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Das Shelby Daytona Coupé sollte zur Legende werden. Doch dazu kam es nicht.
Das Shelby Daytona Coupé sollte zur Legende werden. Doch dazu kam es nicht.
Donnerstag, 24. August 2017

Rückkehr nach 50 Jahren: Shelby Daytona Coupé - der, den es nie gab

Das Shelby Daytona Coupé sollte in den 60er Jahren die Rennstrecken der Welt dominieren. Noch bevor es soweit ist, wird das Projekt durch einen Unfall gestoppt. Jetzt legt Shelby American das Projekt noch einmal auf.

Die Alu-Karosse des Shelby Daytona Coupé war seinerzeit ein Highlight.
Die Alu-Karosse des Shelby Daytona Coupé war seinerzeit ein Highlight.

Mitte der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts hatte Caroll Shelby mit dem bildhübschen Daytona Coupé ein echtes Siegerauto für alle großen Langstreckenrennen. Doch die von einem vergleichsweise kleinen V8 angetriebenen Autos konnten immer nur in ihrer Klasse gewinnen. Ein Anwärter auf den Gesamtsieg, beispielsweise bei den 24 Stunden von Le Mans, hätte mehr Motorleistung benötigt. So beauftragte Shelby den Karosseriebauer John Ohlsen, das Chassis des Coupés um knapp acht Zentimeter zu verlängern, damit ein gewaltiger Nascar-Big-Block-V8 unter der Haube Einzug halten konnte. Mit diesem Triebwerk wäre das Auto bis zu 320 km/h schnell geworden.

Doch wie bei vielen Geschichten machte der Konjunktiv der spannenden Idee einen Strich durch die Rechnung: Auf dem Weg zur Rennstrecke wird der Lkw, der das Big-Block-Coupé geladen hat in einen Unfall verwickelt und das Auto nimmt erheblichen Schaden. Frustriert veranlasste Shelby die Rückrüstung des Autos und der große Motor wird nie auf den Rennstrecken zu hören sein.

Der Big-Block sollte dem Shelby Daytona Coupé zum Ruhm verhelfen.
Der Big-Block sollte dem Shelby Daytona Coupé zum Ruhm verhelfen.

Mehr als 50 Jahre später hat sich Shelby American entschlossen, sechs Big-Block-Coupés nach den damaligen Original-Spezifikationen aufzubauen und zu verkaufen. Die Zutaten: eine komplette Alu-Karosserie, ein Motor mit 550 PS und ein rustikales Getriebe dessen Stufen manuell bedient werden müssen.

Die Produktionsmenge lehnt sich an die Zahl des originalen Coupés mit kleinem Motor an: Auch hier sind lediglich sechs Fahrzeuge entstanden, die heute einen erheblichen Sammlerwert haben. Das erste der sechs Autos wurde bereits bei einer Oldtimer-Motorsport-Veranstaltung in Laguna Seca gezeigt. Einen Preis nennt Shelby American nicht. Allerdings schlägt ein originalgetreuer Nachbau mit kleinem Motor bereits mit 350.000 Dollar (300.000 Euro) zu Buche.

Quelle: n-tv.de

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