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Corona-Krise trifft Gründer Startups bangen um ihre Existenz

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Der Startup-Verband fordert eine Erweiterung der Hilfen vor allem für kleinere Startups.

(Foto: imago images/Westend61)

Die Corona-Pandemie ist in der Startup-Szene angekommen. Jungen Unternehmen brechen nicht nur ihre Geschäfte, sondern auch Finanzierungen weg. Mehr als 80 Prozent stehen vor dem Abgrund. Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind nahezu alle Branchen gleichermaßen betroffen.

Die Corona-Pandemie führt deutsche Startups massiv in die Krise. Insgesamt neun von zehn Startups sehen sich in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, wie eine Umfrage des Bundesverbands Deutsche Startups in Zusammenarbeit mit Curth + Roth ergab. Mehr als 80 Prozent der Gründerunternehmen sehen sich sogar in ihrer Existenz gefährdet. Verbandspräsident Christian Miele forderte "einen einstelligen Milliardenbetrag", um der Branche zu helfen.

Von der Krise sind laut der Umfrage mit sehr wenigen Ausnahmen wie der Bauindustrie nahezu alle Branchen gleichmäßig betroffen. Besonders hart ist die Lage für Tourismus-Startups, von denen fast alle von der Existenz bedroht sind (95,7 Prozent). Sieben von zehn Startups (69,7 Prozent) sehen eine "akute Gefährdung" in den kommenden sechs Monaten. Dabei ist der Unterschied zwischen großen (73 Prozent) und kleinen Firmen mit weniger als 15 Mitarbeitern (80,5 Prozent) nicht sehr groß.

Das Bild sei "tatsächlich dramatischer, als wir erwartet haben", erklärte Miele. Die Betroffenheit sei systemisch: "Das Startup-Ökosystem steht angesichts der Corona-Krise vor einem massiven Startup-Sterben." Ein Problem sei, dass viele Gründer sich für die meisten Hilfen nicht qualifizierten, weil sie zu klein und damit nicht "bankable" seien. Ohnehin sei die Kapitaldecke der wachsenden jungen Unternehmen in Deutschland sehr dünn.

Für die Kredite aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds kämen lediglich Startups mit einer Bewertung von mindestens 50 Millionen Euro infrage. Es sei nun wichtig, "in Lichtgeschwindigkeit die Details auszuarbeiten, damit uns der große Unterbau der Startups nicht wegbricht", forderte Miele. Für die Umfrage wurden 1000 Startups vom 23. bis 25. März im gesamten Bundesgebiet befragt.

Quelle: ntv.de, jki/DJ