Dienstag, 21. Juni 2011
Das Auto von morgen: Hände weg vom Lenkrad
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will mit automatisierten Autos das Fahren sicherer machen. Der Weg zum Autopiloten ist da nicht mehr weit.Ganz ohne Chauffeur soll das Auto von morgen selbständig fahren und dabei weniger Fehler im Straßenverkehr machen als ein Mensch. Hände weg vom Lenkrad, zurücklehnen und die Fahrt genießen - dieser Idealvorstellung gestresster Pendler sind die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Stück näher gekommen.
Im Zuge des EU-Projekts HAVEit (Highly Automated Vehicles for Intelligent Transport) entwickelten die Forscher das Auto FASCar II mit Assistenzsystemen und automatischer Fahrfunktion. Dabei kann der Fahrer per Tastendruck am Lenkrad wählen, ob er "assistiert", "semi-automatisiert" oder "hoch automatisiert" fährt.
Je nach Einstellung gibt das System dann Hilfestellungen, übernimmt einzelne Aufgaben wie Abstand halten und Bremsen oder es hält die Spur selbstständig. Eine Vielzahl von Sensoren und Kameras beobachtet Fahrbahn, Verkehr und auch den Piloten. Denn die Verantwortung bleibt weiterhin beim Fahrer. Ist er unaufmerksam, warnt das System ihn. Sehr speziell ist auch die sogenannte Steer-by-Wire-Lenkung, die durch eine rein elektrische Verbindung im automatischen Modus still steht. Dennoch hat der Pilot jederzeit die Möglichkeit, in die Automatisierung einzugreifen.
Bisher wurde das Roboterfahrzeug nur für Autobahnen ausgelegt. In den nächsten Monaten soll die Technik für den viel komplexeren Stadtverkehr modifiziert werden. In Brauchschweig werden dafür jetzt Ampeln eingesetzt, die mit dem Auto kommunizieren können.
sp-x
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