Wirtschaft

Bedarf für eigene Autos decken VW plant sechs Batteriefabriken in Europa

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In Braunschweig wartet eine Batterie darauf, in einem VW verbaut zu werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund um den Globus steigen die Autohersteller auf Elektroantriebe um. Dadurch wächst der Bedarf an Batterien massiv. Europas Branchenprimus Volkswagen will nun ein halbes Dutzend Werke bauen - und das Ladenetz ausweiten.

Um den steigenden Bedarf an Batteriezellen für seine E-Autos zu decken, treibt Volkswagen den Aufbau von Produktionskapazitäten voran. "Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen und so Versorgungssicherheit garantieren", sagte Technikvorstand Thomas Schmall beim virtuellen "Power Day" des Konzerns. Die damit verbundenen Investitionen nannte Volkswagen nicht. In der Branche geht man von zwei Milliarden Euro je Fabrik aus, also von insgesamt zwölf Milliarden Euro für die geplanten sechs Anlagen von VW.

Zusammen sollen die Gigafabriken eine Kapazität von 240 Gigawattstunden haben. Im niedersächsischen Salzgitter unweit des VW-Sitzes in Wolfsburg, wo zusammen mit dem schwedischen Partner Northvolt bereits eine Batteriezellfabrik geplant ist, soll eine zweite, größere Fabrik entstehen.

Außerdem will Volkswagen die Zahl der Schnellladestationen für Elektroautos in Europa zusammen mit Partnern auf 18.000 verfünffachen. Dazu wurden Partnerschaften mit den Energieunternehmen BP in Großbritannien, Iberdrola in Spanien und Enel in Italien vereinbart. Gemeinsam mit BP wolle VW rund 8000 Schnellladepunkte an Tankstellen aufbauen, den Großteil in Deutschland und Großbritannien. Für das gesamte Programm will

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Volkswagen rund 400 Millionen Euro in die Hand nehmen. Tausende weitere Ladepunkte sollen in den USA und China entstehen. Teil des Plans sind auch Kostensenkungen bei Batteriezellen. Dazu will VW ab 2023 eine "Einheitszelle" einführen, die zum Ende des Jahrzehnts in bis zu 80 Prozent der E-Autos des Konzerns verbaut werden soll. Durch innovative Produktionsmethoden und Recycling von Rohstoffen sollen die Kosten drastisch sinken und Elektroautos für breitere Schichten erschwinglich werden.

Mit den neuen Plänen legt Volkswagen die Grundlage, um die Elektromobilität schneller auszubauen. Alleine die Hauptmarke VW will den Anteil reiner Elektroautos am Absatz bis 2030 in Europa auf 70 Prozent gegenüber den bisherigen Plänen verdoppeln.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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