Anleger? Zum Start in den Montagshandel lässt sich die Frage eindeutig beantworten: Der Dax notiert 0,2 Prozent fester mit 14.529 Zählern, nachdem er am Freitag bei 14.502 Punkten aus dem Handel gegangen war. Ausschlaggebend dafür sind positive Vorgaben von Seiten der Wall Street und starke Konjunkturdaten aus China.

09:42 Uhr

Stripe ist fast 100 Milliarden Dollar wert

Der US-Zahlungsdienstleister Stripe steigt zum wertvollsten nicht-börsennotierten Unternehmen aus dem Silicon Valley auf. Bei Investoren seien insgesamt 600 Millionen Dollar eingesammelt worden, teilte das 2010 gegründete Fintech in der Nacht mit. Damit wird Stripe nun mit 95 Milliarden Dollar bewertet - das ist fast dreimal so viel wie Deutsche Bank und Commerzbank zusammen.

Die Corona-Krise, die die Digitalisierung rund um den Globus beschleunigt, beschert dem von den irischen Brüdern Patrick und John Collison gegründeten Startup derzeit glänzende Geschäfte auf beiden Seiten des Atlantiks. Das frische Geld soll nun unter anderem auch nach Europa fließen. "Wir investieren in diesem Jahr sehr viel mehr in Europa, insbesondere an unserem zweiten Hauptsitz in Dublin", sagte John Collison und kündigte an, auch das Geschäft in Deutschland auszubauen. Zudem will das Unternehmen weltweit expandieren. Derzeit ist Stripe in 42 Ländern aktiv - 31 davon in Europa.

Die Firma hat eine Plattform entwickelt, über die Zahlungen angenommen und gesendet werden können. Zu den Kunden gehören Amazon, Google, Salesforce, Zoom und Axel Springer.

10:03 Uhr

Danone wirft den Chef raus

Der französische Nahrungsmittelriese Danone gibt dem Druck von aktivistischen Aktionären nach und trennt sich von Vorstands- und Verwaltungsratschef Emmanuel Faber. Der Verwaltungsrat habe den Abgang von Faber mit sofortiger Wirkung beschlossen, teilte das Unternehmen mit.

Danone
Danone 59,78

Faber, der den Konzern seit 2014 führte, hatte Anfang des Monats angekündigt, er wolle sich als Vorstandschef zurückziehen, aber Chef des obersten Aufsichtsgremiums bleiben - daraus wird nun nichts. Neuer Chef des Gremiums wird Gilles Schnepp, den Danone erst im Dezember in den Verwaltungsrat berufen hatte. Schnepp arbeitete bis 2020 für den Elektrotechnik-Konzern Legrand.

Ein neue Vorstandschef soll mit Hilfe einer internationalen Personalberatung erst noch gesucht werden. In der Zwischenzeit sollen Veronique Penchienati-Bosetta und Shane Grant als ihr Stellvertreter Danone operativ führen. Penchienati-Bosetta leitet bisher das Auslandsgeschäft, Grant ist für Nordamerika zuständig.

Mehrere aktivistische Investoren, allen voran Bluebell Capital, hatten Fabers Abgang und einen Umbau der Konzernspitze gefordert. Schnepp galt als ihr Favorit für den Chefposten im Verwaltungsrat. Die Investoren hatten Faber vor allem die unzureichende Aktienkurs-Entwicklung, die schleppende Umsatzentwicklung und einen zu strengen Sparkurs beim Marketing vorgeworfen.

Danone ist der weltgrößte Joghurt-Hersteller, dem Konzern gehört auch die Wassermarke Evian. Danone leidet in der Pandemie vor allem unter der Restaurantschließungen, die das Gastro-Geschäft belasten.

08:41 Uhr

China macht Öl teurer

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REUTERS

Die Ölpreise sind nach robusten Konjunkturdaten aus China leicht gestiegen. Am Morgen wird Rohöl aus der Nordsee der Sorte Brent bei 69,54 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit 32 Cent höher als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) steigt um 34 Cent auf 65,95 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die Ölpreise zum Wochenauftakt durch Konjunkturdaten aus China gestützt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war die Industrieproduktion in den ersten beiden Monaten des Jahres stark gestiegen. Auch der Einzelhandel konnte sich weiter vom Corona-Einbruch ein Jahr zuvor erholen.

Generell zeigen die Wirtschaftsdaten aus China eine kräftige konjunkturelle Belebung. Die Zahlen zur Industrieproduktion verstärkten am Ölmarkt die Spekulation auf eine stärkere Nachfrage aus der Volksrepublik.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,59

08:16 Uhr

Für Bitcoin geht es abwärts 

Nach der jüngsten Rekordjagd schalten Bitcoin-Anleger einen Gang zurück. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise kostet nur noch 59.075 Dollar, nachdem sie am Wochenende ein Rekordhoch von 61.780 Dollar erreicht hatte. "Als Impulsgeber fungieren abermals die Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks mit ihren Liquiditätsschwemmen, um der Covid-19 gebeutelten Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research

08:04 Uhr

Nimmt der Dax neuen Anlauf?

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REUTERS

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert starten. Am Freitag war dem Leitindex auf seiner Rekordjagd die Puste ausgegangen. Er verlor ein halbes Prozent auf 14.502,39 Punkte. "Übergeordnet sieht es aber danach aus, als ob die jüngsten Rally-Gewinne weiter verteidigt werden", so ein Marktteilnehmer.

Dax
Dax 15.320,52

Impulse sind zunächst nicht in Sicht. Die zehnjährige US-Rendite verharrt am Jahreshoch, der Euro notiert am Morgen wenig verändert, und die Vorlagen aus Asien lassen keine einheitliche Tendenz erkennen. In China lasten steigende Geldmarktzinsen nach sehr starken Konjunkturdaten die Stimmung für Aktien. China dürfte laut Beobachtern nun erstmals einen Zinszyklus anführen. Europa ist aber noch meilenweit von Zinserhöhungen entfernt, zudem nehmen die Pandemie-Sorgen mit der dritten Welle hier wieder zu.

Die Ergebnisse der Landtagswahlen dürften zunächst kaum Einfluss haben, meint ein Marktteilnehmer. "Allerdings werden ausländische Anleger sie im Tagesverlauf wegen möglicher Implikationen auf die Bundestagswahl analysieren".

07:33 Uhr

Rakuten geht durch die Decke

Die asiatischen Börsen präsentieren sich uneinheitlich. Erfolgreiche Impfkampagnen in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern sorgen zwar für eine optimistische Stimmung bei Risikoanlagen, aber die Anleger sind vor wichtigen Treffen der Zentralbanken im Wochenverlauf vorsichtig.

Die Vorgaben von der Wall Street sind gemischt mit einem festen Dow-Jones-Index und Abgaben bei Technologiewerten im Nasdaq, letztere gedrückt durch weiter steigende Marktzinsen. Teilnehmer sprechen von einem zögerlichen und abwartenden Handel und der Suche nach Impulsen. Neue Konjunkturdaten aus China und Japan verfehlen bislang noch ihre Wirkung - in China haben Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz in den ersten Beiden Monaten stärker zugelegt als von Ökonomen erwartet.

In Tokio tendiert der Nikkei-225 wenig verändert, nachdem die Maschinenbauaufträge gegen den Vormonat nicht ganz so stark nachgaben wie befürchtet. Gewinne verzeichnen Automobil- und Finanzwerte, insbesondere erstere getragen vom weiter nachgebenden Yen. Honda gewinnen 3,2 und Mitsubishi UFJ Financial 2,2 Prozent.

Rakuten schießen um weitere 20 Prozent nach oben, weil Japan Post Holdings (+2,8%) einen Anteil von 8,3 Prozent für 1,38 Milliarden Dollar übernehmen wird. Berichte über eine geplante Partnerschaft hatten den Kurs des E-Commerce-Unternehmens schon am Freitag befeuert.

Gesucht sind auch die Aktien von Fluggesellschaften und Eisenbahnunternehmen, denn die Regierung in Tokio erwägt laut einem Bericht, den Notfallstatus für die Region Tokio zu beenden. ANA Holdings, Japan Airlines und Seibu Holdings gewinnen jeweils über 3 Prozent.

In Shanghai werden Verluste von rund einem halben Prozent verzeichnet, nach einer kurzen Erholung im frühen Geschäft. Deutlicher abwärts geht es mit dem Chinext (-2,3 Prozent), der vor allem technologielastige Startup-Unternehmen abbildet. Die Experten von Bohai Securities rechnen mit weiterer Schwäche in nächster Zeit, weil sie die Erholung der Vorwoche nur als technische Gegenreaktion werten.

Dagegen geht es in Hongkong - wenn auch nach bereits deutlich höheren Aufschlägen - um 0,6 Prozent nach oben. Hier rechnet KGI Securities in der kommenden Zeit nur mit einer flauen Dynamik und wenig Bewegung. Die Aktien des chinesischen Smartphone-Herstellers Xiaomi verteuern sich um nahezu 10 Prozent. Ein US-Bundesgericht hat die Sanktionen gegen Xiaomi ausgesetzt.

In Südkorea lasten Abgaben bei Pharma- und Chemiewerten auf dem Kospi, der 0,2 Prozent im Minus liegt. Woori Financial Group gewinnen 1 Prozent nach Berichten, wonach die Bank in Taiwan ESG-Anleihen im Volumen von 200 Millionen Dollar emittiert hat.

07:16 Uhr

Chinas Industrie wächst beeindruckend

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AP

Chinas Industrieproduktion ist in den ersten zwei Monaten des Jahres schneller als im Dezember gewachsen. Im Januar und Februar verzeichnete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt einen Anstieg um 35,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Daten des Nationalen Statistikamtes zeigen. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg von 30 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Im Dezember war die Produktion um 7,3 Prozent gewachsen.

Nachdem die Pandemie im vergangenen Jahr die größte Volkswirtschaft der Welt gelähmt hatte, vollzog der Industriesektor gestützt durch robuste Exporte eine Trendwende, und die Verbraucher kurbelten die Wirtschaftstätigkeit weiter an. Die Einzelhandelsumsätze stiegen in den ersten beiden Monaten um 33,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit einem Anstieg von 32 Prozent, der von Analysten erwartet wurde. Dies ist ein deutlicher Sprung von einem Wachstum von 4,6 Prozent im Dezember.

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

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Aktien-Anlegern stehen unruhige Wochen bevor.

imago images/STAR-MEDIA

Guten Morgen! Für Anleger könnte das heute der Auftakt zu einem heißen Börsen-Ritt werden: Investoren surfen gerade auf einer Riesenwelle. Nach den jüngsten Kursrekorden könnte es wackelig werden, warnen Beobachter. Rückenwind dürfte von den Stimulus-Schecks in Form von Direktzahlungen von je 1400 US-Dollar für jeden US-Bürger kommen. Das ist viel Wasser auf den Börsen-Mühlen! "Wahrscheinlich wird die Hälfte oder sogar mehr davon in den Aktienmarkt fließen", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Dax
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Insgesamt ist die Gemengelage gemischt: "An den Märkten kommen gerade viele Faktoren zusammen, die widersprüchlich erscheinen", sagt Christoph Mertens, Fondsmanager der Fürst Fugger Privatbank. "Gute Fundamentaldaten treffen auf die Angst vor einer aufkeimenden Inflation. Der März dürfte unruhig bleiben." In den vergangenen Wochen hatten steigende Anleihe-Renditen wiederholt für Unruhe an den Aktienmärkten gesorgt. Dies könnten Vorboten eines größeren Bebens sein, warnt Mark Dowding, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BlueBay. Aus diesem Grund werden Investoren am Mittwoch die Worte von US-Notenbankchef Jerome Powell auch auf die Goldwaage legen. Gelingt es ihm, Spekulationen auf eine Drosselung der Anleihekäufe zu entkräften, oder nicht? Wie gesagt, die Börsen-Woche verheißt spannend zu werden!

Wasserstandsmeldungen, um sich ein Bild von der Wirtschaftslage in Zeiten der Pandemie zu machen, gibt es diese Woche reichlich: Den Auftakt macht heute die US-Notenbank Fed mit ihrem Empire State Index für März. Der Index misst die Lage im produzierenden Gewerbe im Bundesstaat New York. Er gehört zu den wichtigen volkswirtschaftlichen Frühindikatoren für die Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Wenn der Index höher als erwartet ausfällt, führt das auf den Devisenmärkten in der Regel zu einem steigenden Kurs des US-Dollar. Umgekehrt sinkt der Kurs des US-Dollar, wenn die Analystenschätzungen deutlich verfehlt werden. Für viele Beobachter gilt er als guter Vorlaufindikator für den Philadelphia-Fed-Index.

H&M
H&M 20,36

Daneben wird diese eine Flut von Firmenbilanzen Investoren auf Trab halten. Aus dem Dax legt ein knappes halbes Dutzend Unternehmen Geschäftszahlen vor: darunter RWE und Volkswagen. Beide öffnen morgen die Bücher. Heute legt unter anderem der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) Zahlen vor. Die Aktie hat seit November über 40 Prozent an Wert gewonnen. Die Modekette sorgte zuletzt für Negativschlagzeilen. In Deutschland sollen 800 Stellen abgebaut werden. Verdi wirft dem Unternehmen vor, hauptsächlich junge Mütter loswerden zu wollen. Der Konzern wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

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