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BMW erfreut sich wie auch Audi und Mercedes in China großer Beliebtheit.
BMW erfreut sich wie auch Audi und Mercedes in China großer Beliebtheit.(Foto: picture alliance / dpa)

Giftstoffe in Audi, BMW und Mercedes?: Deutsche Autos stinken Chinesen

Die deutschen Autobauer sind in China dicke da. Mehr Autos werden nirgendwo in der Welt verkauft. Gerade die Premiumhersteller boomen im Reich der Mitte. Doch das scheint einigen Chinesen zu stinken. Denn jetzt wird Audi, BMW und Mercedes vorgeworfen, giftige Stoffe im Innenraum ihrer Fahrzeuge zu verbauen.

Deutsche Hersteller setzen auf den chinesischen Markt. Nirgendwo in der Welt werden im Augenblick mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Reich der Mitte. Doch der Markt in China ist kein einfacher. Erst vor wenigen Tagen musste Volkswagen nach einem Bericht des chinesischen Staatsfernsehens 400.000 Fahrzeuge zurückrufen. Der Grund soll ein fehlerhaftes Doppelkupplungsgetriebe gewesen sein. Doch damit nicht genug. Jetzt haben die staatstreuen Sendestationen auch die deutschen Premiumhersteller ins Visier genommen.

In einer Verbrauchersendung wurde nach Informationen des "Spiegel" BMW, Audi und Mercedes vorgeworfen, dass sie im Innenraum gesundheitsgefährdende Materialien verwenden. Damit, so hieß es in dem Beitrag, würde das Wohl der eigenen Kundschaft aufs Spiel gesetzt. Erstaunlich ist, dass außerhalb Chinas noch niemand eine solche Gefährdung feststellen konnte.

"Kommt mir nicht mit Bau und Ma"

Nach Aussagen der chinesischen Tester von der Universität Peking soll Bitumen, ein Gemisch aus Erdöl und verschiedenen organischen Substanzen, in den Dämmstoffen einen infernalen Gestank verursachen und dafür sorgen, dass die Insassen der Fahrzeuge von Audi, BMW und Mercedes müde werden und sich schwindlig fühlen. Der schlechte mentale Zustand soll auch zu einer riskanten Fahrweise führen. "Kommt mir bloß nicht mit Bau und Ma", zetert ein Kunde in der Sendung, der einen BMW (chinesisch BauMa) fährt, berichtet der "Spiegel". Um den Gestank aus der bayrischen Edelkarosse zu vertreiben, will er 100.000 Yuan (12.200 Euro) bezahlt haben, heißt es weiter.

Unterdessen haben die drei beschuldigten Hersteller die Vorwürfe zurückgewiesen. Die in der Produktion verbauten Dämmstoffe entsprächen den international gültigen Standards, hieß es. Auch ein chinesischer Autoexperte war laut "Spiegel" über die Berichterstattung erstaunt. Ihn verwundere vor allem, dass das chinesische Staatsfernsehen nur auf die Luft im Auto eingegangen sei – draußen sei sie in diesem Winter noch viel schlechter gewesen. Er rechne auch nicht damit, dass die drei Hersteller so reagierten wie Volkswagen und ihre Fahrzeuge in großen Stückzahlen zurückrufen.

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Quelle: n-tv.de

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